Faktencheck: In falscher Sprachnachricht wird behauptet, ein Polizist sei nach Booster-Impfung gestorben

4. Dezember 2021 um 19:08

Faktencheck: In falscher Sprachnachricht wird behauptet, ein Polizist sei nach Booster-Impfung gestorbenEs ist einfach unglaublich pietätlos, wie der Tod eines Polizisten aus der Steiermark (Österreich) von Impfgegner dazu missbraucht wird, zu behaupten, dass dieser nach einer Booster-Impfung verstorben sei. Die Landespolizeidirektion Steiermark nimmt in einem Faktencheck Stellung (hier im Zitat):

 

Bereits am 24. November 2021 verstarb ein 46-jähriger Polizist aus dem Bezirk Murtal. Er war stellvertretender Inspektionskommandant der Polizeiinspektion Seckau und verrichtete bis zuletzt Dienst im Polizeianhaltezentrum in Graz. Seit seinem Tod verbreiten sich immer wieder Gerüchte und Falschnachrichten in diversen sozialen Medien.

Aktuell kursiert eine 27 Sekunden lange Sprachnachricht, welche überwiegend über Messenger-Dienste rasant ihre Verbreitung findet. Demnach behauptet ein Mann, dass der 46-Jährige lediglich wenige Stunden nach einer sogenannten „Booster-Impfung“ (3. Covid-Impfung) gestorben sei.

 

Keine „Booster-Impfung“ verabreicht

Die Staatsanwaltschaft Leoben und das Landeskriminalamt Steiermark (Außenstelle Niklasdorf) haben bereits die Ermittlungen aufgenommen. Diese beziehen sich jedoch auf das Erkennen von gesundheitlichen Beschwerden des 46-Jährigen und stehen definitiv in keinerlei Zusammenhang mit einer verabreichten Impfung.

Eine Obduktion der Gerichtsmedizin wurde bereits über Auftrag der Staatsanwaltschaft durchgeführt. Dabei konnte eine natürliche Todesursache festgestellt werden. Ein Zusammenhang mit einer „Booster-Impfung“ ist jedenfalls auszuschließen, zudem diese beim Betroffenen gar nicht verabreicht worden war.

Auch von einer angesprochenen Anzeige wegen angeblich mehrerer Impfschäden von steirischen Polizisten ist nichts bekannt. Die Landespolizeidirektion Steiermark hält abschließend fest, dass derartigen Falschnachrichten im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten entschieden entgegengetreten wird. Die Ermittlungen nach dem Urheber der Nachricht laufen.

 

Lieber Kollege, viel zu jung bist du gestorben. Ruhe in Frieden.

Den Hinterbliebenen gilt unser Mitgefühl und wir hoffen, dass diese falschen Gerüchte sie nicht zu sehr bei ihrer Trauerarbeit belasten.