Auf Flucht vor Verkehrskontrolle: Tödlicher Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Streifenwagens

20. November 2021 um 20:18

Auf Flucht vor Verkehrskontrolle: Tödlicher Verkehrsunfall unter Beteiligung eines StreifenwagensIm Salzburger Land (Österreich) ist es vorgestern Abend zu einem tragischen Verkehrsunfall gekommen, als ein Mopedfahrer vor einer Verkehrskontrolle flüchtete. Während der Flucht kam es zum Zusammenstoß zwischen Streifenwagen und Moped, bei dem der jugendliche Fahrer starb.

Im Polizeibericht heißt es dazu, dass einer Streife ein „unbeleuchtetes Moped mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit und nicht ablesbarem Kennzeichen“ aufgefallen war. Die Polizisten entschlossen sich eine Verkehrskontrolle durchzuführen und gaben Anhaltezeichen, darunter auch eingeschaltete Sondersignale.

Der Mopedfahrer entschloss sich allerdings, die Flucht weiter fortzusetzen. Auf einem Feldweg kam der Zweiradfahrer aus noch unbekannten Gründen zu Fall. Der Fahrer des nachfolgenden Streifenwagen versuchte noch durch eine Vollbremsung und eine Ausweichbewegung die Kollision zu verhindern, was jedoch nicht gelang.

Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen, auch unter Beteiligung eines Notarztes, blieben erfolglos, so dass der 15-Jährige an Ort und Stelle verstarb.

Warum der Mopedfahrer flüchtete ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, die von der Landesverkehrsabteilung mit Unterstützung des Landeskriminalamtes geführt werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sicherstellung der beteiligten Fahrzeuge und die Obduktion des Leichnams an.

Die Hinterbliebenen werden durch ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut, den beiden körperlich unversehrt gebliebenen Polizisten steht der polizeipsychologische Dienst zur Verfügung.

 

Fürchterlich, wenn so etwas geschieht! Wir hoffen, dass die Kollegen diesen schrecklichen Einsatz gut verarbeiten können und die Hilfe bekommen, die sie benötigen.

Den Hinterbliebenen gilt unser Mitgefühl und wir hoffen, dass sie diesen schweren Verlust irgendwann werden verarbeiten können. Auch ihnen wünschen wir jede notwendige Hilfe zur Trauerbewältigung.