Vermutlich in Unfall verwickelt: Polizisten kümmern sich um benommenes Reh

13. April 2021 um 19:54

Vermutlich in Unfall verwickelt: Polizisten kümmern sich um benommenes Reh

Bild: Polizeiinspektion Sonneberg

Jedes Jahr, inbesondere im Frühjahr, geschehen viele Wildunfälle. Normaler Weise fährt man nicht einfach weiter, sondern kümmert sich um die Sache. Das bedeutet, man ruft die Polizei an, die den Unfall aufnehmen und/oder den Jagdaufseher informieren kann. Oder man ruft selbst den Jagdaufseher, wenn man ihn denn kennt.

Gerade dann, wenn das Wildtier sich nicht mehr an der Unfallstelle befindet, soll der Jagdaufseher sich um das sehr wahrscheinlich verletzte Tier kümmern können. Im schlechtesten Fall fährt derjenige einfach weiter und überlasst das verletzte Tier sich selbst. Damit muss es unnötig Schmerzen erleiden und man handelt zudem ordnungswidrig, was mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann.

So wird es wohl auch im folgenden Fall gewesen sein, als sich ein Anwohner aus Neuhaus-Schierschnitz (Thüringen) bei der Polizei meldete. Er hatte ein junges Reh beobachtet, wie es versuchte eine Böschung hinauf zu kommen, dies aber offenbar nicht schaffte.

Die Polizisten sahen sich das Reh an und es wirkte tatsächlich benommen. Da es äußerlich keine Verletzungen hatte, wollten die Beamten nicht zur Notlösung greifen und riefen den Jagdaufseher hinzu.

Dieser schloss sich der Beurteilung der Polizisten an, so dass das Reh eingefangen und einer privaten Pflegestelle zur ärztlichen Versorgung übergeben wurde. Man geht davon aus, dass das Reh in einen Unfall verwickelt war und sich deshalb in hilfoser Lage befand.