Nächtlicher Großinsatz: Mann schießt auf Polizeifahrzeug und verletzt Polizisten – Täter stirbt bei Schusswechsel

23. November 2020 um 20:01

Nächtlicher Einsatz: Mann schießt auf Polizeifahrzeug und verletzt Polizisten - Täter stirbt bei SchusswechselGestern Abend gegen 21 Uhr kam es in Meckenheim (Nordrhein-Westfalen) zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, dass jemand auf offener Straße um sich schießen würde.

Als die erste Streife vor Ort eintraf, wurde das Polizeifahrzeug sofort von dem Mann beschossen. Ein Polizist wurde im Streifenwagen von einem Projektil an der Hand getroffen. Er wurde schwer verletzt in eine Krankenhaus gebracht, wo er sich immer noch befindet.

Als weitere Unterstützungskräfte und das alarmierte Spezialeinsatzkommando (SEK) eingetroffen waren, kam es zum Schusswechsel. Hierbei starb der Schütze an Ort und Stelle. Wie die Ermittlungen vor Ort zeigten, hatte der Schütze nicht nur in die Luft, sondern auch auf Wohnhäuser geschossen und es ist nur Glück zu verdanken, dass hierbei niemand sonst verletzt wurde.

Am heutigen Tag wurde die Obduktion bei dem Angreifer durchgeführt. Es zeigte sich, dass der Schütze von drei Projektilen getroffen wurde. Zwei Treffer waren nicht tödlich, der dritte und tödliche Treffer zeigte sich als sogenannter aufgesetzter Schuss. Es wird davon ausgegangen, dass der Schütze sich selbst richtete.

„Bei der Durchsuchung der Wohnung des 44-Jährigen wurden neben Messern, Macheten und einer Axt auch eine große Menge Munition, sowie mehrere Lang- und Kurzwaffen aufgefunden und sichergestellt“, heißt es weiter im Polizeibericht. Nicht alle Waffe habe der Sportschütze rechtmäßig besitzen dürfen.

Das Tatmotiv liegt mutmaßlich im privaten Bereich, für ein politisches oder religiöses Motiv gebe es keine Hinweise. Während der Tatausführung trug der Schütze zwei Kurzwaffen und Munition bei sich.

 

Gestern hatten noch etliche Kommentatoren ein Problem damit, dass ein Kollege sich mit einer MP5 hier bei uns gezeigt hatte. Naja…

Wir wünschen dem verletzten Kollegen eine vollständige Genesung und gute Verarbeitung dieses gefährlichen Einsatzes. Den Angehörigen des Verstorbenen gilt unser Mitgefühl.