Nachbarn machten sich Sorgen: Lebensrettung mit Hindernissen

24. April 2020 um 14:43 Uhr

Immer wieder heißt es aktuell, dass man aufeinander acht geben und sich gegenseitig helfen soll. Das gilt allerdings nicht nur in Krisenzeiten, auch sonst sollte man auf sich und seine Nachbarn acht geben und verdächtige Dinge melden. Ansonsten wären Lebensrettungen wie die folgende weder möglich, noch erfolgreich.

Eine Nachbarin aus dem Bezirk Gmunden in Oberösterreich meldete sich bei der Polizei. Sie machte sich um eine Seniorin Sorgen, die sie völlig unüblich seit Tagen nicht mehr gesehen hatte. Eine Streife machte sich sofort auf den Weg zum Haus der 75-Jährigen und konnten von außen nichts feststellen.

Also suchten sie sich, da kein Schlüsselträger greifbar war, einen Zugang zum Haus und fanden ihn auf dem Dach, indem sie eine Lichtkuppel öffneten. Bei der Durchsuchung des Hauses konnten die Polizisten die Frau in einem verschlossenen Zimmer feststellen.

https://twitter.com/pilsl_a/status/1252889822106181632

 

Die Seniorin konnte zwar Antwort geben, aber die Tür nicht mehr öffnen. Allerdings zeigte sich, dass die Tür nicht von innen geöffnet werden konnte und so musste ein weiterer Zugang zum Zimmer gefunden werden. Da andere Möglichkeiten ausschieden, musste ein Fenster eingeschlagen werden, damit die Beamten zur Seniorin gelangen konnten.

Hier trafen die beiden Polizisten Miriam und Jakob auf die 75-Jährige, die bereits stark dehydriert und geschwächt am Boden lag. Notarzt und Rettung wurden informiert und bis diese eintrafen, kümmerten sich die Polizisten um die Erstversorgung. Zur ärztlichen Behandlung kam die Frau in ein Krankenhaus.