Versuchter suicide by cop: Mann feuert auf Polizisten, weil er sterben möchte

12. Januar 2018 um 19:00

Versuchter suicide by cop: Mann feuert auf Polizisten, weil er sterben möchteEine dramatische Wendung nahm ein Polizeieinsatz in Siegen (Nordrhein-Westfalen). Es kam zum Schusswaffengebrauch durch die eingesetzten Polizisten und ließ einen schwer verletzten Mann und traumatisierte Polizisten zurück.

In der Nacht zum gestrigen Donnerstag erhielt die Polizei gegen 1 Uhr den Notruf eines Mannes, der erklärte, dass gerade in seine Wohnung eingebrochen werde. Die Leitstelle der Polizei entsandte sofort eine Streife zum gemeldeten Tatort.

Als die Beamten die Straße, in der der Einbruch gemeldet wurde, erreicht hatte, kam ihnen ein Mann entgegen. Da es sich um den möglichen Täter hätte handeln können, sprachen sie den Mann an und dieser zog augenblicklich eine Waffe und feuerte damit mehrfach auf die Polizisten.

Lebensmüder Rentner verursacht suicide by cop

14. April 2017 um 12:54

Lebensmüder Rentner verursacht suicide by copWir Polizisten sind da um Leben zu schützen und deswegen ist der Einsatz der Dienstwaffe immer das letzte Mittel. Darauf wiesen wir vor ein paar Tagen mit unserem Statement hin. Wenn jedoch unser eigenes Leben in Gefahr ist, müssen wir uns verteidigen und dies führte im folgenden Fall dazu, dass ein lebensmüder Rentner sein Ziel tragischer Weise erreichte.

Ein 64-jähriger Mann aus Brandenburg an der Havel war von seinen Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Vor seinem Verschwinden hatte er Suizidgedanken geäußert, so dass die Polizei Brandenburg intensiv nach ihm suchte.

Welt-Suizid-Präventionstag

11. September 2021 um 20:00

Welt-Suizid-PräventionstagZwar war der Welt-Suizid-Präventiontag bereits gestern, doch ist uns das Thema zu wichtig, als nicht darüber zu schreiben. Angesichts der folgenden Zahlen wird klar, dass es kein Tabuthema mehr sein darf.

Laut Weltgesundheitsorganisation begehen jedes Jahr rund 700.000 Menschen weltweit Suizid, alleine in Deutschland haben im Jahr 2019 9.000 Menschen ihr Leben selbstbestimmt beendet. Die Suizidrate je 100.000 Einwohner liegt in Deutschland bei 12,3, in Österreich bei 14,6, in der Schweiz bei 14,5 und in den Niederlanden bei 11,8. Zum Vergleich: In den USA liegt sie 16,1.

Im Bezug auf die Polizei ergeben sich noch ein paar weitere Punkte, die den eigenen Suizid begünstigen und die Durchführung vereinfachen können. Darauf möchten wir im Folgenden noch eingehen. Doch auch der Suizid durch das polizeilich Gegenüber, der suicide by cop (also das Herbeiführen eines Polizeieinsatzes und Bedrohung der Polizisten, um dann von diesen erschossen zu werden), spielt hier eine weitere Rolle.

Pilotphase in Nordrhein-Westfalen: Tasereinsatz verhindert Suizid

27. Januar 2021 um 20:17

Pilotphase in Nordrhein-Westfalen: Tasereinsatz verhindert SuizidSeit diesem Jahr werden auch in Nordrhein-Westfalen Taser (Distanzelektroimpulsgeräte, kurz DEIG) eingesetzt. In einer ersten Pilotphase wurden 60 Geräte ausgegeben, an denen 400 Polizisten in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Dortmund und im Rhein-Erft-Kreis ausgebildet wurden.

