Gedanken eines Polizisten und Vaters: Das virale Teilen angeblicher “Polizeigewalt” erzeugt nur Hass und einen weinenden Elfjährigen

2. August 2019 um 18:45 Uhr

Gedanken eines Polizisten und Vaters: Das virale Teilen angeblicher "Polizeigewalt" erzeugt nur Hass und einen weinenden ElfjährigenAnfang dieser Woche haben wir über den Vorfall in Frankfurt (Hessen) berichtet. Eine Personenkontrolle auf der Zeil nach einer gemeldeten Schlägerei eskalierte. Die Polizisten wurden angegriffen und verletzt, doch die in sozialen Netzwerken geteilten Videoschnipsel sollten die Sache umkehren: Polizisten zu Tätern und die Angreifer zu Opfern von Polizeigewalt machen.

Dazu haben wir die Gedanken eines Kollegen erhalten, der Vater eines elfjährigen Sohnes ist und mit dem vorgenannten Polizeieinsatz gar nichts zu tun hatte. Doch die Auswirkungen des Einsatzes und dem, was dann in den sozialen Netzwerken geschah, bekommen der Kollege und sein Sohn zu spüren. Eine Schilderung, die uns alle zu denken geben sollte:

Shitstorm in sozialen Medien: Videoschnipsel sollen “Polizeigewalt” belegen und zeigen nur die Hälfte

29. Juli 2019 um 20:22 Uhr

Shitstorm in sozialen Medien: Videoschnipsel sollen "Polizeigewalt" belegen und zeigen nur die HälfteVielleicht habt ihr das Video auch schon gesehen, um das es hier geht, oder vielmehr die Videoschnipsel. Man kann sich dem kaum entziehen, weil irgendwer im Freundeskreis irgendwie darauf reagiert hat. Fluch und Segen der sozialen Netzwerke… Und es kommt einem fast so vor, als ob sich diese Fälle häufen, weil diese Netzwerke perfekt für solche Aktionen sind.

Am vergangenen Samstag ist es auf der Zeil in Frankfurt am Main (Hessen) zu einem Polizeieinsatz gekommen. Eine Schlägerei war vor einem der bekannten Clubs gemeldet worden. Eine Streife des 1. Reviers befand sich im Einsatz, als die Situation eskalierte.

Unseriöse Schätzung: Studie verfünffacht Fälle von “Polizeigewalt”

28. Juli 2019 um 19:58 Uhr

Unseriöse Schätzung: Studie verfünffacht Fälle von "Polizeigewalt"Im November 2018 wiesen wir auf eine Studie hin, die es sich zum Ziel gesetzt hatte das Thema “Polizeigewalt” auszuwerten und das Dunkelfeld aufzuhellen. Das KviAPol abgekürzte Projekt an der Ruhr-Uni Bochum, unter Federführung der Kriminologen Tobias Singelnstein und Thomas Feltes bezog sich dabei auf empirische Forschung.

Bereits seinerzeit hatten wir die Methodik und das Ziel der Studie als fragwürdig angesehen und mit dieser Meinung waren wir nicht alleine. So wurde ein Onlinefragebogen zur Verfügung gestellt, wo Betroffene von angeblich rechtswidriger polizeilicher Maßnahmen ihre Erlebnisse schildern konnten.

Die Studie wurde zwischenzeitlich geschlossen und ist bislang noch nicht veröffentlicht. Doch das ARD-Magazin Kontraste, Der Spiegel und die Tagesschau titeln bereits unter Berufung auf diese Studie: Deutlich mehr Fälle von Polizeigewalt? (hier wenigstens noch als Frage formuliert) oder Staatsgewalt – wenn Polizisten zu Tätern werden.

Ein absolut krasser Fall von Polizeigewalt!!1einself

10. August 2018 um 18:09 Uhr

Vortrag: “Gab es beim G-20-Gipfel Polizeigewalt? Das will ich hoffen”

30. November 2017 um 15:48 Uhr

Der Philosoph und Theologe Richard Schröder hat in Hamburg eine Rede zum G20-Gipfel gehalten. Seine Worte sind auszugsweise beim Abendblatt veröffentlicht worden und haben nicht nur hinsichtlich dieses Großeinsatzes Gültigkeit, sondern sind allgemeingültig, was die Polizeiarbeit und das Gewaltmonopol angeht.

Hier zwei Zitate aus der Rede:

“Nur der Staat darf zwingen. Im Verhältnis zu den Bürgern nimmt dieses Gewaltmonopol die Polizei wahr. Inzwischen denken manche, auch dieses Gewaltmonopol sei illegal oder “zu hinterfragen”, was in schlichtem Deutsch heißen würde: abzulehnen. Sie irren.”

Dank Videoüberwachung gelang Nachweis: Vorwurf der “Polizeigewalt” war Falschaussage

23. September 2017 um 09:13 Uhr

Dank Videoüberwachung gelang Nachweis: Vorwurf der "Polizeigewalt" war FalschaussageDer Vorfall liegt schon etwas zurück, doch nun ist dank der neuen Videoüberwachung rund um den Kölner Dom gelungen, den Vorwurf gegenüber Polizisten, die tätlich geworden sein sollen, als Falschaussage zu belegen.

