Kommentar zum G20-Einsatz: “Wie Geschichte umgeschrieben wird”

14. November 2017 at 17:45

Wir hatten bereits recht ausführlich über den G20-Einsatz in Hamburg berichtet, aber in den Medien und politisch kommt die Angelegenheit nicht zur Ruhe. Mit ganzen 26 Kleinen Anfragen hat die Linksfraktion in Hamburg den Senat mittlerweile bombardiert und sieht Fehler natürlich nur bei der Polizei.

Öffentlich wird darüber diskutiert, die Medien berichten über jede Kleinigkeit, die geeignet ist, die Polizei als Organisation (mit allen 30.000 bundesweit eingesetzten Kollegen), als auch die Polizeiführung in Hamburg, in Misskredit zu bringen. Von Skandälchen und Skandalen ist die Rede.

Über den schwarzen Block und ihre Unterstützer wird derweil nicht mehr berichten. Sie verschwinden, wie auch bei den Hamburger Ausschreitungen, hinter ihrer Uniform aus schwarzvermummten Klamotten.

Dass sogar ein Politiker der Hamburger Linksfraktion kürzlich von einem Gericht zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde, weil er einen brennenden Bengalo auf einen Polizisten geworfen hatte, ist sowohl der Linksfraktion, als auch der Medienlandschaft, keine Erwähnung wert.

So schließt der außerordentlich lesenswerte Kommentar von Matthias Iken beim Abendblatt (dort vollständig zu lesen) wie folgt:

“Selbstkritik sucht man bei vielen Linken vergeblich. Manche lehnen sich gar zufrieden zurück. Die Schuld an der Eskalation im Juli hat die Öffentlichkeit längst der Polizei untergejubelt.

Mit einigen Hundert Staatsfeinden kann das Land gut leben, mit einer Staatsverachtung bis in die Mitte der Gesellschaft hinein nicht mehr lange.”

Keine Steinwürfe beim G20-Einsatz?

16. Oktober 2017 at 16:57

Anwältin missbraucht Bundesverfassungsgericht: Missbrauchsgeführ

Viele haben die Bilder noch im Kopf, die während des G20-Gipfels entstanden sind. Überwiegend sind dies keine schönen Bilder. Im folgenden Fall geht es um solche unschönen Bilder, die jedoch von einem der Täter und seiner Anwältin geleugnet werden.

Konkret geht es um einen Vorfall am 7. Juli am Rondenbarg in Hamburg. Im Polizeibericht heißt es: “Als sich die Menschenmasse circa 50 Meter vor uns befand, wurden wir aus ihr massiv und gezielt mit Flaschen, Böllern und Bengalos beworfen.” Auch Steine sollen geflogen sein, doch das bestreitet einer der 73 Festgenommenen, gegen den das Amtsgericht Haftbefehl erlassen hatte.

Leserbrief von Markus: Wo ist die Solidarität mit der Polizei nach dem G20 Gipfel geblieben?

2. Oktober 2017 at 21:34

Leserbrief von Markus: Wo ist die Solidarität mit der Polizei nach dem G20 Gipfel geblieben?

“Uns Polizisten war von vornherein bewusst, dass diese Solidarität, die wir nach dem Gipfel zu spüren bekommen haben, schnell wieder vorbei ist.

Naja, was erwarten wir auch? Dass wir von bestimmten Gruppierungen gehasst werden wissen wir ja schon immer. Von denen erwarten wir eh nichts.

Dass die Solidarität der Bürger spätestens bei der nächsten Kontrolle wieder vorbei ist, war uns eigentlich klar.

Ich verfolge zum Beispiel seit langer Zeit die Seite Polizist=Mensch​ und was ich da des öfteren für Kommentare zu lesen bekomme, ist teilweise echt erbärmlich. Auch wenn man sich einmal die Zeit nimmt und die Bewertungen für diese Seite durch liest, da stellen sich einem die Nackenhaare hoch.

Zahl des Tages: 32.000 – Mehr Kräfte beim G20-Einsatz als bislang bekannt

8. September 2017 at 12:01

Zahl des Tages: 32.000 - Mehr Kräfte beim G20-Einsatz als bislang bekanntUrsprünglich waren beim G20-Einsatz Anfang Juli etwa 17.000 Einsatzkräfte vorgesehen. Nach dem Verlauf der ersten Einsatztage und den Ausschreitungen wurden weitere Kräfte in den Bundesländern nachgefordert, so dass bislang von einer Einsatzstärke von rund 20.000 Polizisten die Rede war.

Doch auch das ist noch untertrieben. Wie die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion (bislang nicht veröffentlicht) mitteilt, liege die tatsächliche Einsatzstärke bei über 32.000 Polizeibeamten.

G20: Straftäter zu hoher Freiheitsstrafe verurteilt

30. August 2017 at 16:15
G20: Straftäter zu hoher Freiheitsstrafe verurteilt

Bild: Robin R.

