Antidiskriminierungsgesetz: Berliner Senat beschließt Beweislastumkehr und beerdigt Unschuldsvermutung

19. Mai 2020 um 19:40 Uhr

Beweislastumkehr: Berlins Polizisten sollen zukünftig beweisen müssen, dass sie nicht rassistisch gehandelt haben

Beitragsbild aus unserem letzten Artikel zu diesem Thema

Bereits im August des vergangenen Jahres hatten wir euch von einem Gesetzesvorhaben des Berliner Senats berichtet. Es geht um das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG), das Diskriminierung wegen der Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder der Weltanschauung verhindern soll.

Obwohl bereits ohne dieses Gesetz eine Diskriminierung nicht mehr erlaubt ist, wurde nun ganz ohne Not dieses Gesetz beschlossen, welches für die gesamte Berliner Verwaltung gilt. Doch damit nicht genug, schafft dieses Gesetz beim Thema Diskriminierung sowohl die Unschuldsvermutung ab und führt zudem neben dem Verbandsklagerecht auch die Beweislastumkehr ein.

Auf ein Wort: Lex Berlin würde jeden Polizisten treffen

23. Mai 2020 um 19:51 Uhr

Auf ein Wort: Lex Berlin würde jeden Polizisten treffenIn der vergangenen Woche hatten wir über das Landesantidiskriminierungsgesetz in Berlin berichtet. Zwar müssen wir unsere ursprüngliche Aussage, dass das Gesetz bereits in Kraft getreten ist dahingehend korrigieren, dass dem noch nicht so ist. Aber der Weg der Gesetzgebung ist fast zu Ende beschritten und es hat den Rechtsausschuss passiert.

Doch wer glaubt, dass die Lex Berlin eine Insellösung ist, die nur Berliner Polizisten und andere Mitarbeiter der dortigen Verwaltungsbehörden betreffen würde, der irrt. Das Gesetz könnte jeden Polizisten – bundesweit – treffen. Und darauf möchten wir nun eingehen.

Beweislastumkehr: Berlins Polizisten sollen zukünftig beweisen müssen, dass sie nicht rassistisch gehandelt haben

30. August 2019 um 19:12 Uhr

Beweislastumkehr: Berlins Polizisten sollen zukünftig beweisen müssen, dass sie nicht rassistisch gehandelt habenEin aktuelles Gesetzesvorhaben in Berlin sorgt unter den Kollegen gerade für heiße Diskussion und stößt überwiegend auf Ablehnung. Warum das so ist, könnt ihr nun im folgenden lesen.

Es geht um das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG), welches für die gesamte Berliner Verwaltung gelten würde und das Diskriminierung wegen der Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder der Weltanschauung verhindern soll.

Dirk Behrendt (Grüne), Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung im Berliner Senat, hatte im Juni den Gesetzentwurf eingebracht, welcher aktuell noch in den Ausschüssen des Abgeordnetenhauses diskutiert wird.

Auf ein Wort: Von Patches auf der Uniform

24. Juni 2019 um 20:07 Uhr

Auf ein Wort: Von Patches auf der UniformWie wir bereits berichteten, fand am vergangenen Wochenende im sächsischen Ostritz ein Rechtsrockkonzert statt. Bürger und das politisch gegenüberliegenden Lager hatten dagegen mobil gemacht und so waren Einsatzkräfte der Polizei Sachsen und der Bundespolizei im Einsatz.

Am Rande dieses Einsatzes kam es zu einem Vorfall, der nicht nur kritisiert wird, sondern auch gerne zur Diffamierung genutzt wird. Auf Twitter postete ein User das Bild eines Polizisten. Kahlköpfig, mit imposantem Vollbart, Sonnenbrille auf, stand er dort mit den Händen an der Koppel.

Soweit, so gut – hätte der Kollege nicht auch noch zwei Patches (Abzeichen) an seiner Uniform getragen und die Gemüter erhitzt. Und so fragte der User auf Twitter:

Viel Meinung, wenig Ahnung: Polizei Wien wilden Anschuldigungen ausgesetzt

5. Juni 2019 um 21:00 Uhr

Viel Meinung, wenig Ahnung: Polizei Wien wilden Anschuldigungen ausgesetztEs ist ein wahrer Shitstorm, der da über die Kollegen in Wien (Österreich) herein gebrochen ist. Die wilden Anschuldigungen, die zum Teil geäußert werden, zeugen von unheimlich viel Meinung, ohne wirklich Ahnung zu haben.

Wir werden an dieser Stelle weder das, was da geschehen ist, zurecht rücken, noch werden wir Vermutungen anstellen, wie und warum das geschehen ist. Wir können allerdings auch nicht fassen, welche Vorwürfe erhoben und nicht Vermutungen angestellt, sondern als Tatsachen dargestellt werden.

Verendeter Diensthund erlag dem “akuten Schocktod”: Polizist muss nun die Konsequenzen tragen

2. August 2018 um 20:12 Uhr

Verendeter Diensthund erlag dem "akuten Schocktod": Polizist muss nun die Konsequenzen tragenVor ein paar Tagen berichteten wir darüber, dass in Ilz in der Steiermark (Österreich) ein Diensthund in dem Privatfahrzeug des Diensthundeführers verendete. Das Auto war schattig abgestellt worden, die hinteren Fenster standen offen und auch die Kofferraumklappe war leicht geöffnet.

Wie die Landespolizeidirektion Steiermark heute mitteilt, liegt nun das Gutachten der Pathologie und gerichtlichen Veterinärmedizin der Universität Wien vor. Demnach erlag der Diensthund “Zorro”, ein siebenjähriger Holländischer Schäferrüde, der sich in zahlreichen Einsätzen bewährt hatte, dem “akuten Schocktod”, womit umgangssprachlich der sogenannte Hitzetod gemeint ist.

Schwerer Vorwurf gegen einen Hamburger Polizisten

24. Januar 2016 um 03:02 Uhr

Polizist WaffenlagerWie Medien berichten (siehe Links), ermittelt die Staatsanwaltschaft Lübeck gegen einen Hamburger Polizisten wegen des Verdachts des unerlaubten Waffenbesitzes.

Die Zollfahndung hatte bei der Durchsuchung der Wohnung des Polizisten ca. 1000 Waffen, Waffenteile und Patronen gefunden.
U. a. wurden auch ein Scharfschützengewehr, eine Pumpgun und eine Maschinenpistole aufgefunden.

Bauernopfer gefunden: Kölns Polizeipräsident in den vorzeitigen Ruhestand versetzt

9. Januar 2016 um 18:33 Uhr

Hauptschuldiger die Polizei

Bild: Karikatur von Heiko Sakurai via Berliner Zeitung
https://www.facebook.com/BLZonline/photos/a.149351328412133.29834.137267732953826/1308662755814312/?type=3&permPage=1

Die Kritik an Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers riss in den Tagen nach den Vorfällen an Silvester nicht ab. Ihm wurde Fehlinformation vorgeworfen und nun auch Fehlverhalten.

Dass die Erstinformation am Neujahrsmorgen nicht korrekt war, hatte er zwischenzeitlich zugegeben: “Diese erste Auskunft war falsch.” Nun wird berichtet, dass er Unterstützungskräfte nicht angefordert habe.

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg, welches die Lage in Nordrhein-Westfalen im Blick zu halten und gegebenenfalls einzuschreiten hat, gab nun bekannt, dass die Kölner weniger Polizisten bekommen hatten, als angefordert wurden: “Die Kölner Kollegen haben drei Züge angefordert und zwei Züge bekommen”, sagte ein Sprecher des LZPD.

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