Selbstlose Lebensrettung aus Fluss: Polizist wird vom Präsidenten des DLRG ausgezeichnet

15. März 2021 um 11:58

Die selbstlose und nicht ungefährliche Lebensrettung eines Beamten der Polizei Schweich (Rheinland-Pfalz) ist zwar schon ein paar Monate her, doch nun wurde ihm Ehre und Anerkennung zuteil, indem er vom Präsidenten der Deutschen Lebensrettunggesellschaft (DLRG) ausgezeichnet wurde.

 

Es war der 2. November 2020 als Polizisten im Bereich Mehring auf der Suche nach einer männlichen angetrunkenen Person waren, die von einer Gaststätte aus nach Hause gehen wollte, dort aber nie ankam.

Es war wohl eine glückliche Fügung, dass gerade in dem Moment zwei Polizisten an der Schiffsanlegestelle Mehring nach dem Vermissten Ausschau hielten, als dieser dort in die Mosel fiel. Die Beamten hörten ein Plantschen und leise Hilferufe.

Der junge Mann drohte von der Strömung abgetrieben zu werden und in seiner Todesangst fuchtelte er schon nur noch wild mit seinen Armen. Einer der Polizisten sprang fast in voller Montur ins Wasser und schwamm zu dem Mann.

Es gelang ihm den Mann zu ergreifen, Richtung Ufer zu ziehen und dort sicher an Land zu bringen. Der alarmierte Rettungsdienst stellte bei ihm eine Unterkühlung fest und brachte ihn in ein Krankenhaus, wo er sich erholen konnte und mit einem blauen Auge davon kam.

 

Nun wurde der 44-jährige Polizist Michael Teusch für seine Lebensrettung vom Präsidenten des DLRG, Achim Haag, in einer kleinen Feierrunde ausgezeichnet. „Das ist schon etwas sehr besonderes, wenn ein Mensch den Mut hat, so etwas zu tun“, gestand Haag in seiner Festrede ein (Bilder im verlinkten Artikel).

Polizist Teusch:

„Ich habe mir damals überhaupt keine Gedanken gemacht, wie gefährlich das sein kann, bei solch niedrigen Temperaturen in die Mosel zu springen. Das kam alles erst sehr viel später. Im Vordergrund stand einfach, ein Menschenleben zu retten.“

Ehre, wem Ehre gebührt!