Wohnungsdurchsuchung und Suspendierung: Polizist aus München soll sich an G20-Ausschreitungen beteiligt haben

13. Januar 2018 at 19:13

Wohnungsdurchsuchung und Suspendierung: Polizist aus München soll sich an G20-Ausschreitungen beteiligt habenEs ist ein ungeheuerlich Vorwurf, dem sich ein Polizist aus München nun ausgesetzt sieht. Nicht nur, dass er sich gegen die eigenen Kollegen gerichtet und sie mit einer Bierdose beworfen haben soll, es waren die eigenen Kollegen, die ihn auf den Fahndungsbildern erkannten.

Kurz vor Weihnachten 2017 berichteten wir darüber, dass die Polizei Hamburg nach bislang nicht identifizierten Gewalttätern, die während der Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg zahlreiche Sachschäden verursachten und Polizisten durch tätliche Angriffe verletzten, mit Veröffentlichung von Fahndungsbildern sucht. Genau ein solches Fahndungsbild führte nun zu dem Verdacht, der einen Münchner Polizisten belastet.

G20-Einsatz: Nachdem die Öffentlichkeitsfahndung nach den Tätern angekündigt war, stellten Linksextremisten “Fahndungsbilder” von Polizisten ins Netz

18. Dezember 2017 at 13:03
G20-Einsatz: Nachdem die Öffentlichkeitsfahndung nach den Tätern angekündigt war, stellten Linksextremisten "Fahndungsbilder" von Polizisten ins Netz

Bild: Screenshot Indymedia mit verpixelten Gesichtern der Polizisten

“In jeder Uniform steckt ein Mensch mit einem Recht auf Privatsphäre und Schutz der eigenen Persönlichkeit.”
Berlins Innensenator Andreas Geisel

Zahlreiche Gewalttäter hat es beim G20-Gipfel in Hamburg gegeben, erste Verurteilungen gab es auch schon. Doch viele Täter konnten mit den üblichen Ermittlungen nicht identifiziert werden, so dass die Sonderkommission “Schwarzer Block” ankündigte, noch diese Woche eine Öffentlichkeitsfahndung zu starten.

Dies sah die linksextreme Szene wohl als Aufforderung zum Gegenschlag. Sie veröffentlichte auf der eigentlich vom Bundesinnenministerium verbotenen Seite Indymedia eine eigene “Fahndungsliste“, und zwar nach Polizisten. Dort waren Fotos mit Gesichtern von Polizeibeamten zu sehen, begleitet von einem völlig verschwurbelten Text und dem Aufruf zur Gewalt gegen Polizisten. (UPDATE 13 Uhr: Die Seite ist wieder online.)

G20: Bundesweite Razzia gegen Linksextremisten – Bislang höchste Strafe gegen Gewalttäter

5. Dezember 2017 at 17:22

G20: Bundesweite Razzia gegen Linksextremisten - Bislang höchste Strafe gegen GewalttäterGleich zwei Neuigkeiten gibt es heute zum Thema G20-Einsatz in Hamburg. Heute fand eine bundesweite Razzia gegen Linksextremisten in diesem Zusammenhang statt und einer der Gewalttäter wurde vom Gericht zur bislang höchsten Freiheitsstrafe verurteilt, weil er Polizisten angegriffen und Läden geplündert hatte. Die Razzia hat allerdings einen unschönen Beigeschmack, doch dazu später mehr.

Ein 30-jähriger Gewalttäter der Ausschreitungen beim Hamburger G20-Gipfel ist heute vor Gericht zur bislang höchsten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann am 8. Juli Steine auf Polizisten warf und dabei half Läden zu plündern.

Kommentar zum G20-Einsatz: “Wie Geschichte umgeschrieben wird”

14. November 2017 at 17:45

Wir hatten bereits recht ausführlich über den G20-Einsatz in Hamburg berichtet, aber in den Medien und politisch kommt die Angelegenheit nicht zur Ruhe. Mit ganzen 26 Kleinen Anfragen hat die Linksfraktion in Hamburg den Senat mittlerweile bombardiert und sieht Fehler natürlich nur bei der Polizei.

Öffentlich wird darüber diskutiert, die Medien berichten über jede Kleinigkeit, die geeignet ist, die Polizei als Organisation (mit allen 30.000 bundesweit eingesetzten Kollegen), als auch die Polizeiführung in Hamburg, in Misskredit zu bringen. Von Skandälchen und Skandalen ist die Rede.

Über den schwarzen Block und ihre Unterstützer wird derweil nicht mehr berichten. Sie verschwinden, wie auch bei den Hamburger Ausschreitungen, hinter ihrer Uniform aus schwarzvermummten Klamotten.

Dass sogar ein Politiker der Hamburger Linksfraktion kürzlich von einem Gericht zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde, weil er einen brennenden Bengalo auf einen Polizisten geworfen hatte, ist sowohl der Linksfraktion, als auch der Medienlandschaft, keine Erwähnung wert.

So schließt der außerordentlich lesenswerte Kommentar von Matthias Iken beim Abendblatt (dort vollständig zu lesen) wie folgt:

“Selbstkritik sucht man bei vielen Linken vergeblich. Manche lehnen sich gar zufrieden zurück. Die Schuld an der Eskalation im Juli hat die Öffentlichkeit längst der Polizei untergejubelt.

Mit einigen Hundert Staatsfeinden kann das Land gut leben, mit einer Staatsverachtung bis in die Mitte der Gesellschaft hinein nicht mehr lange.”

Keine Steinwürfe beim G20-Einsatz?

