Hinweis auf Mundschutzpflicht eskaliert: Mann bricht Polizisten die Hand

5. Mai 2020 um 12:06 Uhr

Hinweis auf Mundschutzpflicht eskaliert: Mann bricht Polizisten die Hand

Bild: Bundespolizei Nordrhein-Westfalen

Der Hinweis von Bundespolizisten an einen Fahrgast des ÖPNV endete damit, dass einem Beamten die Hand gebrochen wurde und ein weiterer Polizist verletzt wurde. Da der Täter noch weitere Straftaten beging, wurde gegen ihn die Untersuchungshaft angeordnet.

Es ist in der aktuellen Corona-Lage eine Alltagssituation. Gerade bei den Kollegen der Bundespolizei, die für den öffentlichen Personennah- und -fernverkehr zuständig sind, muss hin und wieder jemand darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Mundschutzpflicht gilt.

Doch als die Polizisten den Mann am Hauptbahnhof Gelsenkirchen darauf ansprachen, beleidigte der die Beamten sofort als “Missgeburten”. Bei der anschließenden Personenkontrolle wollte der Störenfried weder Ausweispapiere vorzeigen, noch seine Personalien angeben.

Es folgte, was immer in solchen Situationen folgt. Der Mann sollte zur Wache verbracht werden, um dort seine Identität festzustellen. Hiergegen wehrte er sich allerdings, indem er dem einen Polizisten seine Bodycam von der Uniform schlug. Diese fiel zu Boden und wurde beschädigt.

Letztendlich konnte der Mann zur Wache verbracht werden, dort schlug er jedoch um sich, als er nach Ausweispapieren durchsucht werden sollte und brach hierbei einem 30-jährigen Bundespolizisten den Mittelhandknochen der rechten Hand. Einer weiterer Beamter wurden am Knie verletzt.

Doch damit noch nicht genug, beleidigte er die alarmierten Rettungskräfte und bedrohte die Polizisten und ihre Familien mit dem Tod. Schlussendlich werde der immer noch unbekannte Täter in den Polizeigewahrsam gebracht, von wo aus er später in Untersuchungshaft ging.

Ermittelt wird gegen ihn wegen Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung, Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Der 30-jährige Polizist wurde noch am selben Tag im Krankenhaus operiert und wird zunächst sechs Wochen ausfallen. Auch der zweite verletzte Polizist begab sich in ärztliche Behandlung.

Wir wünschen den verletzten Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung!