Widerstand nach Schlägerei: Polizistin geschlagen – Unbeteiligte mischen sich ein und pöbeln und filmen

22. Juli 2020 um 20:02

Widerstand nach Schlägerei: Polizistin geschlagen - Unbeteiligte mischen sich ein und pöbeln und filmenEs scheint dieser Tage mittlerweile völlig normal geworden zu sein, wenn sich Unbeteiligte in eine polizeiliche Maßnahme nicht nur einmischen, sondern die Kollegen sogar anpöbeln und – wie sollte es anders sein – die Maßnahme mit ihren Handys filmen. Normal ist wohl auch, dass die Kollegen tätlich angegriffen werden.

Nein, das kann und darf nicht normal sein!

In der Nacht zum vergangenen Samstag wurde der Polizei in Kassel (Hessen) von mehreren Zeugen eine Schlägerei gemeldet. Als die erste Streife vor Ort eintraf, mussten die Polizisten feststellen, dass wohl insgesamt sechs Männer zunächst eine verbale Auseinandersetzung hatten, die in einer handfesten Auseinandersetzung endete.

Vier der sechs Männer wurden am Kopf verletzt und lagen am Boden. Die jungen Männer im Alter von 18 und 19 Jahren wurden leicht verletzt. Zwei der Tatbeteiligten im Alter von 20 bzw. 22 Jahren konnten von den Einsatzkräften noch vor Ort gestellt werden.

Während die Polizisten gerade dabei waren den 22-Jährigen festzunehmen, griff der 20-Jährige eine Polizistin von hinten an und schlug ihr mit der Faust ins Gesicht. Trotz einer Verletzung gelang es den Beamten beide Tatverdächtige festzunehmen und zur Wache zu verbringen.

Beide alkoholisierten Täter wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Während sich der 20-Jährige nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie versuchter Gefangenenbefreiung verantworten muss, wird gegen den 22-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Was die Einsatzkräfte überhaupt nicht verstehen konnten: Mehrere betrunkene Unbeteiligte mischten sich in die polizeiliche Maßnahmen ein, pöbelten die Polizisten aggressiv an, unterschritten hierbei den Mindestabstand und filmten mit ihren Handys das Tätigwerden der Beamten. Die Polizisten mussten sich entschieden durchsetzen, um die Situation zu entspannen.

 

Wir wünschen der Kollegin gute Besserung!