Mein Freund und Einbrecher: Polizisten befreien Mutter und Kind aus misslicher Lage

9. März 2021 um 18:59

Mein Freund und Einbrecher: Polizisten befreien Mutter und Kind aus misslicher Lage

Bild: Kreispolizeibehörde Wesel

Wir Polizisten haben Straftaten zu erforschen und dazu gehört auch den sogenannten modus operandi zu ermitteln. Damit wissen wir nicht nur, was ein Täter, zum Beispiel ein Einbrecher, gemacht hat, sondern auch wie er das gemacht hat; verwendete Tatmittel inklusive.

Wir wissen also wie Einbrecher denken und wie sie vorgehen. Dieses Wissen können wir nicht nur zur Straftatenaufklärung nutzen, sondern auch, um, wie im folgenden Fall der Kollegen in Rheinberg (Nordrhein-Westfalen), eine Mutter und ihr Kind aus misslicher Lage zu befreien. Unser Polizeibericht im Original:

 

Hätte unser Kollege seine Weste nicht an, man könnte ihn glatt für einen Einbrecher halten. Um es mal vorweg zu nehmen: Er will tatsächlich das auf Kipp stehende Fenster entriegeln, um in die Wohnung zu kommen.

Denn um kurz nach 18.00 Uhr hatte sich in Eversael eine mittelschwere Katastrophe ereignet: Eine junge Mutter war auf den Balkon gegangen und ihr eineinhalbjähriges Töchterchen hatte kurzerhand die Tür zugedrückt. Mit einem schwerwiegenden Nebeneffekt: Die Tür hatte sich verriegelt und Mama kam nicht mehr herein.

Die herbeigerufenen Polizisten eilten zur Hilfe, besorgten sich eine Leiter in der Nachbarschaft und schwangen sich aufs Fenstersims. Mit Erfolg.

Kurze Zeit später waren die kleine Türschließerin und ihre Mama wieder vereint. Und die war nicht nur deshalb überglücklich. Denn: Durch die Kollegen hatte sie viel Geld für den Schlüsseldienst gespart.

 

Und die Moral von der Geschichte: Möchtet ihr verhindern, dass Einbrecher leichtes Spiel haben, denkt beim Verlassen des Hauses immer daran, dass alle Fenster und Türen verschlossen sind 😉