Maskenverweigerer eskalieren: Mehrere Polizisten verletzt

12. November 2020 um 20:03

Maskenverweigerer eskalieren: Mehrere Polizisten verletztDer Ton wird rauer auf Seiten der Maskenverweigerer. Dabei reichen die Gründe, warum diese Menschen an Orten keine Mundnasenschutz tragen, an denen eine Maskenpflicht gilt, von purem Egoismus, weil man damit nicht sich selbst, sondern andere schützt, bis hin zu den wildesten Verschwörungstheorien.

Und so passiert es immer öfter, dass diese Menschen, wenn sie von Mitarbeitern des Ordnungsamtes oder der Polizei erst einmal nur darauf hingewiesen werden, auf Krawall gebürstet sind. In den vergangenen Tagen sind deswegen mehrere Polizisten verletzt worden, einer war sogar danach dienstunfähig.

 

Am vergangenen Montagabend trafen Polizisten in Köln (Nordrhein-Westfalen) eine Personengruppe auf dem Wiener Platz an. Sie trugen keinen Mundnasenschutz und konsumierten Alkohol. Unter ihnen befand sich auch ein polizeibekannter Schläger.

Während die anderen Personen dem Platzverweis nachkamen, weigerte sich der Schläger zu gehen oder seine Personalien anzugeben. Er spuckte um sich und beschimpfte die Polizisten lautstark und wiederholt als “Nazis”.

Die Beamten brachten den 42-Jährigen zu Boden, fixierten ihn und stülpten ihm einen Spuckschutz über. Während der Fesselung verletzte sich ein Polizist leicht. Anschließend kam der Mann in den Polizeigewahrsam. Gegen ihn wird nun wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

 

Am Dienstag führte der Kommunale Vollzugsdienst und die Polizei Worms (Rheinland-Pfalz) eine gemeinsame Kontrolle durch und sie trafen auf dem Parmaplatz einen Personengruppe an, von denen zwei keinen Mundnasenschutz trugen. Ein 19-Jähriger, der keine Maske trug, verhielt sich sofort aggressiv und schrie die Ordnungshüter an.

Er verweigerte auch die Angabe seiner Personalien und als er nach Ausweisdokumenten durchsucht werden sollte, schlug er unvermittelt einen Polizisten ins Gesicht. Die übrige Gruppe solidarisierte sich mit dem 19-Jährigen und eine Mitarbeiterin des Kommunalen Vollzugsdienstes konnte einen weiteren Angriff mit dem Einsatz von Pfefferspray unterbinden.

Dennoch stürmte ein 33-Jähriger von hinten auf einen Polizisten zu und schlug ihn dann ebenfalls mit der Faust ins Gesicht. Der Beamte musste sich ärztlich behandeln lassen und war danach nicht mehr dienstfähig. Die flüchtenden Schläger konnten mit Unterstützungskräften eingeholt und identifiziert werden. Danach wurden sie aus der Maßnahme entlassen. Gegen sie wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt.

 

Wir wünschen den verletzten Kollegen gute Besserung! Für die Maskenverweigerer haben wir, egal aus welchen Gründen sie keinen Mundnasenschutz tragen, kein Verständnis.