Eine Frage der Ausstattung: Wenn das Vorhandensein eines Tasers über Leben und Tod entscheidet

30. Dezember 2019 um 19:32

Eine Frage der Ausstattung: Wenn das Vorhandensein eines Tasers über Leben und Tod entscheidetZugegeben, unsere Überschrift klingt etwas plakativ, doch manchmal kann es wirklich so einfach sein und das werden wir auch anhand zweier Vorfälle in den vergangenen Tagen belegen. Im Saarland und in Baden-Württemberg wurden Polizisten jeweils am vergangenen Samstag mit einer Machete bzw. einem Schwert angegriffen. In dem einen Fall konnte die bedrohliche Situation mittels Taser entschärft werden, im anderen Fall musste der Angreifer leider sterben.

 

Saarland: Mann greift mit Machete Polizisten an und kann mit einem Taser gestoppt werden

Im saarländischen Neunkirchen wurde der Polizei eine Bedrohungslage gemeldet. Ein Mann sei dort mit einem Messer und einer Schusswaffe unterwegs. Sofort kam es zu einem Großeinsatz der Polizei. Eingetroffene Streifen konnten den Mann auch in der Haustür feststellen, zu diesem Zeitpunkt hielt er eine Machete mit 60 cm Klingenlänge in der Hand.

Tag der offenen Tür: Kritik an Taser-Vorführung vor Kindern

21. Mai 2019 um 20:17

Tag der offenen Tür: Kritik an Taser-Vorführung vor KindernAnfang Mai dieses Jahres fand im Einsatztrainingszentrum der Polizei des Saarlandes in Göttelborn ein Tag der offenen Tür statt. Die Polizei zeigte sich und ihre Einsatzmittel, führte ihr Können bei Übungen vor und selbstverständlich gab es auch ein Angebot für Kinder.

Nun hagelt es aber Kritik an einer Vorführung, die Polizisten dem geneigten Publikum zeigten, um Transparenz zu zeigen und Hintergründe verständlich zu machen. Es wurde auch der Taser (Distanzelektroimpulsgerät, kurz DEIG) nicht nur gezeigt, sondern auch an einer Person vorgeführt. Hintergrund ist hier, dass die saarländische Polizei aktuell einen Probebetrieb der Taser durchführt.

Kurzreportage: Nachtschicht mit dem Taser

17. April 2019 um 11:52

Mehrere Polizei nutzen mittlerweile nach einer Probephase den sogenannten Taser (Behördendeutsch: Distanzelektroimpulsgerät, kurz DEIG), eine Elektroschockpistole, die sowohl aus kurzer Distanz als Aufsatzelektroschocker genutzt werden kann, als auch aus der Distanz, wobei hier dann Pfeile herausschießen, über die ein Elektroimpuls an die Haut übertragen und die getroffene Person kampfunfähig wird.

Wie genau funktioniert dieser Taser und was halten die Polizisten von diesem relativ neuen Einsatzmittel? Das zeigt diese Kurzreportage.

Distanzelektroimpulsgerät: Taser ab sofort in Ludwigshafen im Streifendienst im Einsatz

17. Oktober 2018 um 09:26

Distanzelektroimpulsgerät: Taser ab sofort in Ludwigshafen im Streifendienst im Einsatz

Bild: Polizeipräsidium Rheinpfalz

Wie wir bereits im April dieses Jahres berichtet haben, wird die Polizei in Rheinland-Pfalz als erste Polizei in Deutschland, sogar im deutschsprachigen Raum, das Distanzelektroimpulsgerät (kurz DEIG oder auch Taser) im Streifendienst einführen. Nach einem wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt bei der Polizei in Trier kam man zu der Überzeugung, dass die Taser eine sinnvolle Ergänzung der Einsatzmittel sind.

Zwar soll der Taser nicht flächendeckend eingeführt werden, sondern nur in der Oberzentren, doch nach der Ankündigung im Frühjahr tut sich nun etwas. Die Polizei Ludwigshafen wird auf den sogenannten Stadtinspektionen 1 und 2 jeweils vier Geräte erhalten. Die ersten Geräte wurden bereits übergeben, so dass die Taser nun im Stadtgebiet eingesetzt werden können.

Polizei Hessen rüstet wegen Bedrohungslage auf: Sturmgewehre und Taser werden angeschafft

6. Juli 2018 um 16:46

Polizei Hessen rüstet wegen Bedrohungslage auf: Sturmgewehre und Taser werden angeschafftWegen der anhaltend hohen Bedrohungslage durch den internationalen Terrorismus rüstet die Polizei in Hessen aktuell ihre Beamten mit besserer Schutzausrüstung, Sturmgewehren und Tasern aus. Dies gehört zu einem Maßnahmenpaket, welches nach dem Anschlag auf die Pariser Redaktion der Zeitschrift Charlie Hebdo von Innenminister Beuth beschlossen wurde.

Zu diesem Paket gehört es unter anderem, dass insgesamt 1.500 Sturmgewehre vom Typ G36 angeschafft und an die Polizisten ausgegeben werden. Sechs Einheiten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) sind bereits mit 130 Gewehren ausgestattet worden. Aber auch Streifenbeamte, insbesondere in den Oberzentren wie Frankfurt am Main, werden an den Waffen ausgebildet und ausgerüstet.