16. Oktober 2017 at 16:57

Anwältin missbraucht Bundesverfassungsgericht: Missbrauchsgeführ

Viele haben die Bilder noch im Kopf, die während des G20-Gipfels entstanden sind. Überwiegend sind dies keine schönen Bilder. Im folgenden Fall geht es um solche unschönen Bilder, die jedoch von einem der Täter und seiner Anwältin geleugnet werden.

Konkret geht es um einen Vorfall am 7. Juli am Rondenbarg in Hamburg. Im Polizeibericht heißt es: “Als sich die Menschenmasse circa 50 Meter vor uns befand, wurden wir aus ihr massiv und gezielt mit Flaschen, Böllern und Bengalos beworfen.” Auch Steine sollen geflogen sein, doch das bestreitet einer der 73 Festgenommenen, gegen den das Amtsgericht Haftbefehl erlassen hatte.

Leserbrief von Markus: Wo ist die Solidarität mit der Polizei nach dem G20 Gipfel geblieben?

2. Oktober 2017 at 21:34

Leserbrief von Markus: Wo ist die Solidarität mit der Polizei nach dem G20 Gipfel geblieben?

“Uns Polizisten war von vornherein bewusst, dass diese Solidarität, die wir nach dem Gipfel zu spüren bekommen haben, schnell wieder vorbei ist.

Naja, was erwarten wir auch? Dass wir von bestimmten Gruppierungen gehasst werden wissen wir ja schon immer. Von denen erwarten wir eh nichts.

Dass die Solidarität der Bürger spätestens bei der nächsten Kontrolle wieder vorbei ist, war uns eigentlich klar.

Ich verfolge zum Beispiel seit langer Zeit die Seite Polizist=Mensch​ und was ich da des öfteren für Kommentare zu lesen bekomme, ist teilweise echt erbärmlich. Auch wenn man sich einmal die Zeit nimmt und die Bewertungen für diese Seite durch liest, da stellen sich einem die Nackenhaare hoch.

Zahl des Tages: 32.000 – Mehr Kräfte beim G20-Einsatz als bislang bekannt

8. September 2017 at 12:01

Zahl des Tages: 32.000 - Mehr Kräfte beim G20-Einsatz als bislang bekanntUrsprünglich waren beim G20-Einsatz Anfang Juli etwa 17.000 Einsatzkräfte vorgesehen. Nach dem Verlauf der ersten Einsatztage und den Ausschreitungen wurden weitere Kräfte in den Bundesländern nachgefordert, so dass bislang von einer Einsatzstärke von rund 20.000 Polizisten die Rede war.

Doch auch das ist noch untertrieben. Wie die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion (bislang nicht veröffentlicht) mitteilt, liege die tatsächliche Einsatzstärke bei über 32.000 Polizeibeamten.

G20: Straftäter zu hoher Freiheitsstrafe verurteilt

30. August 2017 at 16:15
G20: Straftäter zu hoher Freiheitsstrafe verurteilt

Bild: Robin R.

Richter urteilt über Antrag der Staatsanwaltschaft

Sieben Wochen ist nun der G20 Gipfel her. Vieles muss noch aufgearbeitet werden. Nun ist der erste Gewalttäter zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Am Montag hat der erste Prozess gegen einen 21-jährigen Niederländer stattgefunden. Der Angeklagte saß seit dem 7. Juli dieses Jahres in Untersuchungshaft. Vor Gericht wurde der junge Mann von 50 Zuschauern mit Applaus empfangen, denn viele Freunde und Angehörige des Angeklagten waren angereist.

Ein Berliner Bereitschaftspolizist sagte als Zeuge vor Gericht aus. Er erzählte, dass der 21-Jährige mutmaßlich zwei Flaschen bei der “Welcome to Hell” Demonstration auf den Beamten geworfen habe. Der Polizist wurde am Bein und am Kopf getroffen. Trotz Schmerzen sei er los gelaufen und habe den Niederländer festnehmen können.

Polizisten dank G20 in den Fokus gerückt: Leserbrief von Nikola

7. August 2017 at 20:06
Polizisten dank G20 in den Fokus gerückt: Leserbrief von Nikola

Bildmaterial von Robin R.

“Liebe PolizistenMenschen,

G20 hat auch eine gute Folge….

Michelles Leserbrief brachte mich dazu, nun doch auch einen Brief zu schreiben. Auch ich fand Eure Seite über einen Link zum „Offenen Brief…“ und habe seitdem hier fast täglich mitgelesen. Mit Euch als Polizei hatte ich bisher höchstens beim geklauten Fahrrad Kontakt, sonst keinerlei Verbindungen.

Ich bin der Meinung, dass nicht jeder seinen Senf zu allem geben muss. Besonders wenn man eigentlich „unbeteiligt“ ist, eigentlich vom Thema keine Ahnung hat. Deshalb habe ich lange überlegt. Aber vielleicht ist ja genau das Unbeteiligtsein das Entscheidende.

Schüler bedanken sich bei Polizisten für G20-Einsatz

2. August 2017 at 19:12

Schüler bedanken sich bei Polizisten für G20-Einsatz

“Moin aus Hamburg,

meine 11jährige Nichte drückte mir eine Karte ihrer Klasse in meine Hand und sagte mir: Wir wollen uns bei euch Polizisten für den G20-Einsatz bedanken! 😊

Würde mich freuen, wenn ihr das veröffentlicht, da es für alle Polizisten, die am G20 beteiligt waren, bestimmt ist!

Viele Grüße aus Hamburg von Sven”

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