Auf ein Wort: Brief an die taz

21. Juni 2020 um 20:12

Auf ein Wort: Brief an die taz

Sehr geehrte Chefredaktion, liebe Journalisten*/_innen der taz,

wir wissen nur zu gut, dass Ihr Euch gerne an der Polizei reibt. Wo Reibung entsteht, wird Hitze erzeugt. Und manchmal kommt es einem so vor, als ob der Feuersturm, der entsteht, ganz clever und bewusst von Euch entfacht wurde. So wie kürzlich bei Eurer Polizisten sind Müll-Kolumne.

Es ist Euch ein Herzensanliegen, deutschen Polizisten*/_innen Versagen vorzuwerfen. Nur dann ist die taz-Seele und die linke Leserschaft zufrieden. Oder Ihr gebt uns hilfreiche Vorschläge, wie wir unseren Job zu erledigen haben. So wie aktuell im Fall des Schusswaffengebrauchs in Bremen, wo ein Angreifer mit einem Messer in der Hand auf Polizisten*/_innen zugestürmt war.

taz-Gate: Ermittlungen eingestellt, bevor sie begonnen haben

17. Juni 2020 um 18:47

Journaille der übelsten Art: Wenn Polizisten das Menschsein abgesprochen wirdErst gestern berichteten wir euch von einem unsäglichen Beitrag in der taz. Eine Anti-Polizei-Hetzschrift, die nicht nur alle Polizisten zu Müll erklärt, sondern menschenverachtend niederträchtig geschrieben ist. Mehrere Strafanzeigen wurden gegen die Autorin und Beschwerde beim Deutschen Presserat eingereicht. Bereits heute wird erklärt, die Ermittlungen sind eingestellt.

So äußert sich die Polizeipräsidentin von Berlin, Barbara Slowik, wo die taz ihren Sitz hat, in einem internen Mitarbeiterbrief und beschreibt wortreich, warum sie lieber von Ermittlungen absehen möchte.

Kommentar: Der gekennzeichnete Polizist

11. Juni 2021 um 18:40

Man stelle sich vor, es hätte noch nie jemand seinen Müll irgendwo im Wald entsorgt. Würde es dann einen Sinn ergeben, wenn ein Gesetz gegen illegale Müllentsorgung erlassen würde? Genau das ist aber in Baden-Württemberg geschehen, als man die Kennzeichnungspflicht für Polizisten einführte (wir berichteten).

Innenminister Thomas Strobl erklärte zur Begründung für diesen Schritt, dadurch könne “eine beschleunigte Sachverhaltsaufklärung erfolgen”. Nun, das Polizeipräsidium Einsatz, welches für die Bereitschaftspolizei und ihre Einsätze zuständig ist, hat vermeldet, dass diese von 2018 bis 2020 in 58.060 Einsätzen bundesweit aktiv war. In keinem einzigen Fall habe ein Polizist nicht ermittelt werden können, dem ein Fehlverhalten vorgeworfen wurde.

Unser Jahresrückblick: Das war 2020 – unsere Wünsche für 2021

31. Dezember 2020 um 19:36

Unser Jahresrückblick: Das war 2020 – unsere Wünsche für 2021Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. 2020 hielt für uns alle so manche Überraschung parat. Bei manchen lief das Jahr ganz gut, bei anderen – vermutlich den meisten – weniger.

 

Fangen wir mit den weniger schönen Dingen an.

Wir mussten im Laufe des vergangenen Jahres viele schlimme Nachrichten schreiben. Ob Unfälle, Angriffe auf Kollegen, fehlende Wertschätzung (extern wie intern), fragwürdige Gerichtsurteile, Fehler aus verantwortlichen Reihen, verletzte und sogar getötete Kollegen.

Wir möchten ausdrücklich auf unserer Seite die gesamte Bandbreite der polizeilichen Arbeit, aber auch den Einblick in unser Denken und Fühlen darstellen. Uns persönlich, den Admins im Team, fällt es allerdings immer schwer, negative oder schlechte Nachrichten zu veröffentlichen.

Kommentar zur aktuellen Situation: Bedrohung unseres Rechtsstaates – Haltet dagegen und zusammen! Habt eine Meinung!

11. Juli 2020 um 20:41

Kommentar zur aktuellen Situation: Bedrohung unseres Rechtsstaates - Haltet dagegen und zusammen! Habt eine Meinung!In dieser Woche hatten wir wiederholt über das Berliner Antidiskriminierungsgesetzt (LADG) berichtet und aufgezeigt, dass es wegen zwei statistischer Fälle im Jahr 2019 vom Gesetzgeber verabschiedet wurde. Dazu erhielten wir hier in unserem Blog den folgenden Kommentar, dessen Autor nicht nur auf dieses Gesetz eingeht:

“Liebe Kolleg*innen,

ich bin mittlerweile nur noch erschüttert über die Art und Weise, wie eine rechtsstaatliche Institution, eine Säule unseres Gewaltenteilungssystems, politisch instrumentalisiert und nach und nach öffentlich demontiert wird.

Das sind (zu einem nicht gerade kleinen Teil) Politiker*innen, die hier ein Feuer schüren, wo nicht einmal eine Glut zu erkennen war.
Man wird als Angehöriger der deutschen Polizei, einer der wohl liberalsten auftretenden ‘staatlichen Gewalten’ der Welt, mit einem Generalverdacht verunglimpft, als schlummere in jede*r von Euch ein alter Nazi.

Drohungen erhalten: Autorin von Polizistenhass-Kolumne sucht Schutz bei Polizei

28. Juni 2020 um 19:45

Drohungen erhalten: Autorin von Polizistenhass-Kolumne sucht Schutz bei PolizeiEs ist nun zwei Wochen her, dass eine unsägliche Kolumne in der taz erschienen war, die menschenverachtenden Hatespeech gegen uns Polizisten enthält. Sowohl die Erklärung als Satire, als auch anderweitige Distanzierungsversuche seitens der Journalistenkollegen oder der Chefredaktion konnten die Wogen nicht glätten.

Die Autorin Hengameh Yaghoobifarah soll nun Drohungen per Telefon und per Email erhalten haben, so dass sie Schutz durch die Polizei Berlin erbat. Das berichtetet der Focus unter Berufung auf “Berliner Polizeikreise”.

Damals wie heute: “Linke Politiker und Medien machten Täter zum Opfer”

26. Juni 2018 um 21:50

Morgen jährt sich zum 25. Mal der Antiterroreinsatz gegen die dritte Generation der Rote Armee Fraktion (RAF) im mecklenburgischen Bad Kleinen. Jene Terrortruppe, die dutzende Menschen zur Geisel genommen oder umgebracht hat, um dem eigenen Weltbild Vergeltung zu verschaffen, eine Ideologie mit Waffengewalt durchzusetzen.

Und damals wie heute sind und waren es linke Politiker, Medien und linke Szene insgesamt, die Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern machten. Die Polizisten zu gewissenlosen Mitgliedern eines “Schweinesystems” machten und machen und Terroristen zu Opfern dieses Systems. Das Gerücht, der RAF-Terrorist Wolfgang Grams sei von einem Polizisten hingerichtet worden, hält sich in diesen Kreisen bis heute.

Doch es war alles anders, wie von der linken Szene dargestellt. Und was noch schlimmer ist: Die Familie des ermordeten Polizisten musste schwer darunter leiden.

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