Verkehrskontrolle eskaliert: Polizist niedergeschlagen – Aggressiver Mob behindert Rettungseinsatz

18. Juni 2020 um 19:13

Verkehrskontrolle eskaliert: Polizist niedergeschlagen - Aggressiver Mob behindert RettungseinsatzGestern am frühen Abend ist in Köln (Nordrhein-Westfalen) eine Verkehrskontrolle eskaliert. Der eigentlich unbeteiligte Beifahrer schlug einen Polizisten nieder und anschließend behinderte ein aggressiver Mob den Rettungseinsatz.

Wie die Polizei Köln berichtet, führten Polizisten gegen 17:40 Uhr am Görlinger-Zentrum eine Verkehrskontrolle durch. Als die Polizisten die Papiere des 28-jährigen Fahrers prüften ergab sich der Verdacht einer Urkundenfälschung.

Nun mischte sich der 24-jährige Beifahrer permanent ein und kommentierte den Einsatz wie folgt: “Das ist doch echt lächerlich. Für so eine Scheiße macht ihr so einen Aufwand.” Weil der Beifahrer sich auch weiterhin streitsüchtig und verbal aggressiv zeigte und damit den Polizeieinsatz störte, wurde ihm ein Platzverweis erteilt.

Dann holte der Beifahrer unvermittelt aus und schlug einen der Polizisten, der durch die Wucht des Schlages umfiel und schwer verletzt liegen blieb. Weiter heißt es im Polizeibericht:

“Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich rund 150 aggressive Personen am Einsatzort und erschwerten die Versorgung des stark blutenden Beamten. Erst als weitere Unterstützungskräfte eintrafen, war es den Rettungskräften möglich, den Beamten mit Platzwunden und einem Knochenbruch in ein Krankenhaus zu bringen.”

Der 24-jährige Beifahrer wurde in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und einer Straftat nach dem Waffengesetz ermittelt, da bei seiner Durchsuchung griffbereit im Hosenbund ein verbotenes Einhandmesser aufgefunden wurde.

Der 28-jährige Fahrer muss sich wegen des Verdachts einer Urkundenfälschung verantworten.

Wir senden die besten Genesungswünsche nach Köln! Da kann man fast noch froh sein, dass die Sache nicht noch schlimmer endete.