Richter urteilt über Antrag der Staatsanwaltschaft

Sieben Wochen ist nun der G20 Gipfel her. Vieles muss noch aufgearbeitet werden. Nun ist der erste Gewalttäter zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Am Montag hat der erste Prozess gegen einen 21-jährigen Niederländer stattgefunden. Der Angeklagte saß seit dem 7. Juli dieses Jahres in Untersuchungshaft. Vor Gericht wurde der junge Mann von 50 Zuschauern mit Applaus empfangen, denn viele Freunde und Angehörige des Angeklagten waren angereist.

Ein Berliner Bereitschaftspolizist sagte als Zeuge vor Gericht aus. Er erzählte, dass der 21-Jährige mutmaßlich zwei Flaschen bei der “Welcome to Hell” Demonstration auf den Beamten geworfen habe. Der Polizist wurde am Bein und am Kopf getroffen. Trotz Schmerzen sei er los gelaufen und habe den Niederländer festnehmen können.

Polizisten dank G20 in den Fokus gerückt: Leserbrief von Nikola

7. August 2017 at 20:06
Polizisten dank G20 in den Fokus gerückt: Leserbrief von Nikola

Bildmaterial von Robin R.

“Liebe PolizistenMenschen,

G20 hat auch eine gute Folge….

Michelles Leserbrief brachte mich dazu, nun doch auch einen Brief zu schreiben. Auch ich fand Eure Seite über einen Link zum „Offenen Brief…“ und habe seitdem hier fast täglich mitgelesen. Mit Euch als Polizei hatte ich bisher höchstens beim geklauten Fahrrad Kontakt, sonst keinerlei Verbindungen.

Ich bin der Meinung, dass nicht jeder seinen Senf zu allem geben muss. Besonders wenn man eigentlich „unbeteiligt“ ist, eigentlich vom Thema keine Ahnung hat. Deshalb habe ich lange überlegt. Aber vielleicht ist ja genau das Unbeteiligtsein das Entscheidende.

Schüler bedanken sich bei Polizisten für G20-Einsatz

2. August 2017 at 19:12

Schüler bedanken sich bei Polizisten für G20-Einsatz

“Moin aus Hamburg,

meine 11jährige Nichte drückte mir eine Karte ihrer Klasse in meine Hand und sagte mir: Wir wollen uns bei euch Polizisten für den G20-Einsatz bedanken! 😊

Würde mich freuen, wenn ihr das veröffentlicht, da es für alle Polizisten, die am G20 beteiligt waren, bestimmt ist!

Viele Grüße aus Hamburg von Sven”

3 Wochen nach G20: Was für kaputte “Helden” wir doch sind

29. Juli 2017 at 20:49
Leserbrief: 3 Wochen nach G20: Was für kaputte "Helden" wir doch sind

Bildmaterial von Robin R.

…und dann das Spiel mit unserem Pflichtgefühl (Leserbrief von Chrissy)

Drei Wochen ist der G20-Einsatz nun her, in dem viele Kollegen weit über ihre Grenzen gegangen sind, bei dem es 709 verletzten Polizisten gab, bei dem viele Dinge gesehen und erlebt haben, die man sich nicht vorstellen mag.

Drei Wochen später ist wieder alles gut, der Alltag hat die Kollegen wieder, die Bilder verblassen? Wer die folgenden Zeilen von Chrissy liest, die in der Schanze eingesetzt war, wird zu einem anderen Schluss kommen:

G20-Einsatz: Sächsische Polizisten durften nicht zum Dankkonzert nach Hamburg

28. Juli 2017 at 14:50

Wir hatten schon das ein oder andere Mal darüber berichtet, wie dankbar die Hamburger für den Einsatz der vielen Polizisten beim G20-Gipfel waren. Auch wir bekamen die zahlreichen Hinweise von Firmen und Privapersonen, die sich bei den Einsatzkräften bedanken wollten.

Die Angebote reichten vom Handwerk (Bäcker, Metzger) über Anwaltskanzleien bis hin zum Aufruf an Hotels, Pensionen und Besitzer von Ferienwohnung, ihre Bleibe kostenlos oder vergünstigt an Einsatzkräfte zu vermieten, damit sie sich vom Einsatz erholen konnten.

Leserbrief von Timo: Selbst in den USA waren die Kollegen in Gedanken bei den Einsatzkräften des G20-Gipfels

23. Juli 2017 at 21:27

Leserbrief von Timo: Selbst in den USA waren die Kollegen in Gedanken bei den Einsatzkräften des G20-GipfelsDie folgende Nachricht haben wir bereits am 7. Juli erhalten und möchten sie euch nicht vorenthalten:

————–

“Hallo Polizist=Mensch Team,

heute vor einem Jahr wurden in Dallas, Texas 5 Kollegen heimtückisch ermordet. Daraufhin erhielt ich von befreundeten Polizisten das Buch “In The Line Of Duty” zum Andenken an die getöteten Kollegen. Das ist der Hintergrund dazu.

Auf dem Bild ist das Buch sowie eine Münze zum Andenken an die Kollegen abgebildet.

Heute erreichte mich folgender Text von meinen Freunden/Kollegen aus Texas:

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