Fast wie eine Visitenkarte: Einbrecher hinterlässt Spuren im Schnee – Festnahme

11. April 2021 um 12:14

Einbrecher hinterlassen immer Spuren am Tatort. Meist sind es eher die Schäden, die sie anrichten und manchmal sogar den Wert des Stehlguts weit übertreffen. Eine Visitenkarte hinterlässt zwar keiner, es gab aber auch schon Fälle, wo der Tatverdächtige einen Ausweis am Tatort verloren hatte.

Das bedeutet dann wenig Ermittlungsaufwand und einen geklärten Fall. Den hatten auch die Kollegen im Bezirk Gemunden (Oberösterreich), denn dort war es in der vergangenen Woche zu einem Einbruch in einen Kiosk gekommen. Der Täter hatte in Bad Ischl mit einem Tonblumentrog die Glasfüllung der Tür eingeschlagen.

Dann stahl der Täter etwas Bargeld und mehrere Stangen Zigaretten. Das Stehlgut verstaute dieser in seinem Rucksack und machte sich von dannen. Ob sich der Täter Gedanken darüber machte, nur bloß keine Spuren am Tatort zurück gelassen zu haben, damit man ihn nicht ermitteln kann, wissen wir nicht.

Fest dürfte allerdings stehen, dass er nicht mit dem rechnete, was dann geschah. Die Polizisten, die auf Grund eines Alarmeingangs zum Kiosk beordert wurden, stellten im frisch gefallenen Schnee Schuhspuren fest, die vom Kiosk wegführten.

Also nahmen die Beamten die Verfolgung auf und konnten gute 2,5 km später den Tatverdächtigen kurz vor seinem Wohnort stellen. Was blieb dem 34-Jährigen anderes übrig, als die Tat und das Motiv, nämlich Geldnot, zu gestehen. Das Stehlgut wurde dem rechtmäßigen Besitzer zurück gegeben und der Mann darf sich über eine Anzeige und seine Spuren im Schnee, die die Ermittler geradewegs zu ihm führten, „freuen“.