Helfer in der Hochwasserkatastrophe: „Was wir hier sehen und erleben, ist schwer in Worte zu fassen“

1. August 2021 um 12:09

Helfer in der Hochwasserkatastrophe: "Was wir hier sehen und erleben, ist schwer in Worte zu fassen"

LFV-SH, Mobiler Führungsstab Schleswig-Holstein/THW

Aus dem ganzen Bundesgebiet sind Helfer im Einsatz, um denjenigen zu helfen, die in der Hochwasserkatastrophe vieles – oder sogar alles verloren haben. Einerseits gehts um die konkrete Hilfe, aufräumen, sauber machen, retten was noch zu retten ist.

Doch für Anwohner und Helfer braucht es auch eine andere Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten, zu sortieren, greifbar zu machen. Seelsorge, Notfallseelsorge und Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) sind im Katastrophengebiet im Einsatz, um jedem dabei zu helfen, das alles zu verarbeiten.

Helfer in der Hochwasserkatastrophe: "Was wir hier sehen und erleben, ist schwer in Worte zu fassen"

LFV-SH, Mobiler Führungsstab Schleswig-Holstein/THW

„Das Schlimmste für die Bevölkerung hier ist der festgetrocknete Schlamm in den Wohnungen. Wir helfen, wo wir können: Wir fällen Bäume, bergen Fahrzeuge, tragen Möbel heraus, stellen die Wasserversorgung sicher und sind auch für den Brandschutz hier. Was wir hier sehen und erleben, ist schwer in Worte zu fassen. Das Leid der Bürger bedrückt mich“, sagt Stephan Nieber, Bereitschaftsführer der 2. Feuerwehrbereitschaft Pinneberg in Schleswig-Holstein.

Mit im Gepäck hat die Feuerwehr auch Pastorinnen und Pastoren der PSNV. Notfallseelsorgerin Margarethe Kohl: „Normalerweise rücken wir eine Stunde nach einem schweren Unglück an. Das war dieses Mal anders. Hier gibt es Menschen, die haben seit zehn Tagen nicht geduscht. Ihr Haus können sie nicht mehr betreten. So eine Situation kann sich kaum jemand vorstellen.“