Was wäre wenn … Polizisten Fangquoten erfüllen müssten?

25. Juli 2018 um 20:59 Uhr

Was wäre wenn ... Polizisten Fangquoten erfüllen müssten?Was wäre, wenn Polizisten politisch vorgegebene Quoten erfüllten müssten? Was wäre, wenn ein guter Polizist von einem schlechten Polizisten von der Erfüllung dieser Quoten unterscheiden würde? Was wäre, wenn die Lebensrettung, wenn das Verhalten gegenüber Kollegen und Bürgern, wenn das Helfen einer Rentnerin über eine viel befahrene Straße, gut für die Pressearbeit und damit für die Wahrnehmung der Polizei in er Öffentlichkeit wäre, aber die Erfüllung der Quote wichtiger wäre?

Dann würden sich Kontrollen und die restliche dienstliche Arbeit nach diesen Quoten richten, um sie zu erfüllen. Dann wäre eine Lebensrettung nice to have, aber mehr auch nicht. Dann könnte man die Arbeit der Polizisten miteinander vergleichen und wer die Quote erfüllt oder übererfüllt, könnte schneller aufsteigen, wer die Quote nicht erfüllt hätte das Nachsehen.

Zahl des Tages: 45 Franken Bußgeldeinnahmen pro Kopf

18. Dezember 2018 um 15:15 Uhr

Zahl des Tages: 45 Franken Bußgeldeinnahmen pro KopfWir berichten nicht zum ersten Mal über sogenannte Fangquoten, also Vorgaben für Polizisten, wie viele Anzeigen sie erstatten sollen oder wie viele Bußgeldeinnahmen erwartet werden (http://p-m.blue/fangquote). In der Schweiz wurden die erwarteten Einnahmen aus Bußgeldern für 2019 gegenüber diesem Jahr teils verdoppelt.

Natürlich müssen die Regierungen ihre Finanzen planen. Man kann nur dann sinnvoll investieren, wenn man weiß, welche Einnahmen zu erwarten sind. Jedoch ist dies im Sicherheitssektor, sprich bei der Polizei, etwas anrüchig, wird auf diese Weise Druck auf die Polizisten ausgeübt, für ebendiese Einnahmen zu sorgen.

Gastbeitrag von Dieter Müller: Wertschätzung in der Polizeiarbeit

3. November 2018 um 18:32 Uhr

Gastbeitrag von Dieter Müller: Wertschätzung in der PolizeiarbeitWertschätzung ist keine Einbahnstraße. Auf der einen Seite erbringen Mitarbeiter Leistungen und auf der anderen Seite nehmen andere Menschen diese Leistungen mit einer mehr oder weniger großen Erwartungshaltung entgegen.

Die Polizei ist als Organisation und Teil der exekutiven Staatsgewalt ein Dienstleister, deren Auftraggeber einerseits die Bürger sind und andererseits andere Behörden, mit denen die Polizeibeamten aufgrund gesetzlicher Aufträge zusammenarbeiten müssen wie z. B. die Staatsanwaltschaft, die Bußgeldbehörden oder die Fahrerlaubnisbehörden.

Die Wertschätzung von der behördlichen Seite besteht darin, dass auf Augenhöhe vertrauensvoll und transparent miteinander gearbeitet wird, um die gesetzlich definierten Ziele zu erreichen.
Die Wertschätzung von Seiten der Bürger ist zwiespältig und selten von Freude geprägt, sondern zumeist von der Erwartung erfüllt, dass die „bestens bezahlten Beamten“ ohnehin nur ihre Aufträge erfüllen, zu denen sie verpflichtet sind.

Reportage: Im Kopf eines Bullen – Der Alltag französischer Polizisten

23. August 2018 um 20:57 Uhr

Was geht in den Köpfen von Polizisten vor? Das wird sich wohl schon so mancher gedacht haben. Was denken sie, angesichts Personalmangel, Defiziten bei der Ausrüstung, Verlust von Respekt, zunehmender Gewaltbereitschaft, politischer Fehlentscheidungen, der Migrationsproblematik und Ghettobildung und angeordneter Fangquoten?

Einem Reporterteam ist es gelungen, das Vertrauen von sieben französischen Polizisten zu erlangen und sie sagen in die Kamera, was sie sonst niemals laut aussprechen würden. Denn sie haben dort, wie auch hierzulande, eine Wohlverhaltenspflicht.

Zwar zeigt die Reportage den Zustand in Frankreich, aber vielen Kollegen werden einige Dinge, die angesprochen werden, sehr bekannt vorkommen.

Gastbeitrag von Kollege Dominik: Was bedeutet es schon noch “Schutzmann” zu sein? Freund und Helfer.

17. August 2018 um 20:36 Uhr

Gastbeitrag von Kollege Dominik: Was bedeutet es schon noch "Schutzmann" zu sein? Freund und Helfer.

Alles was inzwischen zu zählen scheint ist doch nur, ob man Kommissar ist oder “nur” Meister.
Ob man studiert hat oder nicht.
Wie oft und schnell man befördert wurde… oder eben nicht.
Ob man bei Spezialkräften arbeitet oder einfach “nur” Streife fährt.
Ob man Führungskraft ist und ob man auch ja so viele Leute wie nur irgendwie möglich “unter” sich hat.
Ob man Fallzahlen bringt,… ja und Amen sagt,… nichts hinterfragt,… nie remonstriert…

Offener Brief an Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

28. Juli 2018 um 20:44 Uhr

Offener Brief an Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

GAP: “Ich bin nicht gewillt das so hinzunehmen!”
Die Frau eines Polizisten berichtet

Uns erreichte diese Woche der folgende offene Brief der Ehefrau eines Polizisten aus Rheinland-Pfalz. Bevor wir euch die Zeilen präsentieren, möchten wir den Nicht-Polizisten und den Kollegen außerhalb von Rheinland-Pfalz kurz das Problem schildern, damit die Zeilen auch richtig verstanden werden.

Im Zuge der rechtlichen Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie wurde ein ganzes Maßnahmenpaket beschlossen, welches den Dienstsport, die Gesundheitsfürsorge und die Arbeitszeit bzw. die Schichtmodelle beinhaltet. Das Maßnahmenpaket trägt den Namen Gesünderes Arbeiten in der Polizei, kurz GAP.

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