Personalmangel: Polizei streicht Verkehrserziehung zusammen

22. Februar 2018 um 16:43

Personalmangel: Polizei streicht Verkehrserziehung zusammenBislang hat die Polizei die Verkehrserziehung der Grundschulkinder übernommen. Wenn diese ihre ersten eigenen Schritte unternehmen, und sei es in Richtung Schule und dann wieder nach Hause, sollten sie zumindest die Grundregeln des Verkehrs kennen und über die Gefahren aufgeklärt sein.

Dies wird zukünftig nicht mehr in diesem Umfang möglich sein, zumindest in manchen Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Der Grund: Personalmangel bei der Polizei. So lautet zumindest die Begründung aus dem Polizeipräsidium Bochum.

Wie wirkt sich der Personalmangel aus?

22. Juni 2017 um 22:07

Wie wirkt sich der Personalmangel aus?Beispiel Berlin und Nordrhein-Westfalen

In nahezu sämtlichen Bundesländern wurde in den vergangenen Jahren das Personal bei der Polizei abgebaut. Zwar hat man mittlerweile erkannt, dass dieser Trend der falsche Weg ist und versucht zumindest das Personal wieder aufzubauen.

Doch die Auswirkungen des Personalabbaus sind überall ähnlich und bis genügend geeignete Bewerber gefunden und ausgebildet sind, um nicht nur die Pensionäre auszugleichen, sondern wirkungsvoll das Personal aufzubauen, werden noch einige Jahre vergehen. Wir berichteten darüber.

Bis dahin zeigt sich, dass fehlende Polizisten es Straftätern nur allzu leicht machen, ihr kriminelles Handeln durchzuführen und die Polizei hat nicht genügend Manpower, um dem Einhalt zu gebieten. Am Beispiel von Berlin und Nordrhein-Westfalen zeigen wir die Auswirkungen dieser Personalpolitik.

So wird aus dem Personalmangel der Polizei ein Geschäft

29. November 2016 um 16:21

Der Personalmangel der Polizei war schön öfter Thema bei uns. Nach Jahren des Abbaus soll hier und da wieder mehr Personal eingestellt werden. Eine Trendwende, die man nur begrüßen kann!

Doch bis es soweit ist und die neuen Kollegen tatsächlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden, dauert es noch eine Zeit. Sie müssen ausgewählt, eingestellt und ausbildet werden. Es dauert also noch mindestens drei Jahre bis man überhaupt etwas von dem Einstellungsplus bemerkt, sofern er denn beschlossen wurde (und das ist unterschiedlich bei den 16 Länderpolizeien und der Bundespolizei).

Wegen der angestiegenen Einbruchskriminalität und der daraus resultierenden Angst der Hausbesitzer macht ein Berliner nun aus der Not ein Geschäft. Er bietet Streifenwagen-Attrappen zum Mieten an. Die Fahrzeuge, die bislang für TV-Produktionen verwendet wurden, können nun von Jedermann gemietet werden.

Personalmangel, Geldmangel, Arbeitsdruck: Acht von zehn Polizisten überlegen zu kündigen

18. August 2016 um 18:03

Nein, diese Meldung stammt nicht aus Deutschland oder einem anderen Land im deutschsprachigen Raum, aber aus einem europäischen Land, nämlich aus Schweden. Und falls jemand im folgenden Bericht Parallelen hierzulande feststellen sollte, sind diese natürlich rein zufällig.

Erica Bäckius war Verkehrspolizistin in Schweden, mit Betonung auf „war“. Denn sie hat, wie viele ihrer Kollegen, gekündigt. 13 Jahre lang hat sie ihrem Staat und den Bürgern gedient, aber dann war Schluss.

Innere Sicherheit nach Kassenlage: Bremer Polizei will wegen Personalmangel Aufgaben streichen

2. März 2016 um 14:00

Innere Sicherheit nach KassenlageEs rumort in den Reihen der Polizei. Außer in Wahlversprechen bleibt die Unterstützung seitens der Politik, was den Personalaufbau und die Ausstattung angeht, auf der Strecke. Dies führt nun in der Hansestadt Bremen zu einem einzigartigen Vorgang.

Die Bremer Polizisten hatten in einer gemeinsamen Resolution an den Bremer Innensenator verlangt, dass 300 zusätzliche Polizisten eingestellt werden sollen. In einer Personalversammlung wurde diese Resolution einstimmig verabschiedet.

