Versuchter suicide by cop: Mann feuert auf Polizisten, weil er sterben möchte

12. Januar 2018 um 19:00 Uhr

Versuchter suicide by cop: Mann feuert auf Polizisten, weil er sterben möchteEine dramatische Wendung nahm ein Polizeieinsatz in Siegen (Nordrhein-Westfalen). Es kam zum Schusswaffengebrauch durch die eingesetzten Polizisten und ließ einen schwer verletzten Mann und traumatisierte Polizisten zurück.

In der Nacht zum gestrigen Donnerstag erhielt die Polizei gegen 1 Uhr den Notruf eines Mannes, der erklärte, dass gerade in seine Wohnung eingebrochen werde. Die Leitstelle der Polizei entsandte sofort eine Streife zum gemeldeten Tatort.

Als die Beamten die Straße, in der der Einbruch gemeldet wurde, erreicht hatte, kam ihnen ein Mann entgegen. Da es sich um den möglichen Täter hätte handeln können, sprachen sie den Mann an und dieser zog augenblicklich eine Waffe und feuerte damit mehrfach auf die Polizisten.

Lebensmüder Rentner verursacht suicide by cop

14. April 2017 um 12:54 Uhr

Lebensmüder Rentner verursacht suicide by copWir Polizisten sind da um Leben zu schützen und deswegen ist der Einsatz der Dienstwaffe immer das letzte Mittel. Darauf wiesen wir vor ein paar Tagen mit unserem Statement hin. Wenn jedoch unser eigenes Leben in Gefahr ist, müssen wir uns verteidigen und dies führte im folgenden Fall dazu, dass ein lebensmüder Rentner sein Ziel tragischer Weise erreichte.

Ein 64-jähriger Mann aus Brandenburg an der Havel war von seinen Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Vor seinem Verschwinden hatte er Suizidgedanken geäußert, so dass die Polizei Brandenburg intensiv nach ihm suchte.

Tragischer Einsatz: Flüchtiger stirbt nach Schusswaffengebrauch

20. Juli 2019 um 12:19 Uhr

Tragischer Einsatz: Flüchtiger stirbt nach SchusswaffengebrauchAuch wenn wir Polizisten wissen, dass wir unsere Dienstwaffe notfalls einsetzen müssen, um unser eigenes Leben zu schützen, ist es nie leicht, es tatsächlich zu tun. Wir möchten die Schwachen schützen, Leben bewahren. Doch manchmal geht es einfach nicht anders. Belastend bleibt so ein Einsatz allemal.

Einen solchen Einsatz hatte die Kantonspolizei Bern (Schweiz) vor wenigen Tagen, als sie einen Mann suchten, der in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war. Die Pressemeldung hält hier keine Gründe für die Unterbringung fest. Es wäre alles möglich, von einer persönlichen Krise bis hin zum Wunsch dem eigenen Leben ein Ende zu setzen.

Gedanken von Christiane: Darum schreibe ich jetzt darüber wer ich bin

8. März 2019 um 18:23 Uhr

Gedanken von Christiane: Darum schreibe ich jetzt darüber wer ich bin

“Es war der 29. Juni 2013. An diesem Tag wurde in Mitte ein Mann erschossen. Er war nackt in einen Springbrunnen geklettert und hat sich mit einem Messer selbst verletzt. Er rammte es in seinen Bauch. Schnitt sich die Arme und dann den Hals auf. Die Kollegen haben den Brunnen umstellt und einer ist rein gestiegen, um den Mann daran zu hindern sich weiter selbst zu verletzen.

Der Mann ließ sein Messer aber nicht fallen. Nein, er kam auf den Kollegen zu und hielt das Messer erhoben. Als er noch etwa 3 Meter entfernt war, hat der Kollege auf ihn geschossen. Obwohl Rettungskräfte und Notarzt vor Ort waren hat der Mann es nicht überlebt. Die Kugel hat seine Lunge durchschlagen.

