Bekennerschreiben aus linksextremer Szene: Brandanschlag auf Bereitschaftspolizei Bremen

10. Juni 2021 um 19:48

Am vergangenen Wochenende ist es zu einem Brandanschlag auf die Bereitschaftspolizei in Bremen gekommen. Wie die Polizei Bremen mitteilt, hatten unbekannte Täter von der Rückseite des Geländes mehrere Brandsätze auf das Unterkunftsgelände geschleudert.

Drei Gruppenwagen (GruKW) und ein Bus brannten völlig aus, vier weitere Streifenwagen wurden durch die Hitzeentwicklung ebenfalls beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

Mittlerweile ist aus der linksextremen Szene eine Bekennerschreiben aufgetaucht, das als authentisch angesehen wird. Darin ist neben dem üblichen linksextremen Geschwurbel ist darin die Rede von „Anti-Kapitalismus“ und „staatlicher Repression“. Polizisten werden als „Mörder“ und „Schweine“ bezeichnet und entmenschlicht.

 

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer bezeichnete die Tat als Irrsinn und er ging noch vor Auftauchen des Bekennerschreibens davon aus, „dass es sich um einen linksradikalen Anschlag handelt“.

„Das ist ein Anschlag auf unser aller Sicherheit“, heißt in einer Stellungnahme Mäurers.

 

Wie Einlassungen verschiedener Politiker in diesem Zusammenhang zu werten sind, kann sich jeder selbst ausdenken, wenn man bedenkt, dass im vergangenen Jahr die Polizeiarbeit in Bremen durch ein neues Polizeigesetz erschwert wurde, indem man einen Polizeibeauftragten mit weit reichenden Befugnissen installierte, die Ausweis- und Kennzeichnungspflicht für Polizisten einführte, die anlasslose Kontrollen abschaffte und jede kontrollierte Person das Recht auf eine Kontrollquittung bekam.