“Wertschätzung sieht anders aus”: Streit um den Freiwilligen Polizeidienst in Baden-Württemberg

9. Oktober 2020 um 20:40

"Wertschätzung sieht anders aus": Streit um den Freiwilligen Polizeidienst in Baden-WürttembergWir hatten bereits das ein oder andere Mal über den Freiwilligen Polizeidienst berichtet, den es unter anderem in Hessen und Baden-Württemberg gibt. Den besten Ruf genießt er nicht, was aber nicht daran liegt, dass die freiwilligen Mitarbeiter schlecht arbeiten würden.

Grund ist zumindest in Baden-Württemberg ein nun schon jahrelanger Streit – und das auf allen Ebenen. Er beginnt in der Landespolitik, setzt sich über die Gewerkschaften fort und endet in den Reihen der Polizei und der Polizeifreiwilligen. Eines dürfte klar werden, das kann der Motivation nur schaden. Doch der Reihe nach.

Gedanken von Nicole: Mit gutem Beispiel voran gehen und Wertschätzung zeigen

30. Mai 2020 um 19:42

Gedanken von Nicole: Mit gutem Beispiel voran gehen und Wertschätzung zeigen

“Ich arbeite im Sicherheitsdienst und ab und zu haben wir gemeinsame Einsätze mit der Polizei. Mir fällt immer mehr auf, wie wenig Respekt den Einsatzkräften und auch uns entgegen gebracht wird.

Wir werden bespuckt, beschimpft, angeschrien und teilweise attackiert, einfach nur weil wir da sind, weil wir versuchen zu helfen. Ich werde dieses Jahr 26 Jahre alt, bin also noch recht jung. Ich schäme mich für unsere Jugend, die immer weniger Anstand und Respekt gegenüber irgendjemandem an den Tag legen.

Gedanken einer Polizeiangestellten: Wertschätzung – Wie ein neuer Ausweis alles verändert

17. Januar 2020 um 19:57

Gedanken einer Polizeiangestellten: Wertschätzung - Wie ein neuer Ausweis alles verändert

“Ich bin seit 1984 als Polizeihostesse jetzt PangVD (Polizeiangestellte im Verkehrsdienst) im Freistaat Bayern angestellt. Es ist nicht leicht für mich persönlich, weil ich Jahr für Jahr mehr ‘degradiert’ wurde. Früher war unser Aufgabenbereich breit gefächert, heute bin ich nur noch eines….ein Fußabtreter.

Warum ich heute besonders deprimiert bin? Ich habe heute, einen neuen Dienstausweis bekommen, weil mein Alter nicht mehr zu verlängern war. Aber diesmal bekam ich keinen grünen Dienstausweis der Landespolizei, sondern ich bekam einen grauen Beschäftigungsausweis.

Gedanken einer Polizistin: Dankbarkeit und Wertschätzung

6. April 2019 um 19:47

Gedanken einer Polizistin: Dankbarkeit und WertschätzungMach das Richtige, auch wenn niemand zuschaut. Das nennt man Integrität“. Davon abgesehen, dass das Richtige immer Definitionssache ist, ist es wichtig, Dinge nicht aus dem Grund zu tun, dass man von anderen Lob und Anerkennung bekommt, sondern dass man es aus Überzeugung machen sollte. Immer. Auch wenn niemand dabei ist, der deine gute Tat loben kann.

Dennoch schließt das eine andere Sache nicht aus: Es macht uns natürlich glücklich und bestärkt uns, wenn wir doch ab und zu mal ein „Danke“ hören. Wir sollten unser Verhalten zwar nicht davon abhängig machen, aber – und das müssen wir uns wohl alle eingestehen – es tut gut. Was meine ich damit konkret? Hier ein kleines Beispiel:

“Wertschätzung” von links: Linke möchten Schutzparagraf wieder abschaffen

11. Februar 2019 um 18:28

"Wertschätzung" von links: Linke möchten Schutzparagraf wieder abschaffenDer sogenannte Schutzparagraf, der Einsatzkräfte vor tätlichen Übergriffen schützen und durch eine härtere Bestrafung vor solchen Angriffen abschrecken soll, war von Beginn an ein Zankapfel. Nachdem jahrelang eine Strafverschärfung des Widerstandsparagrafen 113 Strafgesetzbuch oder ein neues Gesetz gefordert wurde, wurde es zunächst von den SPD-geführten Ländern im Bundesrat blockiert.

Nach mehreren schweren, teils tödlichen Angriffe auf Polizisten, konnte sich dann doch in Bundestag und Bundesrat eine Mehrheit für ein neues Gesetz finden und so wurde der § 114 Strafgesetzbuch eingeführt, der Angriffe auch bei nichthoheitlichen Handlungen, also auch während der Streifenfahrt, unter Freiheitsstrafe stellt. Eine Geldstrafe kann nicht mehr verhängt werden.

Gastbeitrag von Dieter Müller: Wertschätzung in der Polizeiarbeit

3. November 2018 um 18:32

Gastbeitrag von Dieter Müller: Wertschätzung in der PolizeiarbeitWertschätzung ist keine Einbahnstraße. Auf der einen Seite erbringen Mitarbeiter Leistungen und auf der anderen Seite nehmen andere Menschen diese Leistungen mit einer mehr oder weniger großen Erwartungshaltung entgegen.