 

Zum Glück konnten die Polizisten bei einem Einsatz in Düsseldorf am vergangenen Wochenende auf ein solches Gerät zurückgreifen, da ansonsten vermutlich nur noch die Dienstwaffe als Einsatzmittel übrig geblieben wäre, mit viel schlimmeren Folgen für alle Beteiligten.

Wie die Polizei Düsseldorf berichtet, sei eine Objektschutzstreife von einem Mann angesprochen worden. Dieser äußerte unmissverständliche Suizidabsichten gegenüber den Beamten und richtete hierbei ein Messer gegen sich selbst.

Während weitere Unterstützungskräfte zum Einsatzort fuhren, versuchten die Polizisten alle verbalen Möglichkeiten, um den Mann von seinem Vorhaben abzubringen. Doch er blieb unbeirrbar bei seiner Absicht. Entweder wollte er durch seine eigene Hand oder die der Polizisten (suicide by cop) sterben.

Schlussendlich, als der Mann kurz davor war sich selbst zu verletzen, setzten die Polizisten den Taser gegen ihn ein. Als er von den Elektroden getroffen wurde, konnten die Beamten den Mann widerstandslos überwältigen und das Messer sichern. Der unverletzt gebliebene Mann kam in eine Psychiatrie.

 

Hinweis:

Wenn du dich traurig oder depressiv fühlst, du keine Lust mehr hast, vielleicht sogar am (Weiter-) Leben, dann wende dich bitte an Freunde oder Bekannte. Rede darüber, denn reden hilft und du fühlst dich nicht so alleine!

Für Polizisten gibt es die Polizeiseelsorge oder auch andere Stellen, die zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Ansonsten kannst du auch die Telefonseelsorge oder eine andere Beratungsstelle kostenlos und anonym anrufen. Telefonnummern und Links für Deutschland, Österreich und die Schweiz findest du hier bei uns im Blog.

Hinterbliebene, die einen Angehörigen nach einem Suizid verloren haben, erhalten beim Projekt Hilfe nach Suizid Unterstützung (nur online).

Unsere Gedanken zum Thema Suizid und dem Warum könnt ihr hier nachlesen.

Gerichtsurteil: Weil er die Polizei hasst, wollte er “einen beliebigen Polizisten erstechen”

3. Dezember 2020 um 19:24

Gerichtsurteil: Weil er die Polizei hasst, wollte er "einen beliebigen Polizisten erstechen"Es ist fast ein Jahr her, als ein Unbeteiligter einen Polizisten während einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof München (Bayern) von hinten niederstach. Der Vorfall wurde bundesweit bekannt, da die Tatausführung sehr brutal war. Nun erging das Urteil.

Wir wir damals berichteten, ereignete sich der Vorfall gegen 06:30 Uhr, als zwei Polizisten der Polizeiinspektion 16, ein 30-jähriger Polizeiobermeister und ein 40-jähriger Polizeihauptmeister, gerade dabei waren eine Person zu kontrollieren, als ein 23-jähriger Münchner, der mit der Personenkontrolle nichts zu tun hatte, einen der Polizisten von hinten angriff.

Tragischer Einsatz: Flüchtiger stirbt nach Schusswaffengebrauch

20. Juli 2019 um 12:19

Tragischer Einsatz: Flüchtiger stirbt nach SchusswaffengebrauchAuch wenn wir Polizisten wissen, dass wir unsere Dienstwaffe notfalls einsetzen müssen, um unser eigenes Leben zu schützen, ist es nie leicht, es tatsächlich zu tun. Wir möchten die Schwachen schützen, Leben bewahren. Doch manchmal geht es einfach nicht anders. Belastend bleibt so ein Einsatz allemal.

Einen solchen Einsatz hatte die Kantonspolizei Bern (Schweiz) vor wenigen Tagen, als sie einen Mann suchten, der in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war. Die Pressemeldung hält hier keine Gründe für die Unterbringung fest. Es wäre alles möglich, von einer persönlichen Krise bis hin zum Wunsch dem eigenen Leben ein Ende zu setzen.

