Diensthündin erfolgreich: “Smilla” hat ein gutes Gespür für “Schnee”

23. Januar 2021 um 11:57

Diensthündin erfolgreich: "Smilla" hat ein gutes Gespür für "Schnee"

Bild: Polizei Mülheim an der Ruhr

Manch einer von euch kennt den Roman Fräulein Smillas Gespür für Schnee des dänischen Schriftstellers Peter Høeg. Zwar geht es im folgenden Fall nicht um ein Kapitalverbrechen wie im Roman, doch es geht hier wie da um die Aufklärung eines Kriminalfalles der irgendwie mit Schnee zu tun hat. Unser Polizeibericht im Original von den Kollegen der Polizei Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen):

 

Gegen 18:40 Uhr kontrollierte eine Funkstreife auf der Aktienstraße einen VW Golf aus der Hansestadt Bremen. Im Pkw saßen zwei Männer im Alter von 28 und 52 Jahren.

In der Mittelkonsole stießen die Polizisten auf eine größere Menge Bargeld in Pfund- und Euro-Scheinen. Zudem roch es aus dem Auto nach Cannabis. Jetzt könnte man denken, man findet Betäubungsmittel auch mit dem eigenen Riecher. Aber weit gefehlt. Die Beamten forderten die Schutz- und Rauschgiftspürhünden “Smilla” an.

Der 3-jährige Vierbeiner war nämlich gerade mit seinem Herrchen auf Streife unterwegs. Das Team machte sich auf den Weg zur Aktienstraße. Dort zeigte die Fellnase ihr ganzes Können. Sie ließ sich nicht vom Eigengeruch des stark riechenden “Grases” irritieren, sondern zeigte mit ihrem feinen Näschen zirka 200 Gramm vermeintliches Kokain unter dem Fahrersitz an. “Smilla” bekam nach dem erfolgreichen Einsatz ihr Lieblingsspielzeug zum weiteren Austoben und ein Leckerchen.

Für die beiden mutmaßlichen Drogenhändler klickten die Handschellen. Sie nächtigten im Polizeigewahrsam. Am nächsten Morgen vernahm sie das Rauschgiftkommissart. Nach ihren Vernehmungen entschied die Staatsanwaltschaft Duisburg die Freilassung des jüngeren.

Gegen den älteren Hauptverdächtigen ordnete das Amtsgericht Mülheim an der Ruhr eine Untersuchungshaft, wegen Verdachts des illegalen Handels in nicht geringer Menge von Kokain, an. Für ihn ging es direkt in die JVA. Gegen seinen möglichen Begleiter sind die Ermittlungen noch in vollem Gange.