Weggegangen, Platz vergangen: Flauschiger Kollege schafft Einstellungsprüfung als Polizeipferd leider nicht – Stockmaß reicht nicht

17. März 2021 um 20:22

Weggegangen, Platz vergangen: Flauschiger Kollege schafft Einstellungsprüfung als Polizeipferd leider nicht - Stockmaß reicht nicht

Bild: Polizei Bochum

Der Polizeidienst hält nicht nur Überraschungen parat, die einen nachdenklich machen oder weniger schön sind. Es gibt auch kuriose, lustige, amüsante Dinge, die wir Polizisten erleben. So wie die folgende Geschichte der Polizeireiterstaffel Bochum (Nordrhein-Westfalen):

 

“Weggegangen, Platz vergangen?” Dass dieses Kindersprichwort auch für Polizeipferde gilt, hätte wohl auch unser Alessandro nicht für möglich gehalten. Der Rheinländer macht jetzt schon ein paar Jahre Dienst bei der Landesreiterstaffel NRW, die organisatorisch zum Polizeipräsidium Bochum gehört – aber die flauschige Überraschung, die ihn vor einigen Tagen auf einer Routine-Streife in Mönchengladbach erwartet hat, lässt auch seine zweibeinigen Kolleginnen und Kollegen staunen.

Es ist ein sonniger Sonntagnachmittag in Mönchengladbach – die Landesreiterstaffel NRW ist dort auf Streife in Hoppbruch. Auf dem Weg zurück wartet bereits ein kleiner und flauschiger Vierbeiner im Anhänger: ein Spielzeugpferd. Gerade noch auf einem nahen Sperrmüllhaufen gesehen, steht es jetzt einfach so im Transporter – und macht so unserem echten Polizeipferd seinen Platz streitig. Da ist erst einmal ausführliches Beschnuppern angesagt. Vielleicht wäre das ja ein adäquater Kollege.

Die Landesreiterstaffel sucht schließlich regelmäßig neue Dienstpferde – und wenn sie direkt im Pferdeanhänger zu finden sind, sagt man nicht sofort nein. Nach einer ersten Einstellungsprüfung klappt das aber leider nicht: Der kleine Plüschkollege schafft das Mindeststockmaß von 1,68 Meter knapp nicht.

Deswegen muss er seinen Platz im Anhänger dann doch wieder für Alessandro freimachen und wieder zu seinem Ursprungsplatz zurück. Er blickt dem Polizei-Transporter hinterher und hofft, noch jemand anderes an diesem Tag eine Freude zu bereiten.

Den Kolleginnen und Kollegen, aber sicher auch den Tieren, hat dieser kleine Zwischenfall auf jeden Fall ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Etwas, das uns allen gerade zu diesen Zeiten gut tut. Deswegen sagen wir herzlich Dankeschön – wem auch immer wir diese schöne Geschichte zu verdanken haben.