Der moderne Storch lässt liefern: Bundespolizisten heißen neue Erdenbürgerin willkommen

22. September 2020 um 12:20

Der moderne Storch lässt liefern: Bundespolizisten heißen neue Erdenbürgerin willkommen

Bild: Bundespolizei Flughafen München

Polizisten werden hin und wieder zum Geburtshelfer, worüber wir schon mehrfach berichtet haben. Im folgenden Fall hatten die Kollegen zwar gar nichts mit der Geburt selbst zu tun, dennoch kam es zu einem kurzen Polizeieinsatz. Unser Polizeibericht im Original von der Bundespolizei Flughafen München:

Früher hat man den Kindern weisgemacht, die kleinen Geschwister bringt der Storch. Heute (15. September) war es ein größerer Vogel aus Metall. Gegen Mittag ist eine Maschine einer ägyptischen Fluglinie außerplanmäßig in München gelandet. Der Vogel war auf dem Weg von Kairo nach London.

Der Grund für die „Notlandung“ war ein besonders freudiger, die Geburt eines Kindes. Mutter und Tochter sind dem ersten Anschein nach wohl auf und erholen sich in einem Krankenhaus im Umland von den Strapazen der letzten Stunden.

Im Polizeiberuf erlebt man so einiges, vor allem große Verkehrsflughäfen halten immer wieder kuriose und unglaubliche Geschichten für ihre Mitarbeiter und ihre Polizisten parat. Eine außerplanmäßige Zwischenlandung aber ist keine Seltenheit.

Dass die Maschine dann allerdings einen Passagier mehr ausspuckt, als zugestiegen sind, kommt wohl nicht so häufig vor. Hier ist dann unter anderem auch die Bundespolizei gefordert, vor Allem wenn einer der Passagiere keine Identitäts- und Reisedokumente besitzt.

Passiert ist dies heute im Erdinger Moos. Hintergrund ist jedoch weniger ein polizeiliches als ein freudiges Ereignis. Eine 18-jährige Jemenitin war zusammen mit ihrer 38-jährigen Mutter auf dem Weg mit Flug einer ägyptischen Airline von Kairo nach London, um dort in Zukunft mit Ihrem in England lebenden Partner und dem bald zur Welt kommenden Nachwuchs ihr Familienglück zu genießen.

Soweit sollte sie aber erst einmal nicht kommen. Während des Fluges setzten die Wehen ein und ein kleines Mädchen erblickte in zehntausend Metern Höhe das Licht der Welt. Mit dem zusätzlichen Passagier an Bord entschied sich der Kapitän für eine Ausweichlandung im Erdinger Moos.

Bundespolizisten, bei solchen unplanmäßigen Landungen immer an der Flugzeugtür, durften sich zu den ersten Gratulanten zählen und drückten bei der Passkontrolle ob des fehlenden Reisedokuments der kleinen Dame natürlich ein Auge zu.

Nach überstandener Geburt und überstandener Ausweichlandung erholen sich Mutter und Tochter nun in einem Krankenhaus im Flughafenumland von der ganzen Aufregung und den Strapazen der Geburt in luftiger Höhe.

 

Auch wir möchten die neue Erdenbürgerin willkommen heißen und der jungen Familie alles Gute wünschen!