Person of Color und Polizist: Mein Leben passt in keine Schublade

14. Juni 2020 um 12:05 Uhr

Beim Spiegel ist ein interessanter Gastbeitrag von Thilo Cablitz erschienen. Thilo ist Deutscher und Polizist. Doch passt er, wie er selbst von sich behauptet, in keine Schublade. Als Sohn einer deutschen Mutter und eines sudanesischen Vaters wurde er in Berlin geboren, wuchs dort auf und lebt heute noch in Berlin.

Aber man sieht ihm seine Wurzeln an und er wuchs auch “multireligiösen” auf. Als er seine Erfahrungen damit gemacht hatte, das er anders angesehen wurde, in Schubladen gesteckt wurde, reifte in ihm die Entscheidung zur Polizei zu gehen. Er wollte helfen, Hass bekämpfen, für Gerechtigkeit sorgen.

Und sein Werdegang liest sich beeindruckend. Er saß im Funkwagen, wurde dann Zivilfahnder, Dienstgruppenleiter und Abschnittsleiter. Schlussendlich wechselte er in den höheren Polizeivollzugsdienst und ist heute Pressesprecher der Polizei Berlin.

Je nachdem, auf wen er traf, war er “Rassist, Nazi, willenloses Machtwerkzeug des faschistischen Repressionsapparats” oder er erreichte seine Position innerhalb der Polizei nur, weil er eben so ist, wie er ist. Diskriminierung und Rassismus sind für ihn also keine Fremdworte.

Ein Auszug aus dem Gastbeitrag:

“Hört auf, in Schubladen zu denken – egal, wofür ihr eintretet. Ich bin mir bewusst, dass Vorurteile menschlich sind. Sie machen den Alltag leichter, die Welt vermeintlich verständlicher. Trotzdem sind sie immer falsch. Die Welt ist komplex, sie ist wunderbar und grausam, sie ist bunt und eintönig, sie ist vielfältig und kompliziert. Und ja, sie ist schwer in ihrer Gänze zu erfassen.”

Den vollständigen Beitrag könnt ihr hier nachlesen.