Großeinsatz nach Brandlegung: 50 Gewalttäter locken Feuerwehr und Polizei in einen Hinterhalt

29. Mai 2020 um 20:46

Großeinsatz nach Brandlegung: 50 Gewalttäter locken Feuerwehr und Polizei in einen HinterhaltWas in der vergangenen Nacht in Dietzenbach (Hessen) geschah ist einfach nicht mehr zu fassen. Nicht nur, dass vorsätzlich Brände gelegt wurden, um Feuerwehr und Polizei auf den Plan zu rufen, diese wurden aus dem Hinterhalt auch noch mit Steinen beworfen.

Kurz nach Mitternacht hatten Anwohner ein Feuer gemeldet. Wie sich herausstellte, wurden mehrere Mülltonnen und ein Bagger scheinbar vorsätzlich in Brand gesteckt. Feuerwehr und Polizei kamen zum Einsatz und als diese gerade am Einsatzort angekommen waren, wurden sie sogleich massiv mit Steinen beworfen.

Es wurden Unterstützungskräfte angefordert und auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Wie es heißt, handelte es sich beim dem Angriff offenbar um eine vorbereitete Aktion, da man zurecht gelegte Steinhaufen finden konnte.

Der Steinbewurf war so heftig, dass die Feuerwehr Dietzenbach twitterte:

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Ein dutzend Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt, dass niemand verletzt wurde war scheinbar nur Glück. Es entstand ein Schaden von über 150.000 Euro.

Erst mit weiteren 50 Polizisten konnte die Lage dann gegen 2 Uhr wieder befriedet werden. Drei Personen wurden festgenommen von denen zwei einem Platzverweis nicht nachkamen und die dritte Person steht im Verdacht an dem Steinbewurf beteiligt gewesen zu sein.

 

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen, die sich bitte bei der Polizei in Dietzenbach melden. Zudem wurden ein Uploadportal freigeschaltet, wo Zeugen ihre Bilder und Videos zur polizeilichen Auswertung hochladen können. Das Hinweisportal findet ihr hier.

 

Womöglich steht diese hinterhältige Aktion im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz vom vergangenen Montag. Da hatten Polizisten in den Kellerräumen eines Hochhauses 200 mutmaßlich gestohlene Fahrräder sichergestellt. Das sogenannte Spessartviertel in Dietzenbach ist der Polizei als Problemviertel bekannt.

Hessens Innenminister Peter Beuth verurteilte diesen Hinterhalt scharf:

“Dieser feige Angriff auf unsere Einsatzkräfte ist symptomatisch für die stetig ansteigende Gewalt gegenüber Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften. […] Solche Taten sind keine Bagatelldelikte – wir brauchen nun endlich eine klare Antwort des Rechtsstaats: Wer Einsatzkräfte angreift, gehört in den Knast und darf nicht mit einer Geldstrafe davonkommen.”

Auch Landrat Oliver Quilling sagte: “Jegliche Form von Gewalt ist zu verurteilen. Attacken auf Polizistinnen und Polizisten sowie Feuerwehrleute sind völlig inakzeptabel.” Und von der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft hieß es: “Solch ein Verhalten ist absolut nicht zu tolerieren, wir erwarten von der Justiz, diese gewalttätigen Personen mit der vollen Härte unserer Gesetze zu bestrafen.”

 

Wir hoffen, dass diesen guten und wohlmeinenden Worten auch Taten folgen. Es kann und darf nicht sein, dass diese Gewaltspirale des polizeilichen Gegenübers immer weiter dreht, während Justiz, Politik und Gesellschaft das nur schulterzuckend zur Kenntnis nehmen!