Der Augsburger Polizistenmord von 2011 – Juristische „Winkelzüge“ vor Gericht

18. Oktober 2014 um 20:04 Uhr

Der 28. Oktober 2011 hat nicht nur Augsburg erschüttert. Bundesweit berichteten die Medien über den unfassbaren Polizistenmord der sich um 02:50 Uhr im Augsburger Siebentischwald ereignete und über die folgenden Gerichtsprozesse.

Rückblick

Die Streifenbesatzung, bestehend aus PHM Mathias Vieth († 41) und einer Kollegin (POM‘in, 30) wollten um 3 Uhr früh die Besatzung eines auf einem Waldparkplatz parkenden Motorrades einer Routinekontrolle unterziehen.

Daraufhin flüchteten der Fahrer und sein Sozius auf dem Motorrad und es kam zur Verfolgungsfahrt über die Fußgängerbrücke des Hochablasses. Nach Überqueren des Hochablasses stürzte das Motorrad nach Einfahrt in den benachbarten Siebentischwald aufgrund feuchter Blätter am Waldboden.

Sichtbare Tätowierung bei der Polizei nicht erlaubt

2. Oktober 2014 um 16:11 Uhr

Sichtbare Tätowierung bei der Polizei nicht erlaubtEin Bewerber wollte zur Polizei in NRW. Das Problem: er hat auf seinen Unterarmen großflächig die Vornamen seiner beiden Töchter eintätowiert. Der zukünftige Arbeitgeber lehnte daher die Bewerbung ab.

Diese Ablehnung wurde mittlerweile vor zwei Instanzen gerichtlich erörtert. Sowohl als VG Arnsberg, wie auch das OVG in Münster haben sich der Entscheidung angeschlossen.

Die Entscheidung wurde wie folgt begründet: “Im Dienst müsse jede Individualität hinter der neutralen Erfüllung des Auftrags zurücktreten. Es bestehe die Gefahr, dass die Autorität des Polizeibeamten durch Tätowierungen beeinträchtigt werde.”

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