Neutrale Berichterstattung? Journalist stiftet Passanten an Polizisten anzugreifen, um „Polizeigewalt“ dokumentieren zu können

7. November 2021 um 20:22

Neutrale Berichterstattung? Journalist stiftet Passanten an Polizisten anzugreifen, um "Polizeigewalt" dokumentieren zu könnenBereits seit Jahren predigen wir, zusammen geschnittene Videos in den sozialen Medien zu hinterfragen. Die meist nur wenige Sekunden langen Schnipsel zeigen nur den Moment, wenn Polizisten sich wehren oder jemanden festnehmen, lassen aber wesentliche Sequenzen weg, die ein völlig andere Bild zeichnen würden.

Das gehört mittlerweile leider zum polizeilichen Alltag. Ein Handy ist immer verfügbar und um ein Video zurecht zu schneiden, dazu braucht es keinen Fachmann mehr. Das kennen wir. Dass sich aber offenbar nun auch Journalisten daran beteiligen die „Polizeigewalt„-Debatte zu befeuern, sogar nicht davor zurück schrecken andere dazu anzustiften, das ist neu und lässt einen ratlos und wütend zurück.

 

So geschehen kürzlich in Wuppertal am Hauptbahnhof. Bundespolizisten waren gerade in einer Kontrollmaßnahme, als sie eine Person bemerkten, die die Maßnahme filmte. Als die Beamten den Mann ansprachen, versuchte dieser zu flüchten.

Als die Polizisten den Filmer stellten, begann dieser laut zu schreien und versuchte anderen Reisenden weis zu machen, er sei ein Opfer von „Polizeigewalt“. Drei Reisende, ein griechischer und zwei afghanische Staatsangehörige, erzählten daraufhin den Beamten, dass sie von dem Mann zuvor angesprochen worden waren.

Er habe die Reisenden dazu bewegen wollen, eine Streife der Bundespolizei anzugreifen, was er seinerseits dann mit dem Handy als „Beweis für Polizeigewalt“ filmen wolle. Die drei haben das jedoch abgelehnt und wollten von dem Mann nicht weiter belästigt werden. In der Folge kam es zu vorgenannter Szene.

 

Es stellte sich heraus, dass der 39-jährige Mann freier Journalist aus Bonn ist, der sich in der Vergangenheit mehrmals in den sozialen Medien als Opfer von „Polizeigewalt“ dargestellt hatte. Und so verwundert es nicht, dass der Polizeibericht folgendes festhält:

„Er zeigte sich während der gesamten Situation sehr unkooperativ und machte keinen Hehl daraus, dass er ‚ein Problem mit der Bundespolizei‘ habe.“

Der Journalist muss sich nun wegen der Anstiftung zu einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte strafrechtlich verantworten und man kann nur hoffen, dass er auch seinen Presseausweis abgeben muss.