Gedanken von Christiane: Darum schreibe ich jetzt darüber wer ich bin

8. März 2019 um 18:23

Gedanken von Christiane: Darum schreibe ich jetzt darüber wer ich bin

“Es war der 29. Juni 2013. An diesem Tag wurde in Mitte ein Mann erschossen. Er war nackt in einen Springbrunnen geklettert und hat sich mit einem Messer selbst verletzt. Er rammte es in seinen Bauch. Schnitt sich die Arme und dann den Hals auf. Die Kollegen haben den Brunnen umstellt und einer ist rein gestiegen, um den Mann daran zu hindern sich weiter selbst zu verletzen.

Der Mann ließ sein Messer aber nicht fallen. Nein, er kam auf den Kollegen zu und hielt das Messer erhoben. Als er noch etwa 3 Meter entfernt war, hat der Kollege auf ihn geschossen. Obwohl Rettungskräfte und Notarzt vor Ort waren hat der Mann es nicht überlebt. Die Kugel hat seine Lunge durchschlagen.

“Polizisten sind Mörder”: Anfeindungen gegen Polizei nach tödlichem Schusswaffengebrauch

20. Dezember 2018 um 18:27

"Polizisten sind Mörder": Anfeindungen gegen Polizei nach tödlichem SchusswaffengebrauchAm vergangenen Sonntag war es in Bochum (Nordrhein-Westfalen) zu einem tödlich verlaufenen Schusswaffengebrauch gekommen, weil ein Mann den Polizisten mit einem waffenähnlichen Gegenstand gegenüber stand und die Weisungen der Beamten nicht Folge leistete. Hiernach folgten Anfeindungen gegen die Polizei.

Die Polizei hatte vor diesem tragischen Einsatz am Sonntag bereits mehrfach Einsätze am dortigen Einsatzort, weil mehrfach Ruhestörungen, Randale und ein angekündigter Suizid gemeldet worden waren, die der später tödlich getroffene selbst ausgelöst hatte.

Zahlen belegen: Immer mehr Einsätze mit verwirrten oder unberechenbaren Menschen

14. August 2018 um 15:46

Zahlen belegen: Immer mehr Einsätze mit verwirrten oder unberechenbaren MenschenWir haben in letzter Zeit recht häufig über Polizeieinsätze berichten müssen, bei denen Menschen in psychischen Ausnahmesituationen waren und Polizisten im Einsatz verletzt haben. Manch einer kommentierte, dass man das Gefühl habe, es würden immer mehr solcher Einsätze stattfinden. Was bislang nur ein Gefühl war, wurde nun mit Zahlen belegt, zumindest im Polizeipräsidium Mittelfranken (Bayern).

Schnell kann eine Situation eskalieren, besonders dann, wenn das polizeiliche Gegenüber sich in einer Ausnahmesituation befindet oder psychisch erkrankt ist. Wir Polizisten wissen dann oft nie, welche Situation wir vorfinden werden und wie sich unser Gegenüber verhalten wird, selbst wenn es bereits polizeiliche Erkenntnisse über die Person gibt.

Polizisten und die Dienst- oder Amtsverschwiegenheit

4. November 2016 um 20:45

Polizisten und die Dienst- oder AmtsverschwiegenheitDa ich einige Polizisten in meinem Freundeskreis habe und auch lange die Partnerin eines Polizisten gewesen bin, sind mir einige Tabu-Themen nicht ganz fremd. Hinzu kommt, dass ich sehr gerne Bücher lese, die sich mit diesen Themen befassen.
Da ich gerade ein solches Buch am lesen bin entstanden diese Zeilen.

In jedem Berufszweig verpflichtet man sich über interne Abwicklungen usw. der Verschwiegenheit. Doch geht es in vielen Berufen um interne Abwicklungen oder sonstiges. Diese haben weniger mit Erlebnissen und Bildern aus dem Dienstalltag zu tun oder mit Problemen die Menschen betreffen.

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