Ein Herz für Tiere: Nach Unfall mit Pferdeanhänger kommt Fohlen bei Polizistin unter

25. Juli 2020 um 11:56

Glück im Unglück hatte ein Fohlen bei einem Verkehrsunfall, und zwar in doppelter Hinsicht. Hierbei arbeiteten die Kollegen der zuständigen Autobahnpolizei und der nahe gelegenen Polizeiinspektion Hand in Hand zusammen, sodass die missliche Lage für alle Beteiligten optimal gelöst werden konnte.

Zum Verkehrsunfall auf der A96 war es gekommen, als bei Oberpfaffenhofen ein Mann auf die Autobahn auffahren wollte und wegen der geänderten Verkehrsführung abrupt von der Einfädelungsspur auf den rechten Fahrstreifen wechselte. Hier stieß er mit dem Pferdeanhänger eines Schweizers zusammen.

Das Problem hierbei war, dass der Anhänger derart beschädigt wurde, dass der Schweizer Autofahrer damit nicht mehr weiterfahren konnte. Zum Glück blieb das siebenmonatige Fohlen darin unverletzt. Den Anhänger konnte man nun abschleppen und reparieren lassen. Das Fohlen auf der Autobahn stehen lassen kam selbstredend nicht in Frage.

Die zuständige Streife der Autobahnpolizei Fürstenfeldbruck (Bayern) nahmen den Unfall auf und verständigte zur Unterstützung die nahe gelegen Polizeiinspektion Germering. Polizeihauptmeisterin Corinna Kolb von der Germeringer Polizei wusste auch sofort eine Lösung für das Dilemma, wie Andreas Ruch, der stellvertretende Inspektionsleiter, zu berichten weiß:

“Für Polizeihauptmeisterin Corinna Kolb, die zufällig nahe Gauting ihr eigenes Pferd stehen hat, war es keine Frage, ihren eigenen Pferdeanhänger dem Schweizer Pferdebesitzer ad hoc zur Verfügung zu stellen und damit die Situation auf der Autobahn schnell zu bereinigen.”

Ohne Umwege ging es dann auf den Pferdehof, wo die Polizistin ihr eigenes Pferd stehen hat. Dort konnte sich das Fohlen von dem Schrecken erst einmal erholen.