Straf- und Disziplinarverfahren: Polizist setzt grundlos Pfefferspray ein

5. Februar 2019 um 18:49

Straf- und Disziplinarverfahren: Polizist setzt grundlos Pfefferspray einFehlverhalten von Polizisten kommt vor, Fehler zu machen ist menschlich. Zumindest dann, wenn die Situation falsch eingeschätzt wird. Wissentlich falsch zu handeln ist jedoch etwas, was nicht vorkommen darf und das hat, wie im folgenden Fall, die entsprechenden Konsequenzen.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Bremen Anfang Februar mitteilen (PDF-Datei), kam es bereits Ende Dezember des vergangenen Jahres zu einem Zwischenfall auf dem Parkplatz hinter der Wache Stephanitor. Demnach soll ein Polizist am 30. Dezember, zwischen 23 und 0 Uhr, grundlos Pfefferspray gegen einen 30-Jährigen eingesetzt haben.

Fünf Polizistinnen und Polizisten verletzt: Mann rastet aus, Pfefferspray zeigte keine Wirkung

17. April 2018 um 20:02

Fünf Polizistinnen und Polizisten verletzt: Mann rastet aus, Pfefferspray zeigte keine WirkungVorgestern Nachmittag rastete vor der Linzer Polizeiinspektion (Oberösterreich) ein Mann völlig aus, verletzte insgesamt fünf Polizistinnen und Polizisten und streckte eine Beamtin mit einem Faustschlag nieder, die dann bewusstlos zu Boden ging.

Der 27-Jährige wurde durch die Polizisten angehalten, weil er direkt vor der Dienststelle herum schrie und sich aggressiv verhielt. Während der Personenkontrolle rastete der Mann völlig aus, der zuvor bereits mit seiner Lebensgefährtin in Streit geraten war. Es kam zur Rangelei zwischen ihm und den Beamten. Zudem schlug und trat er um sich und verletzte beide Polizisten.

Als auch der Einsatz des Pfeffersprays keine Wirkung zeigte wurden Unterstützungskräfte angefordert. Während diese sich näherte riss sich der Gewalttäter los und wollte flüchten, traf hierbei aber auf eine herbei eilende Polizistin, die er unvermittelt mit einem Faustschlag niederschlug. Die Beamtin ging bewusstlos zu Boden und blieb schwer verletzt liegen.

Erst als weitere Polizeikräfte anrückten, konnte der Mann überwältigt und fixiert werden. Nach der Festnahme wurde der 27-Jährige, der aus der Dominikanischen Republik stammte, der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Auf deren Anordnung ging es für ihn direkt in die Justizanstalt.

Wir senden Klaudia, der schwer verletzten Kollegin, aber auch den übrigen verletzten Kollegen die besten Genesungswünsche nach Linz!

Einsatz von Pfefferspray endete tödlich

13. November 2016 um 18:33

Einsatz von Pfefferspray endete tödlichVorwurf der Polizeigewalt wird kolportiert und Gefährlichkeit von Pfefferspray unterstrichen

Bereits am 16. Oktober kam es in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) zu einem Polizeieinsatz wegen Ruhestörung, in dessen Verlauf Pfefferspray eingesetzt wurde und der Adressat dieser Maßnahme später im Krankenhaus verstarb.

Die Polizei war von Nachbarn wegen einer Ruhestörung gerufen worden. Wie es heißt, habe der 39-jährige Mann, der von Frau und 2-jährigem Kind getrennt lebt, seiner Familie einen Besuch abgestattet. Der Mann soll Alkohol und Kokain konsumiert haben und derart laut geworden sein, dass die Nachbarn die Polizei riefen.

Fragwürdiger Nutzen: Polizei in Niedersachsen soll Pfefferspray wiegen

27. Juli 2016 um 16:32

Polizei in Niedersachsen soll Pfefferspray wiegenBei der Polizei Niedersachsen werden zukünftig Präzisionswaagen, Pfefferspray und ein erhöhter Verwaltungsaufwand eng miteinander verbunden sein. Denn dort soll zukünftig der Verbrauch dieses Reizstoffes vor und nach dem Einsatz gewogen werden.

Man könnte bei dieser Meldung versucht sein auf den Kalender zu schauen, oder dem Verdacht erliegen, diese Meldung stamme von einem einschlägigen Satire-Magazin. Aber glaubt man dem Bericht des NDR, ist diese Maßnahme bereits teilweise vollzogene Praxis.

Wie dort berichtet wird, haben die Polizeivizepräsidenten in Niedersachsen bei ihrer Tagung am 9. Juni im Kloster Loccum beschlossen, dass die Behälter, in dem sich das Pfefferspray befindet, vor und nach einem Einsatz verwogen werden sollen. Auf das Gramm genau soll nun festgehalten werden, welcher Beamte wie viel Reizgas versprüht hat.

Aktuelle Diskussion: Pfefferspray oder CS-Gas, Taser oder Elektroschocker?

16. Januar 2016 um 22:27

Aktuelle DiskussionWir haben in den vergangenen Tagen öfter die Frage gestellt bekommen, wie man sich (als Frau und auch als Mann) in einer Menschenmenge wehren kann. Gleichzeitig wird die Frage gestellt, ob man zu CS-Gas oder Pfefferspray greifen sollte und auch darf, oder Taser erlaubt sind.

Wir können, dürfen und wollen euch NICHT zu dem ein oder anderen raten.

Die private Selbstbewaffnung wird von uns Polizisten mit Sorge betrachtet, nicht nur wegen des Pfeffersprays, auch wegen immer mehr Anfragen zu kleinen Waffenscheinen und Schreckschusspistolen in privatem Besitz.

Deswegen ist dieser Beitrag eine Information und KEINE Aufforderung zum Kauf!

