Fünfjähriger wendet sich an Stadtteilpolizisten: Fahndung nach gestohlenem Plastik-Tieflader

28. Januar 2021 um 12:07

Kinder sollten schon sehr früh lernen, dass sie sich in einer Notsituation vertrauensvoll an einen Polizisten wenden können. Das bedingt wiederum, dass ihre Eltern es ihnen beibringen und nicht selbst ein gestörtes Verhältnis zur Polizei haben. Das war schon mehrfach Thema bei uns.

Ein Vorfall aus Münster (Nordrhein-Westfalen) zeigt, wie das idealer Weise ablaufen kann. Da spielte nämlich der fünfjährige Janosch mit seinem kleinen Bruder auf einem Kinderspielplatz. Mit einem Tieflader aus Plastik spielten die beiden im Sandkasten, als dann die Rutsche ihre volle Aufmerksamkeit erhielt.

Als die beiden Brüder wieder im Sand weiterspielen wollten, war der Tieflader weg. Schnell wurde der Tieflader auf dem Spielplatz gesucht, auch Erwachsene beteiligten sich an der Absuche. Doch erfolglos.

Für Janosch stand nun fest, dass das ein Fall für die Polizei sei. Mit der Absicht den Diebstahl anzuzeigen, trat Janosch den Heimweg an und traf hierbei auf zwei Stadtteilpolizisten. Er erzählte den beiden traurig von dem Diebstahl.

Die Beamten nahmen die Sache ernst. Einer der Polizisten hockte sich hin, um sich so mit dem Fünfjährigen auf Augenhöhe zu begeben, stellte ein paar Fragen und machte sich Notizen in seinem Notizbuch. Ein Bild dazu findet sich im unten verlinkten Artikel.

So wussten die Ordnungshüter genau, wonach sie fahnden müssen und versprachen Janosch, wenn sie den Tieflader finden sollte, werden sie ihn in seine Kita oder zu ihm nach Hause bringen.

Janoschs Vater berichtet der Westfälischen Zeitung, wie beeindruckt sein Sohn von der freundlichen Art der beiden Polizisten war und sieht sich in seiner Ansicht bestätigt: “Ein schönes Beispiel für die Wichtigkeit der Polizei in Münsters Viertel”, sagt er, und wie wichtig es sei, dass Kinder früh lernen, dass die Polizei Freund und Helfer sei.