In letzter Sekunde: Polizisten werden zweimal zu Lebensrettern

4. September 2021 um 12:22

Beherztes Eingreifen und Kommissar Zufall haben in den vergangenen Tagen Polizisten in Niederösterreich (Österreich) zweimal zu Lebensrettern werden lassen. Zum Glück jeweils im richtigen Moment, denn die Sache hätte ganz anders ausgehen können.

 

Polizist Christian Rucker befand sich gerade auf Streife in Loich, als er an einem Haus vorbei kam, bei dem aus mehreren Fenstern dichter Rauch ausströmte. Da der Beamte seinen Bezirk kennt und wusste, dass in dem Haus ein allein lebender Mann wohnt, schritt er sofort zur Tat.

Er lief um das Gebäude herum. “Alles war verschlossen, ich vermutete aber, dass der Besitzer drinnen ist”, berichtet Christian. Dann schnappte er sich eine Eisenstange, die im Garten lag, und schlug damit die Terrassentür ein.

Bei seiner Absuche konnte der Polizist den Hausbewohner schlafend im Schlafzimmer vorfinden. Also weckte er ihn und brachte ihn ins Freie. Mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung kam der Mann in ein Spital. Als Ursache für die Rauchentwicklung stellte sich später ein defekter Heizungskessel im Keller heraus.

 

Bei der zweiten Lebensrettung handelte es sich um die Vermisstensuche nach einem abgängigen Senior. Der 74-Jährige war aus dem Klinikum in Bad Pirawarth abgängig und Angestellte des Klinikums hatten die Polizei informiert, da der Mann dement ist und unter weiteren Krankheiten leidet.


Nach einem Hinweis untersuchten die Gruppeninspektoren Andreas Ehmoser und Thomas Ernst (siehe Bild) das Waldstück ab und konnten den Vermissten in einem Bachlauf feststellen. Der Senior steckte offenbar im Schlamm fest und konnte sich noch an einem Ast festhalten.

Die Polizisten stiegen ins Wasser und retteten den unterkühlten und schon kraftlos gewordenen Senior aus seiner misslichen Lage. Er kam wieder zurück ins Klinikum, wo er medizinisch versorgt wurde.