USA als “Vorbild”? 18-Jähriger leistet nach Notrufmissbrauch Widerstand

31. Mai 2020 um 19:58

Mehrere Hundert kesseln Polizisten ein und beschimpfen sie als "Rassisten"

Mehrere Hundert kesseln Polizisten ein und beschimpfen sie als “Rassisten”

Die meisten kennen sicher die aktuellen Bilder, die uns aus den USA erreichen. Wo es nach dem Tod eines Farbigen nach einer polizeilichen Maßnahme zu Straßenschlachten und Plünderungen kommt. Der folgende Vorfall ereignete sich nicht in den USA, sondern in einer deutschen Großstadt und es scheint, als sei der Einsatz bewusst so provoziert worden.

In der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr meldete ein Anrufer der Polizei Stuttgart (Baden-Württemberg), dass es eine tätliche Auseinandersetzung mit einem Messer gegeben hatte, er “abgestochen” worden sei und nun einen Krankenwagen benötige. Sofort machten sich mehrere Streifen auf den Weg.

Doch als die Polizisten bei dem Anrufer angekommen waren, schien dieser unverletzt zu sein. Er gab auf Nachfrage auch direkt zu, dass er sich einen Spaß erlaubt habe. Der Notruf ist jedoch nicht für Spaßanrufe da, sondern für echte Notfälle. Und da der 18-Jährige sich nun wegen eines Notrufmissbrauchs und Vortäuschens einer Straftat strafbar gemacht haben könnte, wollten die Beamten seine Personalien feststellen.

Doch die wollte der 18-Jährige nicht angeben, schrie herum und sperrte sich gegen die polizeiliche Maßnahme. Die Polizei Stuttgart berichtet hierbei von “tumultartigen Szenen”. Der junge Mann musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Die Polizei Stuttgart geht davon aus, “dass der 18-jährige polizeibekannte Dunkelhäutige die Situation absichtlich herbeigeführt hat”.

Denn anschließend solidarisierten sich mehrere hundert Schaulustige, “offenbar ohne konkrete Kenntnis des Sachverhalts”, wie es im Polizeibericht heißt, mit dem vorgeblichen Opfer. Der Mob kesselte die Polizisten ein und beschimpfte sie als “Rassisten”. Es wurden insgesamt weitere 30 Streifenwagenbesatzungen zur Unterstützung zusammen gezogen um die “aggressive Menschenmenge” in den Griff zu bekommen und die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und wertet hierzu auch die polizeilichen Videoaufnahmen der Bodycams aus, die die Polizisten im Einsatz trugen. Zudem werden Zeugen gebeten sich unter Telefon 0711 8990 5778 bei der Kriminalpolizei zu melden.

 

Wie oft haben wir schon darauf hingewiesen, dass sich Außenstehende, die den Vorfall nicht komplett selbst beobachtet haben und sich nur dadurch eine Meinung bilden können, sich aus polizeilichen Maßnahmen heraus halten sollen. Gerade, wenn es so viele sind wie in diesem Fall, kann es zu brandgefährlichen Situationen kommen, für jeden (Un-) Beteiligten.

Und die Bilder, wie wir sie aus den USA zu sehen bekommen, kann doch niemand wirklich hierzulande wollen?!