Von Innensenator Ulrich Mäurer kam eine Absage. Er ließ die Beamten wissen: „Wir müssen die innere Sicherheit in den Spielräumen der Realität organisieren. Dazu braucht es den Schulterschluss aller Beteiligten. Bloße Ich-wünsch-mir-was-Forderungen helfen jetzt nicht weiter.“

Kommission analysiert Personalmangel der sächsischen Polizei

15. März 2015 um 22:04

Gedanken eines Polizisten: Mein persönliches 25-Jähriges, innerlich wie äußerlich zerknittert

4. September 2021 um 19:43

Gedanken eines Polizisten: Mein persönliches 25-Jähriges, innerlich wie äußerlich zerknittert

„Mein Schichtumlauf beginnt mit einem Spätdienst. Wochen vorher hatte ich eine Einladung erhalten. Mein Direktionsleiter lädt zur Urkundenübergabe ein, zum 25jährigen. Dazu soll ich eine Stunde früher da sein.

Wir sitzen im lockeren Rahmen im Büro des Dienststellenleiters zusammen. Neben mir bekommen noch zwei Kolleginnen ihre Urkunde ausgehändigt. Sie haben ihre Kinder mitgebracht, es sind Ferien. Direktion- und Dienststellenleiter wechseln sich in ihrer Rede ab. Es geht um Personalmangel, Geldmangel… Während der Dienststellenleiter resümiert, was es im Einstellungsjahr für wichtige Ereignisse gab (Gorbi, Wiedervereinigung, Take That wurde gegründet!), schweifen meine Gedanken ab. Ich schaue auf das Einladungsschreiben, welches vor ihm liegt und erst hier fällt mir etwas auf:

Fremdenfeindlicher Anschlag mit zehn Toten in Hanau: „Haarsträubende Inkompetenz der Polizeiführung“

28. Juli 2021 um 19:11

Fremdenfeindlicher Anschlag mit zehn Toten in Hanau: "Haarsträubende Inkompetenz der Polizeiführung"Die meisten können sich sicher noch an den fremdenfeindlichen Anschlag in Hanau (Hessen) erinnern, bei dem am 19. Februar 2020 zehn Menschen gewaltsam aus dem Leben gerissen wurden. Schnell wurde der Polizei Hanau die Schuld in die Schuhe geschoben, weil der Notruf überlastet war.

Doch mittlerweile sieht alles ganz anders aus. Die Staatsanwaltschaft Hanau hat in diesem Fall Vorermittlungen durchgeführt, da gegen die eingesetzten Polizisten Strafanzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung erstattet wurde, und sie hat kürzlich ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Der Bericht zeichnet ein düsteres Bild, einerseits über die Zustände bei der Polizei in Hanau, allerdings auch über die Polizeiführung, der diese Zustände nicht nur bekannt waren, sonder die diese auch noch jahrelang ignorierte.

Auf Streife mit Lothar Riemer: Die Mär vom Knöllchen

20. September 2020 um 20:07

Auf Streife mit Lothar Riemer: Die Mär vom Knöllchen

„Nun kommt er also doch noch – der Tagesordnungspunkt ‚Verkehrsstatistik‘. Inbrünstig hatte ich gehofft, der Kelch gehe an uns in der Dienstgruppenleiterbesprechung vorüber. Doch weit gefehlt. Da gibt es kein entrinnen.

Nun werden sie also präsentiert, die Zahlen der geahndeten Verkehrsverstöße. Wie Hagelkörner prasseln sie auf uns Schichtleiter nieder. Man kann gar nicht umhin, von ihnen getroffen zu werden. Wer hat wie viel und vor allem welche Verkehrsverstöße geahndet.

Meine Dienstgruppe ist einmal mehr weit vom Klassenprimus entfernt. Eigentlich möchte ich aufstehen und gehen. Was sagen solche Zahlen denn aus? Aber der Druck wird von ganz oben nach unten durchgereicht.

Reportage: Im Namen des Volkes – Justiz vor dem Kollaps?

19. Juli 2019 um 19:57

Immer wieder berichten wir von Justizentscheidungen, die uns ratlos zurück lassen. Dabei ist es egal, ob es die Staatsanwaltschaften oder die Gerichte betrifft. Doch woran liegt das?

Wie die Polizei leidet auch die Justiz an chronischem Geldmangel, Personalmangel und schlechter Ausstattung. Selbst wenn die meisten Menschen in der Justiz bemüht sind, gute Arbeit zu leisten, haben sie oft einfach keine andere Wahl, als ressourcenschonend zu arbeiten. Auch wenn die Justizministerien das anders sehen (wollen), täuscht es nicht darüber hinweg, dass hier einiges im Argen liegt.

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