“Polizisten sind Mörder”: Anfeindungen gegen Polizei nach tödlichem Schusswaffengebrauch

20. Dezember 2018 um 18:27 Uhr

"Polizisten sind Mörder": Anfeindungen gegen Polizei nach tödlichem SchusswaffengebrauchAm vergangenen Sonntag war es in Bochum (Nordrhein-Westfalen) zu einem tödlich verlaufenen Schusswaffengebrauch gekommen, weil ein Mann den Polizisten mit einem waffenähnlichen Gegenstand gegenüber stand und die Weisungen der Beamten nicht Folge leistete. Hiernach folgten Anfeindungen gegen die Polizei.

Die Polizei hatte vor diesem tragischen Einsatz am Sonntag bereits mehrfach Einsätze am dortigen Einsatzort, weil mehrfach Ruhestörungen, Randale und ein angekündigter Suizid gemeldet worden waren, die der später tödlich getroffene selbst ausgelöst hatte.

Zahlen belegen: Immer mehr Einsätze mit verwirrten oder unberechenbaren Menschen

14. August 2018 um 15:46 Uhr

Zahlen belegen: Immer mehr Einsätze mit verwirrten oder unberechenbaren MenschenWir haben in letzter Zeit recht häufig über Polizeieinsätze berichten müssen, bei denen Menschen in psychischen Ausnahmesituationen waren und Polizisten im Einsatz verletzt haben. Manch einer kommentierte, dass man das Gefühl habe, es würden immer mehr solcher Einsätze stattfinden. Was bislang nur ein Gefühl war, wurde nun mit Zahlen belegt, zumindest im Polizeipräsidium Mittelfranken (Bayern).

Schnell kann eine Situation eskalieren, besonders dann, wenn das polizeiliche Gegenüber sich in einer Ausnahmesituation befindet oder psychisch erkrankt ist. Wir Polizisten wissen dann oft nie, welche Situation wir vorfinden werden und wie sich unser Gegenüber verhalten wird, selbst wenn es bereits polizeiliche Erkenntnisse über die Person gibt.

Polizisten und die Dienst- oder Amtsverschwiegenheit

4. November 2016 um 20:45 Uhr

Polizisten und die Dienst- oder AmtsverschwiegenheitDa ich einige Polizisten in meinem Freundeskreis habe und auch lange die Partnerin eines Polizisten gewesen bin, sind mir einige Tabu-Themen nicht ganz fremd. Hinzu kommt, dass ich sehr gerne Bücher lese, die sich mit diesen Themen befassen.
Da ich gerade ein solches Buch am lesen bin entstanden diese Zeilen.

In jedem Berufszweig verpflichtet man sich über interne Abwicklungen usw. der Verschwiegenheit. Doch geht es in vielen Berufen um interne Abwicklungen oder sonstiges. Diese haben weniger mit Erlebnissen und Bildern aus dem Dienstalltag zu tun oder mit Problemen die Menschen betreffen.

Ausnahmesituation: Wenn Polizisten zu einem Todesfall gerufen werden

17. April 2016 um 02:19 Uhr

Wenn Polizisten zu einem Todesfall gerufen werdenDer Tod gehört zum Polizeiberuf dazu, wie das Leben selbst. Darauf werden Polizisten bereits in ihrer Ausbildung oder im Studium vorbereitet, aber das sind nur theoretische Grundkenntnisse. Wie schwierig der Umgang mit diesem Thema sein kann, erfährt man erst in der Praxis.

Die Aufgaben von Polizisten können bei einem Todesfall vielfältig sein und sind manchmal Herausforderung, zuweilen aber auch Überforderung. Zunächst einmal gehört es zu den Aufgaben der Polizei, herauszufinden, um was für einen Todesfall es sich handelt.

Liegt ein sogenannter natürlicher Todesfall vor (durch Krankheit oder Alter oder plötzliches Versagen eines lebenswichtigen Organs) ist damit die Arbeit der Polizei beendet. Diese Feststellung obliegt aber einem Arzt, der zusammen mit den Polizisten die Leichenschau durchführt.

