Tag der Zivilcourage: Sei ein Mitmacher, aber pass auf dich auf

19. September 2020 um 20:11

Tag der Zivilcourage: Sei ein Mitmacher, aber pass auf dich aufHeute ist Tag der Zivilcourage und so möchten wir dieses wichtige Thema aufgreifen. Was bedeutet Zivilcourage? Kommen wir erst zum Wort selbst und dann zur Bedeutung.

Wir erfahren bei der Bundeszentrale für politisch Bildung, dass das Wort Zivilcourage sich aus einem lateinischen und französischen Wortstamm zusammensetzt. So kommt das Wort “Zivil” vom lateinischen “Civis”, was Bürger bedeutet. Und “Courage” kommt aus dem Französischen und bedeutet “Beherztheit” oder auch “Mut”.

Man könnte Zivilcourage also auch als “Bürgermut” bezeichnen und das kommt der Bedeutung schon sehr nahe. Denn es geht dabei ganz allgemein um den Mut für etwas oder jemanden einzustehen, ohne Rücksicht auf mögliche Folgen dessen, wobei letzteres eher Selbstlosigkeit oder Nächstenliebe bedeuten sollte, denn es geht nicht darum, sich völlig kopflos in etwas hinein zu stürzen und sich selbst eventuell zu gefährden.

DAS ist es, was Zivilcourage/Bürgermut ausmacht. Im Alltag werden insbesondere Fälle als Zivilcourage bezeichnet, in denen jemand es als seine Pflicht oder eine Selbstverständlichkeit ansah, eine Straftat zu verhindern, die Begehung einer Straftat zu beenden, sich für das Opfer einzusetzen und eine Strafverfolgung zu ermöglichen.

Auch wir haben schon über den ein oder anderen herausragenden Fall berichtet. So verhinderten erst im August dieses Jahres zwei Männer in Wuppertal eine Vergewaltigung. Ein Bundeswehrsoldat stellte sich im Herbst 2019 zwischen eine junge Frau und einen Mann der sie belästigte. Im Sommer 2019 schlug ein Mann an einem Bahnhof grundlos ein Kind, Erwachsene zeigten Gleichgültigkeit, andere Kinder verfolgten den Täter und riefen die Polizei.

Zivilcourage kann vielfältig und lohnenswert sein, für sich selbst, aber insbesondere für andere, wenn man folgende, ganz wichtige, Grundsätze nicht außer Acht lässt:

  1. Bring dich selbst nicht in Gefahr.
  2. Rufe den Polizeinotruf an.
  3. Bitte andere um Mithilfe.
  4. Präge dir Tätermerkmale ein.
  5. Kümmere dich um Opfer.
  6. Sage als Zeuge aus.

Weitere Informationen zum Thema und über die Aktion “Tu was” findet ihr im gemeinsamen Angebot der Polizeien des Bundes und der Länder unter gleichnamiger Internetseite. Dort findet ihr auch eine Suche der Kriminalpolizeichen Präventionsstellen, wo die Kollegen nicht nur über Zivilcourage informieren, sondern auch über Betrugsmaschen oder Einbruchsprävention.