Polizistenmord von Augsburg: Verletzte Polizistin erkämpft sich Schmerzensgeld

6. Juni 2018 um 21:04 Uhr

Polizistenmord von Augsburg: Verletzte Polizistin erkämpft sich SchmerzensgeldDer Polizistenmord von Augsburg 2011 hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nach einer Routinekontrolle und anschließender Verfolgungsfahrt hatten die auf einem Motorrad geflüchteten Brüder Rudi R. und Raimund M. ohne Vorwarnung das Feuer auf die beiden Polizisten eröffnet. Polizeihauptmeister Mathias Vieth wurde von einer Salve aus der automatischen Waffe getroffen und verstarb im Alter von 41 Jahren. Seine Kollegin, die damals 30-jährige Diana K., wurde leicht verletzt.

Beide Brüder wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, außerdem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Vor Gericht sprach die Anklagevertretung von einem “ungeheuerlichen Verbrechen”, sowie von einer Hinrichtung. Die Revision vor dem Bundesgerichtshof gegen die lebenslange Haft war erfolglos, da unbegründet. Wir hatten darüber berichtet.

Polizistenmord Augsburg: Auch zweiter Täter zu lebenslanger Haft verurteilt

6. März 2015 um 20:01 Uhr

Polizistenmord Augsburg: Auch zweiter Täter zu lebenslanger Haft verurteiltWir hatten bereits mehrfach über den Polizistenmord in Augsburg (Bayern) aus dem Jahr 2011 und die Gerichtsprozesse berichtet. Vor einigen Wochen war der erste Täter nach Bestätigung durch den Bundesgerichtshof zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Gestern nun folgte die Urteilsverkündung für den zweiten Täter, Raimund M., Bruder des ersten Täters Rudolf R. Das Schwurgericht verurteile demnach Raimund M. zu lebenslanger Haft und stellte außerdem eine besondere Schwere der Schuld fest. Im Gegensatz zum ersten Täter und auch zum Antrag der Anklage wurde jedoch keine Sicherungsverwahrung verhängt. Dies bedeutet, dass Raimund M. mindestens 20 Jahre im Gefängnis bleiben wird.

Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Polizistenmörder Rudi R. von Augsburg

12. Februar 2015 um 20:12 Uhr

Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Polizistenmörder Rudi R. von AugsburgWir hatten bereits im Oktober vergangenen Jahres über die Prozesse und die damit verbundenen Winkelzüge vor den verschiedenen Instanzen berichtet.

Am 28. Oktober 2011 war es in Augsburg (Bayern) bei einer Routinekontrolle und einer anschließenden Verfolgungsfahrt zu einer Schießerei gekommen. Die auf einem Motorrad geflüchteten Täter Rudi R. und Raimund M. eröffneten, als sie von den beiden Polizisten aufgefordert wurden sich hinzulegen, ohne Vorwarnung das Feuer.

PHM Mathias Vieth, einer der Polizisten, wurde durch eine Salve aus der automatischen Schusswaffe der Täter getroffen und tödlich verletzt. Seine Kollegin wurde ebenfalls getroffen und nur durch viel Glück leicht verletzt. Die Täter flüchteten daraufhin zu Fuß in den angrenzenden Wald und konnten später gefasst werden.

Der Augsburger Polizistenmord von 2011 – Juristische „Winkelzüge“ vor Gericht

18. Oktober 2014 um 20:04 Uhr

Der 28. Oktober 2011 hat nicht nur Augsburg erschüttert. Bundesweit berichteten die Medien über den unfassbaren Polizistenmord der sich um 02:50 Uhr im Augsburger Siebentischwald ereignete und über die folgenden Gerichtsprozesse.

Rückblick

Die Streifenbesatzung, bestehend aus PHM Mathias Vieth († 41) und einer Kollegin (POM‘in, 30) wollten um 3 Uhr früh die Besatzung eines auf einem Waldparkplatz parkenden Motorrades einer Routinekontrolle unterziehen.

Daraufhin flüchteten der Fahrer und sein Sozius auf dem Motorrad und es kam zur Verfolgungsfahrt über die Fußgängerbrücke des Hochablasses. Nach Überqueren des Hochablasses stürzte das Motorrad nach Einfahrt in den benachbarten Siebentischwald aufgrund feuchter Blätter am Waldboden.

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