Bewaffneter Mann gemeldet: Polizisten können ihn mit Taser überwältigen

30. Mai 2018 um 17:53

Bewaffneter Mann gemeldet: Polizisten können ihn mit Taser überwältigenIn Offenbach (Hessen) kam es auf dem Platz der Deutschen Einheit zu einer beunruhigenden Alarmierung der Polizei. Ein Mann würde mit einer Waffe auf einem Parkplatz herumlaufen und hätte mit dieser auch schon einen Schuss abgegeben.

Die eingesetzten Beamten trafen den Mann, der die besagte Waffe noch in der Hand hielt, in einem Hinterhof an und konnten ihn mithilfe des Distanz-Elektroimpulsgerätes (Taser) überwältigen und festnehmen. Warum der 26-jährige wohnungslose Mann diese Waffe besaß ist zur Zeit noch unklar. Er wurde zur Untersuchung in eine Fachklinik verlegt.

Bei der Pistole, die der Mann aus einem Fahrzeug am Platz der Deutschen Einheit entwendet hatte, handelt es sich um eine Schreckschusspistole. “Sowohl der 26-Jährige, als auch der Halter des Fahrzeuges müssen nun mit einem Ermittlungsverfahren rechnen”, so die Polizei Südosthessen.

Vorreiter: Rheinland-Pfalz führt als erstes Bundesland den Taser im Streifendienst ein

25. April 2018 um 17:25

Vorreiter: Rheinland-Pfalz führt als erstes Bundesland den Taser im Streifendienst ein

Bild: Innenministerium Rheinland-Pfalz

Die Polizei Rheinland-Pfalz testete in einem Pilotprojekt in Trier den Einsatz der Distanzelektroimpulsgeräte (DEIG), auch als Taser bekannt. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet von der Universität Trier und dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg. Hierbei sollte sowohl geklärt werden, ob der Taser sich als ergänzende Ausstattung zur Vorhandenen Schutzbewaffnung eignet, wie effektiv der Einsatz ist und ob gesundheitliche Schäden zu befürchten sind.

“Der Abschlussbericht des Pilotprojektes in Trier zeigt den verantwortungsvollen Umgang der Einsatzkräfte mit dem Taser”, erklärte Innenminister Roger Lewentz. Die Einsatzkräfte werden an den Geräten geschult, zudem gibt es für den Einsatz der Taser Vorgaben. So darf er zum Beispiel nicht eingesetzt werden, wenn bei der Person eine Herzkrankheit bekannt ist, sie erkennbar schwanger oder dem äußeren Erscheinungsbild unter 14 Jahren alt ist.

Schusswaffengebrauch in der Schweiz auf Tiefststand, dafür mehr Taser-Einsätze

6. April 2018 um 12:31

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Bild: Junglecat via Wikipedia

Der Schusswaffeneinsatz ist immer das allerletzte Mittel, um eine Sitation zu bereinigen, die für die eingesetzten Polizisten oder Dritte eine akute Lebensgefahr darstellen. Doch ein solcher Schusswaffengebrauch hat auch schwerwiegende Folgen. Dies beginnt mit schweren Verletzungen bis hin zum Tod des Angreifers und reicht bis zu traumatischen Zuständen bei den Schützen, die unter Umständen therapeutisch behandelt werden müssen.

Alles in allem also eine Situation, die man sich als Polizist in keinem Fall wünscht. Gut ist es, wenn den Polizisten alternative Einsatzmittel zur Verfügung stehen, die so effektiv sind, dass der Griff zur Waffe nicht notwendig wird. Der Taser kann hier ein probates Mittel sein und dies zeigt sich nun auch anhand aktueller Zahlen aus der Schweiz.

Bayern testet Taser in den Unterstützungskommandos

7. November 2017 um 09:42

Bayern testet Taser in den Unterstützungskommandos

Bild: Wikipedia

Nachdem in verschiedenen Bundesländern (z.B. Berlin und Rheinland-Pfalz) die sogenannten Elektroimpulsgeräte (Taser) auch im Streifendienst getestet werden, wird Bayern nun ebenfalls aktiv. Zwar wird es die Taser im Streifendienst erst einmal nicht geben, aber dafür in den Unterstützungskommandos (USK).

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellte gestern die Pilotphase vor: “Wir beabsichtigen, im Rahmen eines einjährigen Pilotversuchs unsere Unterstützungskommandos bei der Bereitschaftspolizei und bei den Polizeipräsidien München und Mittelfranken mit Tasern auszustatten. Ebenfalls miteingebunden werden die Einsatzzüge in Aschaffenburg, Kempten, Regensburg und Straubing.”

Fehlende Rechtsgrundlage: Der Taser soll in Berlin nicht genutzt werden

31. März 2017 um 20:49

Testphase in Gefahr, da jeder Beamte persönlich haftet

Im Februar dieses Jahres berichteten wir darüber, dass in Berlin eine dreijährige Testphase für den Einsatz des Tasers im Streifendienst gestartet ist. Das als Distanz-Elektropimpuls-Gerät beschriebene Gerät kann Angreifer durch einen gezielten Stromstoß kampfunfähig machen und wird seit Jahren von den Spezialkräften auch in Berlin erfolgreich eingesetzt.

Doch nun scheint es für die Testphase, wie auch den Einsatz durch die Spezialkräfte, ein vorläufiges Ende zu geben. Denn in Berlin fehlt es an einer Rechtsgrundlage für den Einsatz der Elektroschocker. Und ohne die dürfen Polizisten nicht tätig werden.

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