Gefährlicher Ausflug ins Wasser: Polizisten retten Reh

21. Mai 2021 um 11:56

Nicht nur Straßen zu Lande können gefährlich für Wildtiere werden, auch befahrene Wasserstraßen sind nicht ungefährlich und im folgenden Fall konnten Polizisten rettend eingreifen.

Ein besorgter Bürger hatte sich bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass er ein Reh im Main-Donau-Kanal schwimmend wahrgenommen hatte. Die Nähe zu den dort fahrenden Schiffen ließen den Anrufer nicht ruhen, so dass er die Polizei alarmierte.

Feuerwehr, Polizei und Wasserschutzpolizei Bamberg (Bayern) machten sich auf den Weg, um das Reh zu retten. Die Beamten konnten den Rehbock ausfindet machen, doch als sie ihn einfangen wollten, sprang dieser wieder in die Fluten.

Den Polizisten der Wasserschutzpolizei gelang es in der Flussmitte schließlich, das Tier in das Streifenboot zu ziehen. Damit das Tier sich und andere nicht verletzen kann, wurde es vorsichtig gefesselt, denn es schien Todesangst zu haben.

In Rücksprache mit einem Jagdaufseher wurde der Rehbock zu einem nahen Naturschutzgebiet gebracht und dort aus dem Verbringungsgewahrsam in die Freiheit entlassen.

Elmar Mackert, Leiter der Wasserschutzpolizei Bamberg, fand, dass dies ein schöner Einsatz war (Bild im verlinkten Artikel), “weil du genau das tust, für was du als Polizist eingestellt wurdest. Du hilfst jemanden anderen. In diesem Fall einem Tier. Vielleicht ist es ein bisschen kitschig, aber als wir das Tier ausgesetzt haben und es so in den Sonnenuntergang gelaufen ist – das war einfach ein wunderschönes Bild für den Abschluss des Tages.”