Die Polizei ist als Organisation und Teil der exekutiven Staatsgewalt ein Dienstleister, deren Auftraggeber einerseits die Bürger sind und andererseits andere Behörden, mit denen die Polizeibeamten aufgrund gesetzlicher Aufträge zusammenarbeiten müssen wie z. B. die Staatsanwaltschaft, die Bußgeldbehörden oder die Fahrerlaubnisbehörden.

Die Wertschätzung von der behördlichen Seite besteht darin, dass auf Augenhöhe vertrauensvoll und transparent miteinander gearbeitet wird, um die gesetzlich definierten Ziele zu erreichen.
Die Wertschätzung von Seiten der Bürger ist zwiespältig und selten von Freude geprägt, sondern zumeist von der Erwartung erfüllt, dass die „bestens bezahlten Beamten“ ohnehin nur ihre Aufträge erfüllen, zu denen sie verpflichtet sind.

Gedanken eines Polizisten zum Thema Wertschätzung

27. September 2018 um 20:34

Gedanken eines Polizisten zum Thema Wertschätzung

“Liebe Mitmenschen,

zu allererst eine kleine Frage:
Glaubt ihr, dass eure Wertschätzung gegenüber den Polizisten die ist, die ihnen zukommen sollte?

Als Polizist sehe ich meine Kollegen und mich tagtäglich als Prellbock der Gesellschaft. Ein großer Teil der Bevölkerung scheint seine Rechte und Pflichten besser zu kennen als die Polizei selbst und das wird gegenüber den Beamten auch offen kommuniziert.
Wird jemand dann in seine Schranken verwiesen und im vorliegenden Rechtsverständnis korrigiert, führt dies oftmals zu sehr viel Unmut.

Wertschätzung: Anwohner bedankt sich für polizeilichen Einsatz

13. Oktober 2017 um 12:29

Wertschätzung: Anwohner bedankt sich für polizeilichen Einsatz

Bild: Polizei Köln

Es kommt nicht oft vor, aber hin und wieder bekommen wir Polizisten von den Bürgern ein kleines Dankeschön. In Köln (Nordrhein-Westfalen) bedankte sich ein Anwohner für einen polizeilichen Einsatz, den die Kollegen anlässlich eines versuchten Raubes dort hatten.

Ein 26-Jähriger war nachts in Köln unterwegs und wurde von drei Personen, die einen Hund mitführten, verfolgt. Als einer aus der Gruppe den 26-Jährigen auf Zigaretten und Handy ansprach und dieser eine Herausgabe ablehnte, wurde er von den zwei anderen aus der Gruppe an den Armen festgehalten.

Nun forderte die Personengruppe die Wertsachen des jungen Kölners. In einem günstigen Moment konnte sich der 26-Jährige jedoch losreißen und weglaufen. Dann alarmierte er die Polizei, die sogleich anrückte. Einer Zivilstreife fiel eine Auto auf, in dem die drei Räuber samt Hund saßen.

Unser Jahresrückblick: Das war 2020 – unsere Wünsche für 2021

31. Dezember 2020 um 19:36

Unser Jahresrückblick: Das war 2020 – unsere Wünsche für 2021Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. 2020 hielt für uns alle so manche Überraschung parat. Bei manchen lief das Jahr ganz gut, bei anderen – vermutlich den meisten – weniger.

 

Fangen wir mit den weniger schönen Dingen an.

Wir mussten im Laufe des vergangenen Jahres viele schlimme Nachrichten schreiben. Ob Unfälle, Angriffe auf Kollegen, fehlende Wertschätzung (extern wie intern), fragwürdige Gerichtsurteile, Fehler aus verantwortlichen Reihen, verletzte und sogar getötete Kollegen.

Wir möchten ausdrücklich auf unserer Seite die gesamte Bandbreite der polizeilichen Arbeit, aber auch den Einblick in unser Denken und Fühlen darstellen. Uns persönlich, den Admins im Team, fällt es allerdings immer schwer, negative oder schlechte Nachrichten zu veröffentlichen.

In memoriam: Vor 25 Jahren erstochen worden

23. August 2020 um 19:54

In memoriam: Vor 25 Jahren erstochen wordenWir gedenken heute einem Kollegen, der vor 25 Jahren von einem flüchtigen Einbrecher erstochen worden war. Der Täter konnte später festgenommen werden und er wurde wegen Mordes verurteilt.

Es war der 20. August 1995, als Polizeihauptmeister Martin Heinze gemeinsam mit einem Kollege in Potsdam (Brandenburg) auf Zivilstreife war. Sie hatten einen Hinweis auf einen möglichen Einbrecher erhalten, der an einer Haustür hantiert hatte und so begaben sich die beiden Polizisten dorthin.

Gegen 3 Uhr konnten sie den Tatverdächtigen auf einem Fahrrad feststellen. Sie nahmen die Verfolgung aus und wie es heißt, hatten sich die Polizisten aus taktischen Gründen für eine getrennte Verfolgung entschieden. Etwas später meldete Kollege Heinze über Funk eine Festnahme, dann brach der Kontakt ab.

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