Hinterhältiger Anschlag auf Mannschaftswagen: Linksextreme Gewalttäter unterwandern friedlichen Protest

14. Oktober 2020 um 19:23

Aktuell gibt es in Mittelhessen Proteste gegen den Ausbau der Autobahn A49, wozu im Dannenröder Forst Bäume gefällt werden müssen. Am vergangenen Wochenende fanden dazu eine Mahnwache und eine Fahrraddemo statt, die allesamt friedlich verliefen.

Friedlich? Fast. Allerdings muss man hier zwischen dem tatsächlich friedlich verlaufenen Protest und einem Anschlag auf einen Mannschaftswagen der Polizei Hessen unterscheiden. Der mit vier Polizisten besetzte Mannschaftswagen wurde, wie man auf dem Bild erkennen kann, rundherum mit Farbbeuteln und Steinen beworfen. Ein Hinterhalt kann zumindest vermutet werden.

Mehrere Scheiben wurden zerstört und man kann wohl von Glück sprechen, dass die Beamten mit dem Schrecken davon kamen. Die Angreifer flüchteten danach in den Wald.

Die Polizei Mittelhessen schrieb hierzu auf Twitter:

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Aus welchem Milieu die Angreifer kamen, wird an einem Bekennerschreiben deutlich, welches auf einer bekannten linksextremen Plattform veröffentlicht wurde. Neben dem üblichen herablassenden und überheblichen Geschwurbel steht dort zu lesen:

“Heute haben mir mit einigen Militanten eine besetzte Bullenkarre im Dannenröder Wald platt gemacht – letzte Warnung an die Belagerer!”

Dass die Aktion nichts, aber auch gar nichts mit Umweltschutz oder dem Anliegen der friedlich Protestierenden zu tun hat, wird durch den folgenden Satz deutlich, der ebenfalls im Bekennerschreiben zu lesen ist:

“Solidarität mit der Liebig!”

Damit nehmen die Bekenner Bezug auf die Zwangsräumung des von Linksextremisten besetzten Hauses Liebigstr. 34 in Berlin am vergangenen Freitag, über die wir berichtet hatten.

Ach ja, und noch ein Satz ist dort zu lesen:

“Gegen dieses kaputte System und seine Logik!”

Etwas mehr Selbsterkenntnis wäre zielführend, aber die darf man wegen der ideologischen Verblendung ganz offensichtlich nicht erwarten.

 

Vielleicht sollte man auch hierzulande eine Erkenntnis in der Einsatzplanung berücksichtigen, die man in der Schweiz schon vor Wochen hatte. Dort hatte der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) bereits im September davor gewarnt, dass “Linksextreme gezielt friedliche Kundgebungen” unterwandern, um dies als “Anlass für Angriffe auf die Polizei” zu nutzen. Bei diesen Angriffen stehe, so zeige die Erfahrung, “meistens die Polizei im Visier”.

So stellt der NDB fest:

“Gewalttätige rechts- und linksextreme Gruppierungen versuchten in der Vergangenheit wiederholt – und hatten damit teilweise vorübergehend Erfolg –, friedliche Protestbewegungen zu unterwandern, zu radikalisieren und als Plattformen für Gewaltanwendung zu missbrauchen.”