Leserbrief: Dankbarkeit

24. Mai 2020 um 21:01 Uhr

Leserbrief: Dankbarkeit

“Die Polizei. Handelt im Auftrag des Gesetz.

Einige Menschen haben Angst vor der Polizei, meiden Blickkontakt und schauen auf den Boden,
weg von den Polizisten, die gerade auf ihrem Weg mit dem Dienstagwagen an dir vorbei fahren. Dabei sitzen da Menschen hinterm Steuer, wie du und ich.

Menschen, die auch Väter und Mütter sind, Kinder haben und helfen wollen. Helfen. Polizei sorgt für Sicherheit und Schutz. Polizei ist ‘DEIN Freund und Helfer’ und nicht ‘Dein Feind und Angsteinflößer’.

Für einige mag die Polizei das sein. Angsteinflößer o.ä. Das betrifft dann überwiegend die, die auch diese Erfahrungen gemacht haben, aber dann als Konsequenz, wegen eigenem Fehlverhalten etc.

Wenn dir Polizei begegnet, lächel ihnen zu,
denn sie sind Menschen, wie ich und du.

Leider werden sie zu oft als ‘höhere Macht angesehen’, wobei der Fokus dann auf Bestrafen und für Zucht und Ordnung sorgen gelegt wird, statt darauf, dass sie dieses mitunter tun, lediglich aber zum Schutz der Bürger und dann mit berechtigtem Grund und genau damit zu helfen. Die Polizei nutzt ihre ‘höhere Macht’ nicht absichtlich oder böswillig gegen uns. Die Polizei nutzt ihre Macht zur Verteidigung deiner Rechte, in Situationen, denen du als Bürger ohne Unterstützung ausgeliefert bist.

Wenn ihr die besagten ‘grummeligen’ Polizeibeamten seht, dann steht dahin nicht gleich ein Polizist, der auch damit diese Einstellung (die dieser ausstrahlt) in seinem Job vertritt. Vielleicht ist er dieser Charakter als Mensch und dennoch eine liebe, helfenwollende Seele. Diese Charaktere gibt es überall auf der Welt. In jedem Job. Polizisten sind auch Menschen und machen Fehler, wie du und ich.

Fehler passieren im Privatleben. Fehler passieren im beruflichen Alltag. Auch bei der Polizei. Suizide verhindern. Verbrechen ermitteln und Straftäter aufdecken und ausfindig machen. Straftaten verfolgen. Anzeigen aufnehmen. Menschenleben schützen. Vermisste Menschen suchen. Immer zur Verfügung stehen. Rund um die Uhr erreichbar. Jederzeit einsatzbereit. Helfer in der Not. Streife fahren. Prävention. Sicherheit und Schutz geben. Gewissenhaftes und konsequentes Arbeiten. Einfühlsames Zuhören, Vernehmen und Beraten, besonders bei Opfern von Gewaltverbrechen aller Art.

Das ist die Polizei. Schaut hin, schenkt ihnen einen Blick, ein kurzes Lächeln oder Hallo. Respekt – JA. Angst – NEIN.

Beim Spaziergang, als ich einen Polizeibulli traf, gingen mir diese Gedanken durch den Kopf, weil ich der Polizei mit einem Blick ins Auto und einem kurzen Lächeln Respekt und auch Anerkennung schenke und oft Menschen erlebe, die in ihrer Körpersprache mit Unsicherheit und Angst reagieren.

Und ich schreibe, weil ich meine Erfahrungen im Umgang mit mir, als ich (als Selbstbetroffene), ein Gewaltverbrechen angezeigt habe und auch Beobachtungen, die ich im alltäglichen Leben im Umgang mit der Polizei mache, teilen möchte, um die Abschreckung vor Polizisten zu nehmen. Und das zu geben, was ich rückmelden möchte.

DANKBARKEIT.”

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Die Autorin ist uns namentlich bekannt, möchte jedoch anonym bleiben.