Sächsische Sicherheitswacht in Bayern: Polizisten ziehen “Möchtegern-Polizisten” aus dem Verkehr

20. Mai 2020 um 11:34

Sächsische Sicherheitswacht in Bayern: Polizisten ziehen "Möchtegern-Polizisten" aus dem VerkehrFür manche scheint es einen großen Reiz zu haben, wie ein Polizist aufzutreten, dabei vergessen sie, dass der Polizeiberuf viel mehr ist als einen Polizeistern zu tragen, Autos anzuhalten und Personen zu verhaften. Einen solchen “Möchtegern-Polizisten” konnten echte Polizisten nun aus dem Verkehr ziehen.

Eine Streife der Verkehrspolizei Hof (Bayern) befand sich auf der A9, als den Beamten ein Wagen auffiel, den sie kontrollierten wollten. Durch einen Trick versuchte der Fahrer einer Verkehrskontrolle zu entkommen, doch war der Fahrer nicht ganz so clever, wie er vielleicht von sich selbst dachte.

In der Anschlussstelle Hof-West fuhr der Mann ab und wendete sogleich in der Ausfahrt, um wieder auf die Auffahrt zur Autobahn zu gelangen. Was er hierbei nicht bedachte, er landete unmittelbar im abgesperrten Baustellenbereich. Die Streife konnten den Fahrer so problemlos kontrollieren.

Bereits auf den ersten Blick zeigte sich, dass die Beamten mit ihrem Verdacht richtig lagen, denn der Peugeot hatte vorne gar kein Kennzeichen und hinten befand sich ein entstempeltes Kennzeichen. Grund dafür dürfte der miserable technische Zustand des Fahrzeugs sein, weswegen auch kein Versicherungsschutz bestand. Die Fahrt war also hiermit beendet.

Im Fahrzeug fanden die Polizisten dann noch Utensilien, mit denen sich der 42-Jährige vermutlich schon das ein oder andere Mal als “Möchtegern-Polizist” aufgespielt haben dürfte. Auf dem Beifahrersitz lagen eine Schreckschusswaffe mit Munition, ein Messer, Handschellen und einen offensichtlich selbstentworfenen Dienstausweis der “Sächsischen Sicherheitswacht”.

Zudem lagen dort noch ein Polizeistern und eine Wollmütze mit Polizeistern. Das alles lag griffbereit, damit sich der 42-Jährige, wenn ihn das Polizistendasein übermannte, sogleich “in den Dienst” versetzen konnte.

Die vorgenannten Gegenstände wurden sichergestellt und neben den verkehrsrechtlichen Verstößen wird sich der 42-Jährige auch noch wegen Missbrauchs von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen und einem Verstoß gegen das Waffengesetz verantworten müssen.

 

Hinsichtlich dem Betrugsphänomen “falsche Polizisten” weisen wir auf unsere Informationen zum Thema hin.