Journaille der übelsten Art: Wenn Polizisten das Menschsein abgesprochen wird

16. Juni 2020 um 19:00

Journaille der übelsten Art: Wenn Polizisten das Menschsein abgesprochen wirdWir bekamen seit gestern jede Menge Nachrichten mit einem Link zu einer Kolumne in der taz. Man bat uns darum, klare Position zu beziehen. Doch wenn man den Text liest, fällt es einem schwer, Worte zu finden, die nicht gegen unsere eigenen Seitenregeln verstoßen.

Deswegen hatten wir uns dagegen entschieden, auch, um diesem von Menschenhass und Anarchie triefenden Worten keinen Raum zu bieten. Daran hat sich auch nichts geändert und deswegen gibt es an dieser Stelle auch kein Zitat und keinen Link.

Warum wir dennoch kurz darüber schreiben? Eine der Polizeigewerkschaften hat sich dankenswerter Weise dazu entschieden, gegen die Autorin Strafanzeige wegen Volksverhetzung zu erstatten und Beschwerde beim Deutschen Presserat einzureichen. Richtig so!

Das Sprachrohr der linksextremistischen Szene hetzt gerne über Polizisten und wirft ihnen Diskriminierung vor, ob begründet oder nicht. Es passt halt ins eigene Weltbild. Doch nun diskriminieren sie einen ganzen Berufsstand, weil wir Polizisten eben Polizisten sind – und merken es nicht einmal.

Die Wortwahl ist eine massive Grenzverletzung und ein Brandsatz, den die Linksextremisten zukünftig in Händen halten, weil man sich darauf berufen wird. So, wie das Bild vom G20-Gipfel in Hamburg, wo ein Kopfsteinpflaster auseinander genommen wurde, um die Steine auf Polizisten zu werfen. Der Text wird in diesen Kreisen als Legitimation für solche Aktionen gesehen werden.

Es ist eine Sache so etwas zu denken, auch darüber zu schreiben, es ist etwas ganz anderes, wenn man dazu auch noch die Pressefreiheit für sich deklariert. Das ist selbst für die taz unwürdig.

Man kann nur hoffen, dass die Sache Konsequenzen haben wird, für die Autorin und die taz als Medium!

Euer Polizist=Mensch-Team