Hochwasserkatastrophe: Wichtige Informationen

24. Juli 2021 um 12:02

Im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben die Behörden wichtige Informationen für Anwohner und Helfer veröffentlicht, die wir an dieser Stelle zusammen fassen möchten.

 

Ein ganz großes Problem stellt die Verkehrssituation dar. Damit ist weniger die Tatsache gemeint, dass die Infrastruktur durch unterspülte oder beschädigte Straßen und Brücken teilweise zusammen gebrochen ist. denn die Versorgung der Bevölkerung ist auch aus der Luft möglich und die Luftversorgung wird auch täglich durch Hubschrauber der Polizei und der Bundeswehr gewährleistet.

Es sind eher die vielen Helfer gemeint, die nun gerade zum Wochenende in die Krisengebiete fahren, Staus verursachen und die Straßen zuparken. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich allen danken, die sich als freiwillige Helfer anbieten. Doch die Hilfe wird nicht nur jetzt benötigt, sondern mit Sicherheit auch noch nächste Woche und auch in den nächsten Wochen.

Was auf keinen Fall geht, ist sein Fahrzeug einfach irgendwo stehen zu lassen, wie unlängst auf der A61 bei der Ausfahrt Rheinbach. Dort hatten 20 Fahrer ihre Fahrzeug auf der Autobahn stehen lassen und die Polizei musste sie abschleppen lassen.

Es dürfen durch geparkte Fahrzeuge weder Gefahrenstellen entstehen, noch dürfen Versorgungswege blockiert werden. Nutzt die ausgewiesenen Parkplätze und nutzt den Shuttleservice, um in das Krisengebiet zu gelangen.

 

Die Polizei Koblenz warnt heute ausdrücklich davor, überhaupt noch anzureisen. Sämtlich Parkplätze seien belegt und der Shuttleservice ausgelastet. Die Verkehrssituation sei prekär, Versorgungswege seien überlastet.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei Koblenz darauf hin: “Die Hilfe wird ganz sicher noch über einen langen Zeitraum benötigt und wird bestimmt auch noch an anderen Tagen und an anderer Stelle dankend entgegengenommen.”

Nutzt die vorhandenen Helferportale im Internet, um benötigte Hilfe koordiniert leisten oder anfordern zu können. Für die Katastrophengebiete in Rheinland-Pfalz ist das unter fluthilfe.rlp.de möglich.

 

In den vergangenen Tagen wurden bei Aufräumarbeiten mehrfach Waffen und Munition gefunden, teilweise waren die Waffen auch geladen. Bitte auf keinen Fall die Waffen an sich nehmen und damit herum hantieren. Ruft den Notruf oder sprecht die Kollegen vor Ort an, die sich darum kümmern.

 

Fahrt bitte nicht in die Katastrophengebiete, um einen Ausflug zu machen oder “einfach mal zu schauen, wie das jetzt aussieht”. Wir haben oben bereits auf die Verkehrssituation hingewiesen und Katastrophentouristen sind genau das, was die Helfer und Retter im Moment überhaupt nicht gebrauchen können.

 

Tragt beim Helfen in den Katastrophengebieten wasserdichte Handschuhe. Die Fluten haben dafür gesorgt, dass sich Heizöl und Fäkalien an allem befinden können, was ihr anfasst. Schützt euch vor diesen Bakterien durch das Tragen der Handschuhe. Aus diesem Grund eignet sich das Wasser der betroffenen Flüsse und Bäche momentan auch nicht zum Abspülen bzw. Säubern.

Teilweise ist das Abkochen von Wasser notwendig. Die örtlichen Behörden informieren darüber.