Es war die Nacht zum 23. Juni dieses Jahres, als Polizisten zum Wallraffplatz in der Nähe des Doms gerufen wurden. Zwei junge Frauen hatten die Polizei alarmiert, weil sie von einem 29-jährigen Mann belästigt wurden. Dieser hatte sie bis zur Domtreppe verfolgt und erst dort aufgegeben.

Die Polizisten konnten den Mann antreffen. Sie brachten ihn zum Streifenwagen. Später soll der 29-Jährige Widerstand geleistet haben. Dann behauptete der Mann, von einem Polizisten auf dem Weg zum Streifenwagen grundlos geschlagen worden zu sein.

Polizeigewalt? Denkt mal drüber nach!

12. August 2017 um 21:20 Uhr

Polizeigewalt? Denkt mal drüber nach!Wir sagen definitiv: NEIN! Denn wenn man von “Polizeigewalt” spricht, dann ist die komplette Polizei gemeint, also jeder einzelne Polizist und davon distanziere wir uns energisch. Genau wie tausende Kollegen von uns auch.

Videos, die geschnitten werden oder nie den ganzen Sachverhalt zeigen, werden vom geneigten Publikum bewertet. Wir gehen sogar einen Schritt weiter und behaupten, dass viele dieser Videos bewusst ins Netz gestellt werden, weil man die Polizei diskreditieren will, uns einfach nicht mag.

Ja unsere Arbeit sieht oft nicht schön von außen aus. Aber meint ihr wir machen das aus Spaß? Meint ihr uns ist es eine Freude Menschen zu Boden bringen zu müssen? Sie zu fesseln?

Nein, definitiv nicht!

Polizeigewalt, die keine war: Angeblicher “Prügelpolizist” freigesprochen

9. Februar 2016 um 14:22 Uhr

Wir berichteten im Februar 2015 über einen Vorfall bei einer Demo in Chemnitz (Sachsen). Während einer Cegida-Demo wurde ein Gegendemonstrant von zwei Polizisten abgeführt. In dem Video, welches wir damals ebenfalls zeigten, führte einer der Polizisten plötzlich einen Schlag gegen den Festgenommenen aus, so dass dieser zusammen sackte. Anschließend wurde er zum Polizeibus abgeführt.

Wir berichteten: https://www.facebook.com/polizeimensch/posts/849282415113182:0

Das Video hatte damals in bestimmten Kreisen für Aufsehen gesorgt. Von ungerechtfertigter Polizeigewalt war die Rede, die MOPO, die das Video veröffentlichte, nannte den Polizisten gleich einen “Prügelpolizisten”. Laut damaliger Pressemitteilung der Polizei Chemnitz habe man sofort bei Bekanntwerden des Videos ein Verfahren gegen den Polizisten eingeleitet.

Gedanken eines Polizisten: Von Unbeteiligten im Einsatz angegriffen worden – Das Grundvertrauen in uns wird ausgehöhlt

13. September 2019 um 18:52 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Von Unbeteiligten im Einsatz angegriffen worden - Das Grundvertrauen in uns wird ausgehöhltHeute vor einer Woche veröffentlichten wir die Gedanken von Kollegin Mia Meine Arbeit, nicht deine! Lass mich meinen Job machen. Diese Zeilen sind von dem ein oder anderen falsch verstanden worden, denn es ging Mia nicht darum, dass polizeiliches Handeln nicht transparent und nachvollziehbar sein sollte.

Worum es ihr ging, das beschreibt ein Kollegen mit seinen folgenden Zeilen, der sich genau auf das Kernthema von Mias Gedanken bezieht:

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“Noch nie war ein Artikel treffender und vom Timing her so gut, wie der Beitrag von Mia.

Es ist gerade einige Nachtdienste her, in denen wir (mal wieder) in die gleiche Situation kamen. Nur dass unser Versuch, eine beginnende Schlägerei zu schlichten und die Kontrahenten zu trennen, nachdem sie auf Ansprache nicht reagierten, nicht nur damit endete, dass wir am Ende gegen beide Personen vorgehen mussten, weil sie sich gegen uns solidarisierten, sondern sich auch noch Unbeteiligte einmischten, um den beiden, die sich eigentlich untereinander prügeln wollten, nun gegen die Einsatzkräfte zu helfen.

Statement: Worte können töten – Von einer permanenten ungeahndeten Grenzverletzung

3. August 2019 um 18:46 Uhr

Statement: Worte können töten - Von einer permanenten ungeahndeten GrenzverletzungBezugnehmend auf einen Vorfall in Frankfurt (Hessen), bei der eine Personenkontrolle eskaliert war, Polizisten angegriffen und verletzt wurden und in soziale Medien geteilte Videoschnipsel angebliche “Polizeigewalt” belegen sollten, hatten wir gestern die Gedanken eines Kollegen veröffentlicht.

Sein elfjähriger Sohn hatte auf sein Handy unter Hinweis auf diesen Vorfall eine Nachricht erhalten, mit dem Kommentar “ACAB” (All Cops Are Bastards), obwohl sein Vater bei diesem Vorfall überhaupt nicht eingesetzt war. Sippenhaft, die der Sohn nicht verstehen konnte und die ihn erschütterte.

Hierzu hatte unser Teammitglied TM einen Kommentar verfasst, dem wir uns als Team nur anschließen können und den wir an dieser Stelle als Statement mit euch allen teilen möchten:

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