Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä im Interview zu Korpsgeist und Racial Profiling

23. September 2018 um 08:34 Uhr

“Wir kontrollieren nicht nach Lust, Liebe und Wellenschlag”

Racial Profiling (Kontrolle von Personen auf Grund ihres Aussehens) und Korpsgeist werden im Bezug zur Polizei gerne negativ behaftet erwähnt. Besonders aus der links-grünen Ecke kommen die Vorwürfe regelmäßig, dass eines gewisse Art von Rassismus systematisch sei und der Korpsgeist eine effektive Strafverfolgung in den eigenen Reihe verhindere.

Natürlich müssen wir Polizisten aufpassen, dass unser Weltbild nicht zu einseitig wird, da wir hauptsächlich mit den schlechten Eigenschaften der Menschen zu tun haben. Da müssen wir auf uns selbst, aber auch auf die Kollegen aufpassen. Schwarze Schafe gibt es immer, wie in jedem Beruf. So wurden bereits in mehreren Bundesländern Polizisten, die den Reichsbürgern nahe stehen, aus dem Dienst entfernt.

Auf ein Wort: Rechtsextremismusvorwurf – Was ist dran?

14. Juli 2019 um 21:45 Uhr

Auf ein Wort: Rechtsextremismusvorwurf - Was ist dran?Wir wurden von mehreren Kollegen gebeten, uns zu dem aktuell in den Medien und in den sozialen Netzwerken geäußerten Vorwurf zu äußern, dass es innerhalb der Polizei rechtsextreme Tendenzen, gar Netzwerke gäbe. Nun, wir können nicht für alle Polizisten sprechen, aber als Polizisten einen Blick darauf geben, wie wir diese Situation gerade erleben.

Mit Sicherheit wird es den ein oder anderen geben, der uns eine adäquate Einschätzung über dieses recht komplexe Thema absprechen möchte. Frei nach dem Motto: Der Korpsgeist verhindert hier einen freien Blick. Wer so denkt, kann an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wer uns allerdings zugesteht, differenzieren zu können, der möge bitte weiterlesen.

Gastbeitrag von Andreas Troelsch: Ohne Corpsgeist würde nichts mehr bei der Polizei funktionieren

23. Februar 2019 um 20:52 Uhr

Gastbeitrag von Andreas Troelsch: Ohne Corpsgeist würde nichts mehr bei der Polizei funktionierenAndreas Troelsch war bis 2018 Kriminalpolizist in Berlin. Er beschreibt sich nun selbst als Cartoonist, Blogger, Autor und Quergeist. Auch wenn er sich nicht mehr im aktiven Polizeidienst befindet, lassen ihn aktuelle Polizeithemen nicht kalt.

Er macht sich seine Gedanken und diese teilt er über seinen Blog mit. So äußerte er sich unter anderem in seinem Beitrag Hängt ihn… auch zu dem Berliner Kollegen, der auf einer Einsatzfahrt in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt war und bei dem – allerdings nicht gerichtsverwertbar – Alkohol im Blut gefunden wurde.

In diesem Beitrag geht Troelsch auch auf den sogenannten Korpsgeist ein, der meist von Außenstehenden – wie auch in diesem Fall – negativ bewertet wird. Dass es ohne diesen Korpsgeist bei der Polizei aber nicht geht, das belegt Troelsch im vorgenannten Beitrag ebenfalls:

Was bedeutet für euch #Polizeifamilie?

6. Mai 2018 um 15:56 Uhr

Was bedeutet für euch #Polizeifamilie?
Kürzlich stellte ein Kollege auf Twitter, der 1. Vorsitzender eines Lobbyvereins ist, das Wort Polizeifamilie in Frage. Er konnte (und wollte) ganz offensichtlich mit diesem Begriff nichts anfangen und negierte die Werte, die dahinter stehen, mit einem völlig überflüssigen Vergleich mit der “Hebammenfamilie” oder der “Müllwerkerfamilie”.

Diese Einlassung stieß bei uns auf Unverständnis, was wir entsprechend kommentierten. Was dann folgte war ein wahrer Shitstorm. Von “ACAB” (all cops are bastards), über “ACAT” (all cops are targets), der negativen Auslegung von Korpsgeist (wobei die meisten nicht einmal fähig waren das Wort richtig zu schreiben), bei dem “keine Krähe der anderen ein Auge aushackt”, verbunden mit dem Begriff Polizeigewalt, bis hin zum Vergleich des Begriffs Polizeifamilie mit der “la familia” der sizilianischen Mafia, war alles dabei. Welch Geistes Kind diese Kommentatoren waren, dürfte sich vom Sprachgebrauch ableiten lassen.

Polizist bedankt sich zur Versetzung bei seinen Kollegen recht “plakativ”

11. März 2018 um 12:39 Uhr

Wenn man über mehrere Jahre gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen ist, in schwierigen Einsätzen wusste, dass man sich aufeinander verlassen kann, ja, dann entsteht so etwas wie Korpsgeist. Von manchen verteufelt, für uns Polizisten (und auch Soldaten) essentiell bei der Bewältigung des Dienstalltags, fällt es uns oft schwer, die Dienststelle zu wechseln und die “eigene” Schicht zu verlassen.

Ein Berliner Polizist hat sich aus Anlass der Versetzung zu einer anderen Dienststelle recht “plakativ” von seinen Kollegen verabschiedet und bedankt (Bilder siehe dort). Auf einer großen Werbefläche prangt er lässig mit den Daumen nach oben, in kurzen Hosen und mit einer Fantasieuniform bekleidet und schaut auf seine ehemaligen Kollegen des Abschnitts 55 in Neukölln, die genau gegenüber ihre Dienststelle haben.

Gedanken eines “Altgedienten”: Quo vadis, deutsche Polizei? (von Dirk)

6. November 2017 um 20:42 Uhr

Gedanken eines "Altgedienten": Quo vadis, deutsche Polizei? (von Dirk)

“Wir schreiben das Jahr 2017. Vor etwas über 28 Jahren habe ich den Weg zur Polizei gefunden. Seitdem ist so einiges passiert.

Der Beruf der PVB ist für mich als Kind schon immer ein Traum gewesen. Diesen habe ich mir erfüllt und er ist für mich eine Berufung.

Der Polizist damals: eine Institution, ein Mensch, vor dem man Respekt hatte. Ein Mensch dem man vertraut. Ein „Haufen“ von integren Menschen die einen besonderen Beruf ausüben dürfen.
Die Einstellung damals: 32 Leute zum Test angetreten.. Ergebnis: 2 haben es geschafft!! Und das war noch eine sehr gute Quote.

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