Feiern auf Teufel komm raus: Beinaheunfall von flüchtenden Coronapartyteilnehmern mit landendem Polizeihubschrauber

5. April 2020 um 20:11

Feiern auf Teufel komm raus: Beinaheunfall von flüchtenden Coronapartyteilnehmern mit landendem PolizeihubschrauberDas Phänomen kennen wir Polizisten eigentlich nur von der organisierten und Schwerkriminalität: Flucht vor der Polizei, dabei sämtliche Verkehrsregeln missachtend und völlig gleichgültig gegenüber der Gefährdung anderer oder sich selbst. Der folgende Fall kann aber kaum als schwerkriminell bezeichnet werden.

Gestern Abend berichtete ein Anrufer der Polizei gegen 20 Uhr von einer Coronaparty am Altrheinsee bei Eich (Rheinland-Pfalz). Etwa 15-20 Personen würden dort zusammen feiern.

Die eingesetzten Polizisten konnten jedoch trotz einer Absuche die Feier nicht finden und so erhielten sie Unterstützung aus der Luft. Der Polizeihubschrauber war den ganzen Tag schon im Einsatz, um sich einen Überblick über die Einhaltung des Kontaktverbots zu verschaffen.

Die Polizisten in der Luft konnten die Party dann auch ausmachen, doch scheinbar waren sich die Leute darüber bewusst, dass sie hier gegen die Regeln verstießen, setzten sich in mehrere Autos und begannen die Flucht vor der Polizei.

Als der Hubschrauber zur Landung ansetzte und schon kurz vor dem Aufsetzen auf dem Boden war, wäre es fast zur Kollision zwischen den Flüchtenden und dem Helikopter gekommen, so dass die Piloten genötigt waren die Landung abzubrechen und wieder aufzusteigen.

Wie es heißt, wird nun gegen die jungen Leute, derer die Polizisten am Boden noch habhaft werden konnten, nicht nur wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt, sondern auch wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Die Coronaparty könnte damit teure Folgekosten nach sich ziehen.