Kommentar: Die Räumung des „Syndikat“ war eine Niederlage für Berlins Linksradikale

14. August 2020 um 12:17

Am vergangenen Wochenende wurde die Szenekneipe „Syndikat“ der Linksradikalen in Berlin geräumt. Das Haus war teilbesetzt gewesen und der neue Eigentümer sah es nicht ein, sein Eigentum nicht nutzen zu können.

Während deutsche Medien überwiegend über den Polizeieinsatz oder die Kritik daran berichtete, scheint sich der Blick von außen zu lohnen. So berichtete die Neue Zürcher Zeitung sehr ausgewogen darüber und nannte die Hausbesetzer und die Demonstranten nicht „Aktivisten“, sondern Linksradikale.

Ein Auszug:

„Diese Gruppe wirkt vergleichsweise harmlos, doch der extremistische Teil der Linken macht den Behörden zunehmend Sorgen. Das Gewaltpotenzial sei enorm gestiegen, heisst es aus Sicherheitskreisen.

[…]

Sie griffen die Sicherheitskräfte an und propagierten offen den Mord an Polizisten. […] Unterm Strich konnte die Polizei am Freitag dennoch einen seltenen Doppelerfolg verbuchen: erst mit der Räumung der Kneipe am Morgen und dann mit der Nulltoleranz-Strategie bei den Demonstrationen am Abend.

[…]

Es kommt zu den Szenen, die in der Berichterstattung über solche Aufzüge gerne als Rangeleien verharmlost werden.

[…]

Im Konflikt mit den Linksradikalen war die Räumung des «Syndikats» in Neukölln ein Etappensieg für all diejenigen, die auf Rechtsstaatlichkeit pochen und besetzte Häuser nicht als Grossstadt-Folklore abtun. Solange der Senat aber die brutalen Hausbesetzer in der Rigaer Strasse gewähren lässt, dürfte Berlin eine Hochburg der Linksradikalen bleiben.“

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