Betrunkener Randalierer leistet Widerstand: Soldaten beschützen Zugbegleiterin und unterstützen Festnahme

7. Juli 2020 um 12:09

Betrunkener Randalierer leistet Widerstand: Soldaten beschützen Zugbegleiterin und unterstützen Festnahme

Foto mit freundlicher Genehmigung von Stephan F. F. Dinges

Am vergangenen Freitag hat ein betrunkener Reisender versucht eine Zugbegleiterin zu schlagen. Vor weiteren Angriffen wurde sie von vier Soldaten beschützt, die zufällig im Zug anwesend waren. Zudem unterstützten sie die alarmierten Bundespolizisten bei der Festnahme des Randalierers.

Wie die Bundespolizeiinspektion Köln gestern mitteilte, sei der Fahrgast eines ICE zwischen Frankfurt Flughafen und dem Hauptbahnhof Köln durch sein Verhalten aufgefallen. Er habe sich anderen Fahrgästen gegenüber aggressiv verhalten, so dass sie die Zugbegleiterin informierten.

Diese wollte den Störenfried des Abteils verweisen und zudem kontrollieren, ob dieser überhaupt ein Ticket gelöst hatte. Dach anstatt ein Ticket, welches er natürlich nicht hatte, vorzuzeigen, holte er zum Schlag aus und die Zugbegleiterin konnte gerade noch so ausweichen.

Vier Bundeswehrsoldaten wurden Zeugen dieses Vorfalles und bevor der Randalierer noch einmal zuschlagen konnte, mischten sie sich ein und hielten den Störenfried in Schach. Die Zugbegleiterin alarmierte die Bundespolizei und sorgte für einen außerplanmäßigen Halt am Bahnhof Siegburg/Bonn.

Gegenüber den Bundespolizisten verhielt sich der 20-Jährige ebenso aggressiv, sodass er zu Boden gebracht und fixiert werden musste. Diese polizeilich notwendige Maßnahme quittierte der Randalierer durch treten, schlagen, spucken, Beleidigungen und Bedrohungen.

Der massive Widerstand musste gebrochen werden und die Beamten der Bundespolizei erhielten hierbei tatkräftige Unterstützung von den Soldaten und einem Kollegen der Landespolizei Nordrhein-Westfalen, der ebenfalls zufällig zugegen war.

Der Randalierer wurde vorläufig festgenommen und startete noch im Gewahrsam mehrere Angriffe gegen die Beamten. Wie sich herausstellte, war der 20-Jährige mit über 2 Promille stark alkoholisiert. Zudem war er kein Unbekannter, war er nur einen Tag zuvor aus der Haft entlassen worden.

Dort ging es nun geradewegs wieder für ihn hin, denn der Haftrichter sah in den Tatbeständen, wegen derer nun gegen ihn ermittelt wird, nämlich Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Polizeivollzugsbeamte, Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung, Erschleichen von Leistungen und unerlaubtem Aufenthalt, genügend Gründe, um die Untersuchungshaft anzuordnen.

Wie der Polizeibericht festhält, wurde bei diesem Vorfall glücklicherweise niemand verletzt.