Pandemie? Polizisten lösen größere Partys auf und werden Ziel tätlicher Angriffe

12. Juni 2021 um 20:23

Stimmung wird aggressiver

Nach Düsseldorf, Stuttgart und Hamburg, sowie anderen zahlreichen Städten, kam es in der vergangenen Nacht in Münster und Köln (Nordrhein-Westfalen) bei der Auflösung mehrere Partys zu tätlichen Angriffen auf Polizisten und Mitarbeiter der Ordnungsämter. Mehrere Personen wurden verletzt.

 

Mindestens 1.000 Menschen hatten sich demnach am Aachener Weiher bei Köln zusammen gefunden, um zu feiern. Beobachter sprachen von einer Festivalstimmung. Als Beamte der Polizei Köln und Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes anrückten, um die Party aufzulösen, eskalierte die Situation.

Die Ordnungshüter wurden beschimpft und beleidigt. Aus den Reihen der Feiernden flogen Flachen auf sie. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes wurde direkt getroffen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Des Weiteren wurden zwei Polizisten durch die tätlichen Angriffe leicht verletzt.

Erst nachdem eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei mit Schutzausstattung angerückt war, konnte die Party aufgelöst werden. Die Polizei und die Stadt Köln haben bereits angekündigt, für heute Abend und die Nacht die Zahl der Einsatzkräfte zu verdoppeln. Zudem soll die Reiterstaffel zum Einsatz kommen.

 

In Münster zeigte sich an den Aaseewiesen ein ähnliches Bild, obwohl dort zunächst der Einsatz ruhig verlief. Wie die Ordnungshüter von Stadt und Polizei bei Ausleuchtung durch das Technische Hilfswerk feststellten, hielten sich die Feiernden an das Glasflaschenverbot. Musik wurde, wo zu laut, herunter geregelt.

Auch Verstöße gegen das Parkverbot hielten sich in Grenzen und Mitglieder der Poserszene waren nur vereinzelt anwesend. Später kippte dann vermutlich mit dem Grad der Alkoholisierung die Stimmung, die zunehmend aggressiver wurde.

Nach mehreren Körperverletzungsdelikten und wegen mehrerer Randalierer mussten die Ordnungshüter eingreifen. Sie wurden während der Maßnahmen teils mit Pyrotechnik beworfen. Lautsprecherdurchsagen zur Räumung der Örtlichkeit wurden überwiegend nicht befolgt.

Bei den Ermittlungen zu einem Körperverletzungsdelikt leistete ein Beteiligter Widerstand und verletzte einen Polizisten leicht. Wie auch in Köln kam in Münster die Bereitschaftspolizei zum Einsatz und gegen 02:15 Uhr erfolgte die vollständige Räumung.

Aus Frust über das Ende der Party begingen manche abziehenden Gäste mehrere Sachbeschädigungen an Blumenkübeln und Fahrrädern. Die Polizei Münster ermittelt nun unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten, Beleidigung, Widerstands gegen Vollzugsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Fünf Personen kamen in Gewahrsam.

Polizei und Stadt Münster nannten noch keine konkreten Folgen, werden aber in enger Abstimmung für heute Konsequenzen aus der vergangenen Nacht ziehen.

 

„Sch…. auf Pandemie, ich will feiern!“ So oder so ähnlich denken die Partywilligen wohl. Der Drang bei schönem Wetter nach draußen zu gehen und etwas Normalität zu genießen ist absolut nachvollziehbar. Allerdings herrscht immer noch eine Corona-Pandemie und wir sollten uns alle solidarisch zurückhalten.

Schließlich sind die Aussichten gar nicht so schlecht, denn mit jedem weiteren Geimpften wird die Lage besser und wo es die Inzidenz zulässt, dort wurden und werden die Regeln auch gelockert.

Solche Angriffe auf Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter sind nicht zu tolerieren und dürfen nicht folgenlos bleiben! Gute Besserung an alle Verletzten!

 

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