Beziehungsstreit eskaliert: Sechs Polizisten durch Angriff mit Pfefferspray und Hammer verletzt

5. Januar 2016 um 19:01

Sechs Polizisten verletztAm Sonntagabend ist in Budenheim (Rheinland-Pfalz) ein Beziehungsstreit eskaliert, infolge dessen sechs Polizisten verletzt wurden und teilweise nicht mehr dienstfähig sind.

Gegen 20:30 Uhr kam es zum Streit zwischen einer 24jährigen Frau und ihrem 28jährigen Ex-Freund. Die Frau alarmierte die Polizei, weil der Ex-Freund bereits einen Teil der Wohnungseinrichtung demoliert hatte.

Als Polizisten in der Wohnung eintreffen, verbarrikadiert sich der Mann in einem Zimmer und zeigt sich aggressiv. Noch bevor Unterstützungskräfte eintreffen konnte, gelang dem Mann die Flucht über das Zimmerfenster.

Gerichtsurteil: Polizisten dürfen Fotografie ihrer Person bei alltäglichen Polizeieinsätzen verhindern

3. Juni 2020 um 19:29

Gerichtsurteil: Polizisten dürfen Fotografie ihrer Person bei alltäglichen Polizeieinsätzen verhindernGerade in letzter Zeit sieht man in den sozialen Medien viele Bilder und Videos, bei denen Polizisten sehr nah abgelichtet werden. Vornehmlich, um angeblichen “Polizeigewalt” oder rechtswidrige Maßnahmen zu dokumentieren. Dass das bei alltäglichen Polizeieinsätzen nicht immer erlaubt ist und von Polizisten auch unterbunden werden darf, ist nicht neu, wurde aber durch ein Gericht in einem konkreten Fall nun bestätigt. Und das auch dann, wenn es sich um einen Pressefotografen handelt.

 

Der Fall

Bei dem hier entschiedenen Fall handelt es sich um einen Polizeieinsatz aus dem August 2018 in der Nähe von Aachen (Nordrhein-Westfalen). Ein mit Holz beladener Einkaufswagen war in Brand gesteckt worden und es bestand durch Funkenflug und herrschende Trockenheit die Gefahr, dass sich das Feuer ausweiten könnte.

Einsatzkräfte attackiert: 30 Rechtsextremisten greifen Polizisten mit Holzlatten und Stahlrohren an

27. Mai 2020 um 19:55

Einsatzkräfte attackiert: 30 Rechtsextremisten greifen Polizisten mit Holzlatten und Stahlrohren an

Bild: Polizei Sachsen via Twitter

Erst heute hat das Bundeskriminalamt die Kriminalstatistik für politisch motivierte Straftaten veröffentlicht und die Zahlen sind Besorgnis erregend. Die Gesamtzahl stieg um über 14 Prozent, rechte Straftaten stiegen um fast 10 Prozent, linke um knapp 24 Prozent und die religiös motivierten fielen um 27,5 Prozent. Gewalttaten gegen Amtsträger, also auch Polizisten, stiegen um über 33 Prozent zum Vorjahr an.

Der folgende Vorfall fällt gleich in zwei der zuvor genannten Kategorien, nämlich politisch motiviert rechts (PMK rechts) und Gewalt gegen Einsatzkräfte. So wurden gegen Ende der vergangenen Woche im Königsteiner Ortsteil Pfaffendorf (Sachsen) Polizisten von 30 Rechtsextremisten angegriffen, ein Einsatzfahrzeug wurde beschädigt. 120 Polizisten von Landes- und Bundespolizei waren im Einsatz.

Zwei Festnahmen in Duisburg Marxloh: Zwei Großeinsätze der Polizei, weil bis zu 200 Personen die Maßnahme verhindern wollen

20. Mai 2020 um 20:53

Zwei Festnahmen in Duisburg Marxloh: Zwei Großeinsätze der Polizei, weil bis zu 200 Personen die Maßnahme verhindern wollenWer uns schon etwas länger folgt, der weiß, dass Duisburg Marxloh (Nordrhein-Westfalen) ein sozialer Brennpunkt und für uns Polizisten oft ein hartes Pflaster ist. Immer wieder kommt es zu Großeinsätzen der Polizei, weil sich ein Mob zusammen rottet um die Polizisten anzugreifen. So war es nun auch bei zwei unterschiedlichen Festnahmen innerhalb weniger Tage.

 

Zum ersten Großeinsatz kam es am vergangenen Sonntag, als eine Streife einen per Haftbefehl gesuchten 18-Jährigen erkannte, der wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde. Der Gesuchte versuchte in ein Haus zu flüchten, konnte von den Polizisten aber ergriffen werden.

Streit um Maskenpflicht im Laden eskaliert: Zwei Polizisten schwer verletzt

12. Mai 2020 um 20:17
Streit um Maskenpflicht im Laden eskaliert: Zwei Polizisten schwer verletzt

Bild: Screenshot Onlinevideo von Malena Siciliana via Facebook

In letzter Zeit tauchen immer mehr Onlinevideos auf, die vorgeben ein Beweis für Polizeigewalt zu sein. Meist bekommt man nur das zu sehen, was man sehen soll, nämlich den Beweis für Polizisten, die unrechtmäßig übergriffig werden. Und die Netzgemeinde “zerfleischt” die gezeigten Beamten regelrecht. Doch ist das wirklich so?

Im folgenden Fall geht es um einen Vorfall am vergangenen Samstag in einem Supermarkt in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen). Wie es im Polizeibericht heißt, wurde eine Streife zu dem Supermarkt gerufen, weil sich zwei Männer (35 und 38 Jahre) alt weigerten der Mundschutzpflicht nachzukommen.

Google+