ACAB-Day: Die einzig korrekte Bezeichnung

13. Dezember 2018 um 11:34 Uhr

ACAB-Day: Die einzig korrekte Bezeichnung

Gerichtsurteil: Kollektivbeleidigung “ACAB” und “Fuck Cops”

4. Januar 2018 um 15:57 Uhr

Gerichtsurteil: Kollektivbeleidigung "ACAB" und "Fuck Cops"

Bundesverfassungsgericht Deutschland: Keine Beleidigung!
Landesverwaltungsgericht Oberösterreich: Sehr wohl!

Wir wissen natürlich, dass die Rechtssysteme und damit auch die Rechtsprechung in Deutschland und Österreich unterschiedlich ist. Dass die Unterschiede dann doch so groß sind, dass das höchste deutsche Gericht urteilt, dass eine Kollektivbeleidigung von Polizisten mit “ACAB” und “Fuck Cops” nicht möglich ist (wir berichteten), ein österreichisches Gericht aber zu einer gänzlich anders lautenden Entscheidung kommt, war uns nicht bewusst. Insofern gut für die Kollegen in Österreich.

Den heutigen Tag feiert ein bestimmter Personenkreis als ACAB-Tag (13.12.)

13. Dezember 2017 um 19:41 Uhr

Dazu passend fanden wir kürzlich diese Nachricht vor, zu finden in unseren Facebook-Bewertungen.

ACAP

“ACAB” – Unbekannte beschmieren Dienststelle der Bundespolizei

3. August 2017 um 15:45 Uhr

…und die Kollegen so: Stimmt, All Colours Are Beautiful!

“Hass, Provokation oder Wut könnten Auslöser einer Graffitischmiererei am Dienstgebäude der Bundespolizeiinspektion Stuttgart in der Martha-Schmidtmann-Straße sein.

Bislang unbekannte Täter besprühten am Samstag (29.07.2017) in der Zeit von 07:00 bis 17:00 Uhr die Außenwand des Gebäudes mit schwarzer Farbe auf einer Fläche von etwa 1,5 qm mit dem Schriftzug “A.C.A.B.”. Theoretisch sind viele Interpretationen dieser Buchstabenkombination möglich, jedoch sind die Initialen hinreichend bekannt und durch mehrere Gerichtsurteile bereits bestätigt worden – gerade vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei um ein Gebäude der Polizei handelt.

ACAB – All Cops Are Beautiful

12. Februar 2017 um 18:58 Uhr

“ACAB – All Cops Are Beautiful. Liebe Grüße von Raphael und Jonas aus dem wunderschönen Bundesland Schleswig-Holstein. Passt auf euch auf ! ⚫️🔵⚫️ 💪🏽”

ACAB - All Cops Are Beautiful

Verlosungsbeitrag: Gabi zeigt, was “ACAB” aus ihrer Sicht bedeutet

13. November 2016 um 17:37 Uhr

“Bushaltestelle im Dorf. Ich hab denen mal gezeigt was ACAB wirklich heißt.”

Gabi zeigt, was "ACAB" aus ihrer Sicht bedeutet

ACAB keine Kollektivbeleidigung

3. Juli 2016 um 01:10 Uhr

ACAB keine KollektivbeleidigungBundesverfassungsgericht setzt Rechtsprechung aus dem vergangenen Jahr fort, ABER: Entscheidung ist kein Freibrief, sondern immer abhängig vom Einzelfall

Im vergangenen Jahr fällte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Entscheidung, dass der Schriftzug “ACAB” oder “FCK CPS” nicht per se als Beleidigung eingestuft wird. Damals ging es um eine Jugendliche, die ein T-Shirt mit diesem Schriftzug trug.

Nun hat das BVerfG in zwei Fällen entschieden, dass ein Banner im Fußballstadion mit dem Schriftzug “ACAB” keine Kollektivbeleidigung sei und setzt damit seine Rechtsprechung aus dem vergangenen Jahr fort.

ACAB – Recht: anders

16. Februar 2016 um 22:53 Uhr

AC-AB in den NiederlandenWir hatten im vergangenen Jahr darüber berichtet, dass das Bundesverfassungsgericht entschieden hatte, dass es gegenüber der Polizei keine Kollektivbeleidigung gibt. Verwendet ein Täter z.B. die Abkürzung “ACAB” (steht für “All Cops Are Bastards”) oder “FCK CPS” (Abkürzung für “Fuck Cops”), muss er schon einen einzelnen Polizisten oder eine eng umgrenzte Gruppe von Polizisten angesprochen haben.

In dem Urteil ging es damals um eine Jugendliche, die ein T-Shirt mit dem Aufdruck “FCK CPS” trug, woraufhin sie von den Polizisten wegen Beleidigung angezeigt wurde. Das höchstrichterliche Urteil stellte klar, dass dies keine Straftat war.

So sieht es im deutschen Recht und in der Rechtsprechung aus.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Mehrere hohe Strafbefehle wegen Hatespeech gegen Polizei

31. Mai 2019 um 11:55 Uhr

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Mehrere hohe Strafbefehle wegen Hatespeech gegen PolizeiDas Internet ist keine rechtsfreier Raum und darf auch nicht als solches angesehen werden. Auch dann nicht, wenn man sich selbst durch eine polizeiliche Maßnahme ungerecht behandelt fühlt. Durch eine unbedachte Aussage kann man sich um Kopf und Kragen tippen oder sich selbst strafbar machen.

Doch der folgende Fall zeigt, dass man durch eine unüberlegte Äußerung andere dazu verleiten kann, sich – sagen wir mal diplomatisch – unvorteilhaft zu äußern, was dann eindeutig strafrechtlich relevant werden kann und nicht mehr von freier Meinungsäußerung gedeckt ist. Die Rede ist von Hatespeech, wenn man sich im Internet also herablassend oder entwürdigend über andere äußert oder Hassbotschaften verteilt.

Bundesverfassungsgericht soll entscheiden: Ist “FCK BFE” eine Beleidigung?

24. April 2019 um 18:28 Uhr

Bundesverfassungsgericht soll entscheiden: Ist "FCK BFE" eine Beleidigung?2016 hatten wir darüber berichtet, dass das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) urteilte, dass “ACAB” (All Cops Are Bastards) keine Beleidigung sei, wenn damit nicht eine klar umgrenzte Personengruppe als Adressat angesprochen würde. Damit wurde zeitgleich entschieden, dass es eine sogenannte Kollektivbeleidigung nicht geben könne. Dass man hier durchaus anderer Auffassung sein kann, urteilte im vergangenen Jahr das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich.

Nun wird das BVerfG erneut über diese Frage zu entscheiden haben. Zwar geht es nicht um den Ausspruch “ACAB“, sondern “FCK BFE” (Fuck Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit). Doch rechtlich könnte dieser Fall unter Umständen anders bewertet werden.

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