Dienst, immer gleich und doch immer wieder anders

21. Dezember 2015 um 17:51 Uhr

Dienst immer gleichGerade jetzt in dieser dunklen Jahreszeit kommt es öfters zu Einsätzen die Fingerspitzengefühl erfordern. Bei der die menschliche Seite mehr gefordert wird, als die polizeiliche.

Jahreszeit bedingt geschehen mehr Unfälle durch unangepasste Fahrweise, aber viele Menschen sind jetzt auch deprimierter und einsamer, zumindest fühlt es sich so für sie an.

So kommt es zu Vorfällen bei denen Menschen ihre suizidalen Gedanken äußern, Androhungen durchgeben, Drogen unkontrolliert zu sich nehmen und Hilfe suchen. Einige greifen zum Telefon und wählen den Notruf der Polizei, als Hilferuf oder auch weil sie Angst haben und nicht alleine sterben wollen.

In anderen Situationen legen sie es auf einen Suicide by Cop an. In den meisten Fällen muss in aller Kürze sehr besonnen und bedacht gehandelt werden. Oft mit dem Risiko sich teilweise selbst in Gefahr zu bringen bzw. mitten in der Gefahr zu sein.

Adrenalin, das in Sekunden von 0 auf 100 ist, jeder unüberlegte Schritt kann ein Fehler sein. Hier kann man als Polizist/in noch so gut darauf vorbereitet und geschult worden sein, die Lage ist doch immer eine andere.

Das gegenüber kann anderes reagieren und sich anderes verhalten. Selbst wenn man den Suizid verhindern konnte, bleibt ein gewisses Maß an Zweifel zurück. Solche Vorfälle können manchmal noch sehr lange im Gedächtnis und im Gefühlsleben bleiben.

Darüber reden und es mit Kollegen verarbeiten ist oft nicht möglich, da der Dienst weiter geht. Meist wartet der nächste Fall schon und nach Dienstschluss ist jeder froh und tritt seinen nach Hause weg an. Die Beamten, die einen Suizid verhindert haben oder auch manchmal zu spät kamen, fahren mit ihren Gedanken oft alleine nach Hause.

Dort ankommen, kommen auch diese Gedanken an das Erlebte wieder zurück. Jetzt wäre es wichtig, wenn jemand zuhören könnte und hilft, das Geschehene zu verarbeiten. Manchmal ist es auch Hilfreich einen andere Sichtweise zu bekommen.

Leben die Beamten jedoch alleine, müssen sie Wege finden um damit klar zu kommen. Manchmal verändern sie sich und manchmal merken die Kollegen nichts oder können es gar nicht bemerken. Sie rechnen nicht damit, dass der Kollege oder die Kollegin nicht damit zurecht kommt. So kann es passieren, das er/sie ein Leben gerettet hat und ihre eigenes jetzt ins Wanken geraten ist.

Gerade jetzt und in dieser dunklen Jahreszeit ist das Menschliche auch unter den Kollegen gefragt. Das Miteinander und auch mal nach Feierabend noch ein Gespräch führen, ansprechen, womit man sich beschäftigt, kann für viele Hilfreich sein.

Ein Miteinander, dass eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber immer seltener selbstverständlich ist. Denn Machtkämpfe und Ruhm wegen Beförderungen werden groß geschrieben.

Ist Mobbing auf Dienststellen und sogar schon während der Ausbildung Alltag geworden? Und das in einem Beruf, der eh schon vollen Einsatz fordert und oft an die Grenzen der Menschlichkeit geht.

Hier sind nun öfters die Familien zu Hause gefordert und sie leisten, oder versuchen, Hilfe und Unterstützung zu leisten. Doch die ist manchmal auch nur begrenzt möglich.

Also könnte man abschließend feststellen, dass jeder mithelfen kann. Die Zeiten haben sich geändert und die Menschen sind egoistischer geworden. Doch ist es immer noch so, dass sich miteinander und gemeinsam viel besser Probleme lösen lassen und schlimmeres verhindern werden kann.

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