Marode Schießstände: Berlin beschließt Fonds für geschädigte Polizisten

29. Oktober 2017 at 9:56

Marode Schießstände: Berlin beschließt Fonds für geschädigte PolizistenSchon mehrfach hatten wir über die maroden Schießstände in Berlin berichtet. Nachdem festgestellt worden war, dass die Umluftanlagen unzureichend oder fehlerhaft sind und dadurch unter anderem der Pulverdampf nicht abgesaugt, sondern zum Schützen zurück geführt wurde, mussten die meisten Schießstände geschlossen werden.

Infolge der weiteren Berichterstattung wurde bekannt, dass die Berliner Polizeiführung schon seit Jahren von diesem Problem wusste, aber nichts unternommen hatte. Diese Untätigkeit führte auch zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Chemikaliengesetz, schwere Körperverletzung und Körperverletzung im Amt.

Insgesamt sollen 90 Polizisten durch die Zustände in den Schießanlagen geschädigt worden sein, einer der Geschädigten ist mittlerweile verstorben. Die Schädigung betrifft insbesondere die Schießtrainer und Angehörige der Spezialeinheiten, die ein besonders intensives Schießtraining absolvieren.

Marode Schießstände: Berliner Polizeiführung wusste seit 2011 Bescheid und unternahm nichts

2. März 2017 at 20:09

Wir berichteten bereits mehrfach über die maroden Berliner Schießstände der Polizei. Auch beim rbb waren sie des Öfteren ein Thema, doch nun kamen neue und erschreckende Informationen ans Licht der Öffentlichkeit.

Die damalige Berliner Polizeipräsidentin Margarete Koppers wusste laut einem Protokoll, das dem rbb vorliegt, über die gesundheitlichen Risiken auf Berliner Schießständen Bescheid. Sie hat offenbar über Jahre hinweg die Gefährdung der Gesundheit ihrer Beamten in Kauf genommen. Dies belegt ein internes Protokoll von einem “Jour Fix” mit der damaligen Präsidentin und weiteren Vertretern der Polizei, welches dem Sender vorliegt.

Gesundheitsgefährdung auf den Schießständen der Berliner Polizei hat juristische Folgen

13. April 2016 at 23:31

Gesundheitsgefährdung hat FolgenWir berichteten bereits im vergangenen Herbst über die maroden Schießstände der Berliner Polizei, den stark eingeschränkten Schießbetrieb und die Gesundheitsgefahr für die trainierenden Polizisten und Schießtrainer.

Diese Angelegenheit hat nun ein juristisches Nachspiel, da die Ergebnisse der internen Revision vorliegen und das Ausmaß der Gesundheitsgefährdung erkennbar wird. Was eigentlich vor einigen Jahren bereits in Gutachten dargelegt wurde, dann aber auf wundersame Weise verschwand, kann nun offiziell nachgelesen werden.

Marode Schießstände in Berlin – Training nur noch eingeschränkt möglich – Gesundheitsgefahr für Polizisten

15. Oktober 2015 at 19:44

Schiessen_BerlinIn den letzten Monaten wurde bereits durch verschiedene Medien darüber berichtet, dass die Polizei Berlin ein Problem mit ihren Schießständen hat. Es war die Rede davon, dass das Schießtraining nur noch eingeschränkt möglich sei und die Gefahr bestehe, das die Polizisten das Schießen verlernen.

Nun haben sich Polizisten und Schießtrainer an die Öffentlichkeit gewandt, müssen jedoch zum Eigenschutz anonym bleiben. Der Grund, warum verschiedene Schießstände geschlossen wurden und Polizisten erkrankt sind, liegt in einer akuten Gesundheitsgefahr auf den maroden Schießständen, da die Umluftanlagen unzureichend oder fehlerhaft sind.

Umstritten: Berlins Polizei-Vizepräsidentin soll Generalstaatsanwältin werden

4. November 2017 at 21:03

Umstritten: Berlins Polizei-Vizepräsidentin soll Generalstaatsanwältin werdenWenn eine Polizeimitarbeiterin eine Führungsaufgabe bei der Justiz übernehmen soll, ist da für sich genommen kein Thema für uns. In diesem Fall sieht die Sache jedoch anders aus, denn der Vorgang hinterlässt einen schalen Beigeschmack und hätte auch nach der Ernennung einen Polizeibezug.

Margarete Koppers ist amtierende Polizei-Vizepräsidentin in Berlin. Sie ist Volljuristin und hat bereits als Richterin gearbeitet, bevor sie Vize-Chef bei der Berliner Polizei wurde. Nun möchte sie Generalstaatsanwältin werden, doch die Entscheidung, die gefallen ist und nun auch gerichtlich bestätigt wurde, ist nicht nur politisch, sondern auch in den Polizeireihen umstritten.

Die Entscheidung geht auf einen Vorschlag das Berliner Justizsenators Dirk Behrendt zurück, der der Meinung ist, dass Koppers die “beste Kandidatin” sei – und “Berlin bekommt nun eine unerschrockene und tatkräftige Generalstaatsanwältin”. Noch während der Entscheidungsfindung wurde die Auswahlkommission ausgetauscht und die politische Opposition in Berlin sieht darin einen unzulässigen Eingriff.

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